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Erinnerungen einer Geisha: Schön anzusehen, aber inhaltsleer.

Eine Erzählung von einem Mädchen, das in Gion in Dienstbarkeit verkauft wurde, deren Schönheit weder ein hohles Herz erlösen noch ein verwundetes Land heilen kann. )

Von mitch·5 Min. Lesezeit
A geisha clad in rich kimono stands alone upon a misty garden path.

Memoirs of a Geisha ist ein 75-Millionen-Dollar-Epos, das gleichzeitig eine Tragödie, eine Liebesgeschichte und eine Geschichtsstunde sein will. Es scheitert an allen dreien.

Der Film folgt Chiyo Sakamoto, einem jungen Mädchen, das 1929 in Gion, Kyoto, in Dienstverhältnis verkauft wird. Sie wird Sayuri Nitta genannt und unter der grausamen Hatsumomo als Geisha ausgebildet. Die Geschichte verfolgt ihren Aufstieg durch das Viertel Gion, während der Krieg naht und die Welt sich um sie herum verändert.

Trailer, über Amblin Entertainment.

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Das zentrale Problem

Der zentrale Fehler des Films liegt nicht an der Geschichte selbst, sondern an den Menschen, die sie erzählen. Zhang Ziyi, Michelle Yeoh und Gong Li spielen die drei Hauptrollen, und alle drei besitzen zum Zeitpunkt der Dreharbeiten die chinesische Staatsbürgerschaft. Diese Beslussfassung wird von den Produzenten des Films verteidigt, die sagen, die Priorität liege auf „schauspielerischem Können und Starpower“. Aber die Verteidigung ist dünn. Dies ist ein Film über die japanische Kultur, angesiedelt in einem bestimmten historischen Moment, und er fordert die Zuschauer auf, zu akzeptieren, dass seine zentralen Figuren von Schauspielern aus einem Land gespielt werden, das im Krieg stark unter Japans Hand gelitten hat.

Regisseur Rob Marshall verwies auf Anthony Quinn, der in „Zorba – Der griechische Liebesraub“ einen griechischen Mann spielte, als Präzedenzfall. Dieser Vergleich verliert an Gewicht. Quinn spielte eine Rolle; diese Schauspieler spielen eine nationale Identität. Die Verteidiger des Films zitieren Talent als Grund, die Nationalität zu übersehen, aber Talent ist kein Ersatz für kulturelle Sensibilität. Ken Watanabe, der japanische Hauptdarsteller des Films, sagte, dass „Talent wichtiger sei als Nationalität“, aber seine Unterstützung löst nicht die größere Frage, warum ein Film über Japan chinesische Gesichter in seinen Hauptrollen wählte.

Das Handwerk ist solide

Wo der Film Erfolg hat, ist in seinem Aussehen und Klang. Das Produktionsdesign ist üppig, mit den Straßen und Tempeln von Kyoto, die mit Sorgfalt wiedergegeben werden. Die Kimonos sind wunderschön, die Teezeremonien sind detailliert, und die Musikkomposition von John Williams ist elegant. Dies sind keine Nebenerscheinungen. Es sind die Art von Handwerkskunst, die auf eigenen Füßen steht und Anerkennung verdient.

Aber der Stil deckt die Substanz nie ganz ab. Der Film ist visuell beeindruckend, aber emotional hohl. Chiyos Reise soll schmerzhaft sein, aber das Drehbuch stützt sich auf Spektakel statt auf Tiefgang. Chiyos erlittenes Leid wird deutlich gezeigt, aber die emotionale Bedeutung wirkt konstruiert und nicht verdient.

Die Handlung ist schlüssig.

Die Geschichte ist schlichtweg erzählt: Chiyo wird an eine Okiya verkauft, um ihre Familie zu unterstützen, wird zur Geisha ausgebildet und dann degradiert, als ihre Kosten steigen. Sie trifft den Vorsitzenden, einen wohlhabenden Geschäftsmann, der ihr Förderer wird. Sie entkommt von einem Dach und wird verletzt. Ihre Schwester Satsu verschwindet. Der Film hat eine episodische Struktur und bewegt sich durch Chiyos Leben in Kapiteln, die durch Veränderungen und Verluste gekennzeichnet sind.

