Endless Ocean: Luminous fordert die Spieler auf, tief durchzuatmen und in die Veiled Sea einzutauchen, eine unerforschte Region, deren Tiefen sich mit jedem Tauchgang verändern. Es ist ein Spiel über Entdeckung, Dokumentation und das stille Staunen über das Meeresleben. Diese Prämisse ist solide. Die Umsetzung hakt an manchen Stellen.
Trailer, via Nintendo of America.
The Veiled Sea
Der Ozean hier ist riesig und voller Leben. Über 500 Arten von Meerestieren durchstreifen die Gewässer, einige vermutlich ausgestorben, andere schlicht mythischer Natur. Der Mosasaurus ist eine solche Kreatur, ein lebendes Fossil, das in die Legende gehört. Taucher verbringen Stunden damit, Fische, Wale und gelegentlich ein seltsames Tier zu katalogisieren, wobei jeder Eintrag eine wachsende Aufzeichnung dessen ergänzt, was unter den Wellen lebt.
Diving Through Change
Die zentrale Innovation besteht darin, dass das Meer zwischen den Tauchgängen seine Form ändert. Ein Riff kann mit Korallen erblühen, während ein Wrack seine Position verschiebt. Das ist eine clevere Möglichkeit, die Landschaft frisch zu halten, obwohl die genaue Natur der Veränderung selten über visuelle Hinweise hinaus erklärt wird. Es verleiht dem Spiel ein Gefühl von Geheimnis, bedeutet aber auch, dass die Karte nie vollständig bekannt ist.
Groups of Thirty
Das Online-Spiel ist die größte Neuerung seit Endless Ocean 2 von 2009. Bis zu dreißig Spieler können gemeinsam tauchen, ihre Funde teilen und über Emotes kommunizieren. Es passt natürlich zu einem Spiel über Erkundung und funktioniert gut, wenn der Server standhält. Verbindungsprobleme jedoch beeinträchtigen Sitzungen, die sich gemeinschaftlich anfühlen sollten.
What Holds It Back
Das Tempo leidet streckenweise. Zwischen bedeutungsvollen Begegnungen vergehen lange Phasen, und das Spiel setzt auf Wiederholung, um Lücken zu füllen. Manche Spieler werden den Rhythmus beruhigend finden. Andere werden ihn langweilig finden.
Die Präsentation ist solide, aber unspektakulär. Die Charaktermodelle sind detailliert, doch die Wassereffekte können in Bewegung dünn wirken. Das Sounddesign macht es besser, wobei Umgebungsgeräusche dem Meer eine bewohnte Qualität verleihen.
A Familiar Formula
| Spiel | Schauplatz | Spieler | Hauptmerkmal |
|---|---|---|---|
| Endless Ocean Luminous | Verhüllte See | Bis zu 30 online | Dynamische Tauchregionen |
| Endless Ocean 2: Adventures of the Deep | Tiefe Gewässer | Einzelspieler | Katalogisierung des Meereslebens |
Der Vergleich zeigt, wie wenig sich die Formel verändert hat. Das ist nicht unbedingt schlecht, lässt aber wenig Raum für Neuerfindung.
Endgültiges Urteil
Endless Ocean Luminous gelingt, was es sich vorgenommen hat: ein friedlicher, erkundender Tauchgang in einen lebendigen Ozean. Der Anspruch, insbesondere im Mehrspielermodus, ist lobenswert. Die sich verändernden Meere und die schiere Vielfalt des Meereslebens machen es für jeden einen Blick wert, der langsame, kontemplative Spiele mag. Die Wiederholungen und gelegentliche technische Aussetzer hindern es daran, großartig zu sein.
Wertung: 6 von 10.
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