Die Federal Reserve hat ihren Leitzins zum ersten Mal seit drei Jahren angehoben, und Anleger sortieren, was das für ihr Geld bedeutet. Die Zentralbank erhöhte ihren Federal-Funds-Satz um einen Viertelpunkt auf eine Spanne von 3,75 % bis 4 %, ein einstimmiges Votum von 12 zu 0 im Federal Open Market Committee (FOMC). Der Schritt beendet eine Phase, die bis Juli 2023 zurückreicht, als die letzte Erhöhung stattfand.
Die Argumente der Fed für eine Zinserhöhung
Die Entscheidung fiel nach Monaten öffentlicher Statements von Fed-Vertretern, die warnten, dass die Inflation weiterhin weit über dem 2-%-Ziel der Zentralbank liege. Die Inflation hat diesen Wert mehr als fünf Jahre in Folge überschritten, und die Summary of Economic Projections der Fed, bekannt als „Dot Plot“, zeigt, dass die politischen Entscheidungsträger noch immer hinterherhinken.
Zwölf der 18 politischen Entscheidungsträger erwarten eine weitere Erhöhung um einen Viertelpunkt vor Ende des Jahres. Vier weitere erwarten zwei weitere Erhöhungen, was insgesamt einen halben Punkt hinzufügen würde. Nur zwei erwarten, dass die Zinsen für den Rest des Jahres unverändert bleiben, und keiner erwartet, dass die Zinsen sinken.
Fed-Vorsitzender Kevin Warsh legte die Argumente vor der Abstimmung öffentlich dar. Er beschrieb die Entscheidung als „nüchtern“, „ernst“ und „verantwortungsvoll“. In Jackson Hole verwies er auf Anzeichen von Stärke in der Wirtschaft:
- Die realen Konsumausgaben sind trotz der Schocks robust geblieben und stiegen in den vergangenen vier Quartalen um mehr als 2 Prozent.
- Die Arbeitslosenquote liegt mit 4,1 % nach historischen Maßstäben weiterhin niedrig und hat sich seit einigen Jahren kaum verändert.
- Die Anträge auf Arbeitslosenunterstützung liegen nahe ihrem niedrigsten Stand seit Jahrzehnten.
Was die August-Daten zeigten
Die Zahlen aus August stützten seine Einschätzung. Der August-Arbeitsmarktbericht zeigte einen robusten Zuwachs von 162.000 Stellen, und die Arbeitslosenquote blieb stabil bei 4,1 %. Der Verbraucherpreisindex (CPI) für August zeigte eine jährliche Inflationsrate von 3,4 %.
Warshs Äußerungen befassten sich auch mit dem breiteren wirtschaftlichen Bild. Er merkte an, dass Zölle und der Krieg im Iran weiteren Aufwärtsdruck auf die Preise ausüben. Auf den politischen Druck gegen ihn ging er nicht direkt ein.
Als er von einem ABC-Korrespondenten nach Präsident Trump gefragt wurde, lachte Warsh leise und antwortete, er habe zu diesem Thema „nichts für Sie“.
Wer gewinnt und wer verliert
Nicht jeder erhält die gleichen Nachrichten von einer Zinserhöhung. Einige Sektoren werden Erleichterung spüren; andere werden unter Druck geraten.
Banken und andere Kreditgeber dürften von höheren Zinsen profitieren, da die Kreditkosten für Kunden steigen. Hausbauer und andere Immobilienaktien könnten negativ betroffen sein, da höhere Hypothekenzinsen den Hauskauf teurer machen. Unternehmen mit hohen Schulden könnten unter Druck geraten, wenn sie refinanzieren oder mehr Kredite aufnehmen müssen.
Die Kreditkosten sind bereits sichtbar. Die Zinsen für 30-jährige Hypotheken liegen bereits über 7,1 %.
Der lange Weg zum 2-%-Ziel
Die Fed erwartet nicht, ihr Inflationsziel von 2 % vor 2029 zu erreichen. Das ist noch weit entfernt, und es bedeutet, dass der aktuelle Straffungszyklus wahrscheinlich noch lange nicht vorbei ist.
Der Dot Plot zeigt ein gespaltenes Komitee, wobei einige eine Erhöhung erwarten, einige zwei und einige keine.
Aktien reagierten schnell
Der Aktienmarkt bewegte sich nach der Ankündigung schnell. Der S&P 500 fiel nach der Sitzung um mehr als 1 %, erholte sich aber vor Handelsschluss leicht.