Das Tempo ist langsam, und der Mittelteil zieht sich. Der Film hat eine Laufzeit von 146 Minuten, und die Laufzeit zeigt sich in der Lücke zwischen dem frühen Trauma und der Ankunft des Krieges. Die Verteidiger des Films werden auf die Kunst verweisen, und sie haben Recht. Aber ein Film kann wunderschön gemacht sein und dennoch nicht fesseln.

Die Leistungen wiegen schwer.

Zhang Ziyi liefert die stärkste Leistung im Film ab. Sie spielt Chiyo in zwei Altersstufen, und ihre Arbeit als erwachsene Sayuri ist kontrolliert und ausdrucksstark. Gong Li spielt Hatsumomo mit kalter Präzision, und Michelle Yeoh bringt Wärme in Mameha ein. Der Nebencast, darunter Ken Watanabe als der Vorsitzende und Youki Kudoh als Kürbis, rundet ein solides Ensemble ab.

Der schwächste Punkt des Films ist seine Erzählung. Die Geschichte ist bekanntes Terrain für das Genre, und der Film erneuert sie kaum. Der Krieg kommt als Handlungselement und nicht als gelebte Realität für die Charaktere. Der Film verspricht mit seinem Slogan eine noch nie erzählte Geschichte, aber die Geschichte, die er erzählt, ist eine, die das Publikum bereits oft gesehen hat.

Die Aufnahme war gemischt.

Die Veröffentlichung des Films wurde von Kontroversen überschattet. Die chinesische Regierung sagte die Veröffentlichung des Films dort ab, aufgrund der Besetzung chinesischer Schauspielerinnen in japanischen Rollen, und eine Website verurteilte Zhang Ziyi als „Demütigung für China“. In Japan war die Aufnahme gemischt. Einige Zuschauer fanden die Besetzung anstößig; andere beanstandeten die Darstellung von Geishas, die sie als ungenau und westlich bezeichneten. Peter MacIntosh, ein japanischer Kulturkenner, der bei der Produktion des Films beraten hatte, äußerte Bedenken, dass er nicht speziell für ein japanisches Publikum gedreht worden sei und dass jeder, der sich mit der japanischen Kultur auskenne, „entsetzt“ sein würde.

Die Befürworter des Films argumentieren, dass die Besetzung eine Frage des Talents sei, nicht der Nationalität. Dieses Argument wiegt weniger als sie glauben. Talent ist notwendig, aber nicht ausreichend für einen Film über eine bestimmte Kultur. Die Filmproduzenten verteidigten die Besetzung mit Verweis auf „schauspielerische Fähigkeiten und Starpower“, doch die Frage bleibt bestehen: warum diese drei Schauspielerinnen? Warum nicht japanische Darsteller?

Der Kernpunkt

Memoirs of a Geisha“ ist ein technisch versierter Film, der es versäumt, auf emotionaler Ebene zu wirken. Seine visuelle Schönheit ist unbestreitbar, aber seine Geschichte ist hohl. Die Besetzungs-Kontroverse ist eine Wunde, die nicht heilen wird, und die Verteidiger des Films haben noch keine überzeugende Antwort darauf geliefert, warum chinesische Schauspielerinnen für japanische Rollen ausgewählt wurden.

Die Bewertung des Films beträgt 5,4 von 10.

Kennzahlen-Box

  • Laufzeit: 146 Minuten
  • Regie: Rob Marshall
  • Drehbuch: Robin Swicord, adaptiert von Arthur Goldens Roman
  • Produktion: Steven Spielberg und Douglas Wick
  • Verleih: Sony Pictures Releasing am 23. Dezember 2005
  • Mit: Zhang Ziyi, Gong Li, Michelle Yeoh, Ken Watanabe

Veröffentlichungsterminplan

Datum Ereignis
23. Dezember 2005 U.S.-Veröffentlichung durch Sony Pictures Releasing
Unbekannt Chinesische Veröffentlichung durch die chinesische Regierung abgesagt

Memoirs of a Geisha“ ist ein Film, der wunderschön aussieht, aber leer wirkt. Er ist es wert, ihn anzusehen, angesichts der Handwerkskunst, aber nicht, um ihn wegen der Geschichte in Erinnerung zu behalten. Die Kontroverse um die Besetzung wird noch lange nach dem Abspann nachhallen, und der Film wird mehr für das, was er unterlassen hat, als für das, was er erreicht hat, in Erinnerung bleiben.

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