Emily Mae Smith hat Jahre damit verbracht, Besen in Menschen zu verwandeln, und nun stellen ihre Gemälde eine einfache Frage: was passiert, wenn das Werkzeug der weiblichen Arbeit zu einer Waffe wird?
Smiths Ausstellung „Transit der Venus“ ist bis zum 24. Oktober in der Petzel Gallery in Chelsea, Manhattan, zu sehen. Der Titel bezieht sich auf den astronomischen Transit, wenn die Venus zwischen Erde und Sonne wandert und als winziger dunkler Punkt erscheint. Diese Dunkelheit ist der Motor des gesamten Projekts. Was zeigt sich nicht im Rampenlicht? Wie lange dauert es, ein Gemälde zu malen? Was fühlen wir wirklich unter einer starken Oberfläche?
Die Gemälde selbst sind voller sonderlicher Gesellschaft. Hexenhafte Kaninchen, augenringe Trauben und Besen, die wie menschliche Figuren stehen. Sie alle teilen dieselbe technische Fertigkeit und denselben düsteren Unterton.
Besen als Körper
Das auffälligste Beispiel ist „Venus (Inner Vision)“ (2026). Es ist eine Besenfigur, die contrapposto in einer verschwommenen Waldlandschaft steht. Wir sehen ihren Schaft, Kopf und Torso, als ob wir durch ein Röntgenbild schauen würden. Ihre Adern und Organe sind ausgestellt.
Das ist der Kern der Bewegung. Smith malt die Innenseite ihrer Subjekte so klar wie ihre Außenseite. Der Titel Transit der Venus funktioniert auf zwei Ebenen: dem astronomischen Ereignis und der Handlung des Durchschauens von etwas Undurchsichtigem, um zu finden, was darin liegt.
Der Effekt ist unmittelbar. Man weiß genau, was sie meint, bevor man es in Worte fassen kann.
Geschichte neu interpretieren
Geschichte neu zu interpretieren ist nichts Neues. Künstler haben das seit Jahrhunderten getan. Smiths Twist ist die Besenfigur in die Rolle zu setzen. Ein Besen ist ein Symbol für Frauenarbeit, ein bescheidenes Werkzeug zum Fegen von Böden. Ihn in eine Waffe zu verwandeln, verändert die gesamte Dynamik.
„Die Heuschrecke II“ (2026) reimagineert Jules Joseph Lefebvre’s hilflose und demütige Akt, „Die Heuschrecke“ (1872). In Smiths Version ist die Figur nun mit einer Sense ausgestattet. Der Wandel ist brutal in seiner Einfachheit. Eine hilflose Frau wird zu einer Figur mit Handlungsspielraum.
„Petite Muse bei der Arbeit“ (2026) macht dasselbe von der anderen Seite her. Die männliche Künstlerfigur des Genies wird zu einer Frau. Wieder ist der Besen der Schlüssel. Es ist nicht nur eine Geschlechtsänderung. Es ist eine Veränderung der Funktion.
Der Vergleich ist es wert, ihn vollständig anzuzwecken:
| Original | Smiths Version |
|---|---|
| „Der Heuschrecke“ (1872) | „Die Zikade II“ (2026) |
| Hilflos, demütig nackt | Mit einer Sense ausgestattet |
| Passive weibliche Figur | Fähig, Macht auszuüben |
| Männlicher Künstler-Genius | Frau bei der Arbeit |
Jedes dieser Gemälde nimmt ein bekanntes Bild und kehrt es um. Der Besenstil ist der Hebel, der die Arbeit verrichtet.
Transparenz als Multiplizität
Smith’s Gemälde könnten als eine Art der Wahrnehmung von Vielschichtigkeit verstanden werden, aller Seiten von etwas. Der Titel Transit der Venus verweist auf dieselbe Idee: was aus einem Blickwinkel als ein winziger dunkler Punkt erscheint, offenbart sich aus einem anderen Blickwinkel als ein komplexes Inneres.
Die Gemälde selbst basieren auf diesem Prinzip. Der Betrachter sieht den Griff als Kopf. Die Oberfläche ist lesbar, aber darunter liegt die Geschichte.
Die Astronomische Ausrichtung
Der astronomische Transit ist das strukturelle Fundament der Ausstellung. Venus bewegt sich zwischen Erde und Sonne und erscheint als ein winziger dunkler Punkt. Das ist die wörtliche Bedeutung des Titels. Die Metapher folgt schnell: was wir im Rampenlicht sehen, ist nicht das vollständige Bild.
Smith erstreckt die Metapher auf die Gemälde selbst. Die verschwommenen Landschaften, die Röntgenblick, die transparenten Körper – all das handelt von dem, was ausbleibt, wenn das Licht direkt auf das Subjekt trifft. Die Dunkelheit ist das Subjekt.
Diese Dunkelheit ist der Motor des gesamten Projekts. Was zeigt sich nicht im Rampenlicht? Wie lange braucht es, ein Gemälde zu malen? Was wir wirklich unter einer starken Fassade fühlen?
Das Licht Hinter dem Subjekt
Die imaginäre Lichtquelle, die hinter dem Subjekt sitzt, wird zu Smiths Kommentar zur Transparenz. Was im Rampenlicht vielleicht nicht erscheint. Wie lange es braucht, ein Gemälde zu malen. Was wir wirklich unter einer starken Fassade fühlen.
Der Titel Transit der Venus bezieht sich auf die astronomische Ausrichtung. Das zentrale Bild der Ausstellung, „Venus (Inner Vision)“, steht in einem verschwommenen Waldstück in Kontrapposizione. Der Griff ist der Kopf und der Torso, sichtbar durch eine Röntgenaufnahme.
Das zentrale Bild der Ausstellung, „Venus (Inner Vision)“, steht in einem verschwommenen Waldstück in Kontrapposizione. Der Griff ist der Kopf und der Torso, sichtbar durch eine Röntgenaufnahme.
Der Standort der Ausstellung
Die Ausstellung läuft bis zum 24. Oktober. Die Galerie ist Petzel, in der West 25th Street in Chelsea. Die Adresse der Galerie ist 520 West 25th Street, Chelsea, Manhattan.
Betritt man die Galerie, fragte sich der Kritiker, ob Smith derzeit genug Anerkennung erhält, jetzt, wo Wicker erscheint. Diese Frage schwebt über dem gesamten Projekt.
Die Kraft des Werks
Die Gemälde sind technisch hochgefügig. Die Dunkelheit ist real. Die Kraft des Werks ist unbestreitbar. Ein Besen wird zu einer Figur. Eine Figur wird zu einer Waffe. Eine Waffe wird zu einem Werkzeug des Widerstands.
- „Venus (Inner Vision)“ (2026): eine Besenfigur, die in einer verschwommenen Waldlandschaft contrapposto steht, die durch eine Röntgenaufnahme sichtbar ist.
- „The Locust II“ (2026): reimaginiert Lefebvres „Der Heuschrecke“ (1872) mit einer Sense.
- „Petite Muse at Work“ (2026): verwandelt die Figur des männlichen Künstlergenies in eine Frau.
- „Transit of Venus“: die astronomische Ausrichtung, wenn Venus zwischen Erde und Sonne wandert und als kleiner dunkler Punkt erscheint.
Die Besen sind es wert, in Erinnerung behalten zu werden.
Quellenmaterial: “A Broomstick in a Man’s World,” Hyperallergic.
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