Eine Gruppe von Anlegern hatte einen anderen Tag. Das Analystenteam von Motley Fool Stock Advisor identifizierte die 10 besten Aktien, die Anleger jetzt kaufen sollten, und der S&P 500 Index war nicht darunter. Zu den Empfehlungen gehörten Netflix und Nvidia, die beide über lange Zeiträume bemerkenswerte Renditen erzielt haben.
Eine frühere Stock-Advisor-Empfehlung für Netflix vom 17. Dezember 2004 hätte 1.000 $ auf 420.109 $ anwachsen lassen. Eine frühere Empfehlung für Nvidia vom 15. April 2005 hätte 1.000 $ auf 1.303.689 $ anwachsen lassen. Die durchschnittliche Gesamtrendite von Stock Advisor beträgt 938 %, verglichen mit 211 % für den S&P 500.
Worauf Anleger achten sollten
Die unmittelbare Erkenntnis ist einfach: Die Kreditkosten steigen, und sie werden wahrscheinlich weiter steigen. Für Verbraucher bedeutet das, dass Hypotheken, Autokredite und Kreditkartenzinsen in den kommenden Monaten allesamt leicht steigen könnten.
Für Anleger ist das Bild unklarer. Die Erholung des S&P 500 deutet darauf hin, dass der Markt die Zinserhöhung bereits eingepreist hatte, doch die Uneinigkeit unter den Fed-Vertretern bedeutet, dass weiterhin Unsicherheit besteht. Die eigenen Projektionen der Fed deuten darauf hin, dass die Zinsen noch weiter steigen könnten, und die Lücke zwischen der aktuellen Inflation und dem Ziel von 2% ist nach wie vor groß.
| Datum | Zinsmaßnahme | Zielspanne |
|---|---|---|
| Juli 2023 | Letzte Erhöhung | 3,75% bis 4% |
| Heute | Erhöhung um einen Viertelpunkt | 3,75% bis 4% |
| Ende des Jahres | Möglicherweise | Nicht näher angegeben |
Die entscheidende Unbekannte ist der weitere Weg. Das Dot Plot zeigt ein gespaltenes Gremium, und die eigene Prognose der Fed lässt das 2-Prozent-Ziel Jahre entfernt erscheinen. Anleger, die den Zyklus aussitzen wollen, müssen die Daten genau beobachten, nicht nur die Schlagzeilen.
Der politische Kontext
Der Zeitpunkt der Zinserhöhung fällt in eine Phase ungewöhnlichen politischen Drucks auf die Fed. Trump hat sich stark für niedrigere Zinsen eingesetzt, und sein Wunsch nach niedrigeren Zinsen wurde von einem Reporter auf der heutigen Pressekonferenz nach der Sitzung mit Warsh zur Kenntnis genommen.
Warshs Weigerung, sich zu dem Thema zu äußern, deutet darauf hin, dass die Fed versucht, ihre Position zu halten. Ob sie diese Position halten kann, während die Inflation hinterherhinkt, ist unklar.
Klar ist, dass die Fed die Zinsen zum ersten Mal seit drei Jahren erhöht, und Anleger müssen wissen, was das für ihr Geld bedeutet. Die Abstimmung war einstimmig, und die Marktreaktion erfolgte schnell. Der Weg zu 2 Prozent Inflation ist lang, und die Fed überlegt noch, wie viele Schritte dafür nötig sind.
Wo die Zeitung steht
Die Zeitung unterstützt die Senkung der Kreditkosten sowie die Gründung und Führung eines kleinen Unternehmens und ist gegen staatliche Mittel, die die größten Banken begünstigen und öffentliches Geld dort parken, wo die Bürger kein Mitspracherecht haben. Sie ist auch dagegen, dass die Fed ihre Befugnisse nutzt, um große Kreditnehmer gegenüber kleinen zu bevorzugen. Die Abstimmung war einstimmig, und der Markt reagierte schnell.
Die eigene Zusammenfassung der Wirtschaftsprognosen durch die Fed zeigt ein gespaltenes Gremium, wobei einige eine weitere Erhöhung erwarten, einige zwei und einige keine. Die Zeitung würde einen klareren Kurs bevorzugen, anstatt Unsicherheit darüber bestehen zu lassen, was als Nächstes kommt.
Die Leser sollten die Daten genau beobachten, nicht nur die Schlagzeilen, da die eigene Prognose der Fed das 2-Prozent-Ziel Jahre entfernt sieht und der weitere Weg unklar bleibt.
Quellenmaterial: „The Federal Reserve Raises Interest Rates for the First Time in 3 Years. Here’s What Investors Need to Know.“, Yahoo Finance.
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