Ein Mann besteigt einen Berg im Winter, um etwas zu beweisen, und ein Dutzend andere folgen ihm auf der Seite des K2, um etwas ganz anderes zu beweisen. Das ist die Ausgangslage für The Last First: Winter K2, das jetzt auf Apple TV gestreamt wird, und Amir Bar-Levs Dokumentation lässt niemanden ungeschoren davonkommen.
Das Ziel
Snorri Sigurjónsson, ein professioneller Bergsteiger aus Island, hatte sich 2021 das K2 ausgesucht. Der Berg liegt in Pakistan und erreicht eine Höhe von 8.000 Metern, womit er der zweithöchste Gipfel der Welt ist. Er gilt außerdem als der gefährlichste. Sigurjónsson begab sich mit einem pakistanischen Vater-Sohn-Team von Sherpas namens Ali und Sajid Sadpara auf den Weg.
Der Aufstieg sollte ein Meilenstein werden. Niemand war jemals im Winter auf das K2 geklettert, und die Dokumentation behandelt es als einen „heiligen Gral“. Sigurjónssons Frau, Lina Moey, beschrieb ihn als „süchtig nach dem Nervenkitzel des Gipfelsturms“, was bedeutete, dass er zwischen den Expeditionen rastlos war. Sie merkte an, dass er und seine Frau sechs Kinder in Island großzogen, während sie diese Gipfel erklimmten.
Der Wettlauf
Nicht lange nachdem die Reise begonnen hatte, blickten Sigurjónsson und sein Team aus ihrem Zelt und sahen Nirmal Purja und sein Team. Purja ist ein nepalesischer Bergsteiger, der in seinem Fachgebiet als „Rockstar“ bezeichnet wird. Er hatte von Sigurjónssons Versuch gehört und beschloss, es zu einem Wettlauf zu machen.
Diese Entscheidung veränderte alles. Ein Bergsteigunternehmen namens Seven Summit Treks, das noch unter den Einbruchs der Geschäfte aufgrund von Covid litt, brachte eine Gruppe von unerfahrenen Abenteurern auf den Berg. Diese Bergsteiger waren im Wesentlichen Touristen im Vergleich zu Sigurjónsson und Purja. Das Basislager wurde überfüllt, und was als Soloversuch begann, verwandelte sich in eine Ansammlung von Menschen, die alle versuchten, die ersten zu sein.
Was schiefging
Bar-Lev fügt die Aufnahmen der Expedition zusammen, um die Geschichte zu erzählen. Der Film interviewt die Überlebenden, und der Schuldzuweisung wird unter ihnen betrieben. Die Situation wurde zunehmend gefährlich, und die Dokumentation scheut sich nicht, dies zu zeigen.
Ein Filmemacher kam an, um den Aufstieg zu filmen. Bergsteiger brachten ihre eigenen Kamerateams mit. Nationalstolz wurde zu einem Druckpunkt. Purja wollte den Gipfel erreichen, um eine Aussage für Generationen nepalesischer Sherpas zu machen. Die pakistanische Regierung wollte ihre eigenen Bergsteiger ganz oben sehen.
Das Ergebnis war eine Situation, die sich in einem gefährlichen Maße verkompliziert hatte. Die moderne Zivilisation – Politik, Kapitalismus und von sozialen Medien getriebene Narzissmus – schleppte sich zusammen mit den Bergsteigern in die Wildnis. Der Film handelt ebenso von fragwürdigen menschlichen Leistungen wie von der Dokumentation dieser Leistungen. Es reicht nicht aus, etwas Verrücktes zu tun, man muss gesehen werden, wie man es tut.
Die erschütternden Aufnahmen
Die Echtzeitaufnahmen von der Expedition sind es, die den Film zusammenhalten. Sie sind fesselnd und gefährlich anzusehen. Die Bergsteiger weichen herabfallenden Felsen aus und kämpfen gegen heftige Winde an der Seite des Berges. Vor diesem Hintergrund können die „Talking Heads“ verschwimmen. Es gibt zu viele Stimmen, die zu „The Last First“ beitragen, und der Film wirkt manchmal unkonzentriert.
Aber die Emotionen durchbrechen das. Bar-Lev findet genug Klarheit, um das Gefühl der Gefahr und Katastrophe zu vermitteln. Eine Aufnahme zeigt die Handschuhe eines gestürzten Bergsteigers, die einen Hang hinunterrollen. Eine weitere zeigt eine trauernde Witwe, einen Moment des Verrats und eine kurze Szene der Freude. Der Kontrast zwischen diesen Momenten lässt Sie über die ganze Bandbreite menschlicher Erfahrung nachdenken.
Unser Appell
„The Last First“ ist ein schwieriger Film zu ertragen. Es ist keine saubere Erfolgsgeschichte. Es ist eine Tragödie, verpackt in Ehrgeiz, Politik und Gier. Die Dokumentation setzt nicht auf eine einzige Lesart der Ereignisse und tut so auch nicht. Sie lässt das Chaos auf dem Bildschirm liegen und bittet den Zuschauer, es zu ordnen.
Der Film kommt mit traurigen, pointierten Beobachtungen zu Tage. Er ist allein wegen der Aufnahmen sehenswert, und die Kommentare dazu vertiefen den Einsatz. Dies ist eine Dokumentation, die Aufmerksamkeit belohnt, selbst wenn sie frustriert.
STREAM IT.
| Event | Detail |
|---|---|
| Berg | K2, Pakistan |
| Gipfelhöhe ( | 8.000 Meter ( |
| Jahreszahl des Versuchs ( | 2021 |
| Bergsteiger ( | Snorri Sigurjónsson ( |
| Sherpa-Team ( | Ali und Sajid Sadpara ( |
| Konkurrent ( | Nirmal Purja ( |
| Beteiligte Firma ( | Seven Summit Treks ( |
- Regie: Amir Bar-Lev (
- Streaming-Plattform: Apple TV
- Thema: Winteraufstieg des K2
- Status: Jetzt verfügbar
Quelle: „Stream It Or Skip It: ‘The Last First: Winter K2’ on Apple TV, a Documentary About a Mountaineering Milestone Turned Tragic“, Decider.
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