Fallen Legion: Sins of an Empire fordert die Spieler auf, ein zerfallendes Königreich zusammenzuhalten, während um sie herum ein Krieg tobt. Die von Mintsphere und YummyYummyTummy Inc. entwickelte PlayStation-4-Version folgt Prinzessin Cecille, die gegen Monster und einen von Legatus Laendur angeführten Putsch kämpft. Das Spiel gibt den Spielern Entscheidungen, die die Welt um sie herum formen, und es erhält eine 6,4 von 10.
Trailer, via PlayStation.
Cecille und der sprechende Grimoire
Cecille führt den Kampf an, geleitet von einem sprechenden Grimoire, das dem Spiel seine unverwechselbare Note verleiht. Die Partnerschaft zwischen Prinzessin und Buch ist der Motor der Geschichte, und sie trägt das Spiel durch seine dunkelsten Stunden.
Kampfsystem
Das Kampfsystem ist die stärkste Eigenschaft des Spiels. Die Spieler steuern bis zu vier Charaktere gleichzeitig, und jeder Kampf belohnt schnelles Denken. Im einen Moment wird ein Drache vom Himmel geschlagen, im nächsten wird ein Zauberspruch blockiert und auf den Feind zurückgeschleudert. Die Timing-Fenster sind eng, und das Spiel lässt einen Spieler das selten vergessen.
Zwischen den Kämpfen
Zwischen den Kämpfen erzwingt das Spiel Entscheidungen in Sekundenbruchteilen. Zu den Entscheidungen gehören:
- Einen Prinzen für einen Geschwindigkeits-Buff erpressen
- Sich einem kriegstreiberischen Gouverneur entgegenstellen
- Ein gefallenes Gruppenmitglied wiederbeleben
Jede Entscheidung gewährt einen anderen Power-up und verändert die Welt dauerhaft. Dieses verzweigte Design verleiht dem Spiel ein Gefühl von Gewicht, selbst wenn die Entscheidungen selbst dünn wirken.
Handlung und Schauplatz
Das Reich Fenumia zerfällt, und Cecilles Heimreise ist ein Wettlauf gegen die Zeit. Die Handlung schreitet schnell voran, stützt sich jedoch auf vertraute Fantasy-Klischees. Der von Legatus Laendur angeführte Putsch fügt eine Ebene politischer Intrigen hinzu, auch wenn er selten so gefährlich wirkt wie die Monsterhorden.
Präsentation
Das Spiel wird aus der Seitenansicht präsentiert, und die Animation ist solide. Charakterporträts vermitteln Emotionen, und die Persönlichkeit des Grimoire kommt in kleinen Details zum Ausdruck. Das Spiel läuft auf PlayStation 4, und die Leistung bleibt auch in den geschäftigsten Kämpfen stabil.
Länge und Tempo
Das Spiel ist auf wiederholte Kämpfe ausgelegt, und manche Abschnitte wirken eher wie Füllmaterial denn wie Fortschritt. Das Tempo leidet in der Mitte der Kampagne, wo das ständige Kämpfen ohne neue Systeme, die es frisch halten, langweilig werden kann.
Was funktioniert
Das Kampfsystem ist präzise und befriedigend. Die Präsenz des Grimoire ist durchweg unterhaltsam. Die verzweigten Entscheidungen erhöhen den Wiederspielwert, auch wenn die Konsequenzen selten wirklich einschlagen.
Was zu kurz kommt
Die Geschichte verlässt sich zu stark auf Genrekonventionen. Manche Entscheidungen wirken bedeutsamer, als sie sind. Der mittlere Abschnitt zieht sich, und die ständigen Kämpfe können die Geduld auf die Probe stellen.
Fazit
Fallen Legion: Sins of an Empire ist ein Spiel mit einem starken Kampfkern und einer schwachen Story-Hülle. Die Kämpfe verlangen Aufmerksamkeit, und die Entscheidungen verleihen dem Spiel ein Gefühl von Beständigkeit. Doch die mittleren Kapitel verlieren an Schwung, und die Geschichte erreicht nie ganz die Ambitionen ihrer Mechaniken. Es ist ein Spiel, das man wegen seiner Kämpfe spielen sollte, weniger wegen seiner Erzählung.
Bewertung: 6,4 von 10.
Das Notizbuch abonnieren.
Die besten Geschichten des Tages und jedes neue Urteil, in klarem Deutsch, um sieben im Postfach. Eine Mail am Tag, nicht mehr.





