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Hamilton sagte, die Titelhoffnungen von Ferrari blieben trotz der jüngsten Rückschläge stark.

Hamilton verteidigt Ferraris Titelchancen inmitten von «Düsterkeit und Pessimismus» und fordert die Fans auf, nach einer Saison 2025 ohne Siege die positiven Aspekte zu betrachten.

Von mitch·7 Min. Lesezeit
A red Ferrari Formula 1 car speeds down a wet racetrack at night during a dramatic Grand Prix.

Lewis Hamilton verteidigt Ferraris schwächelnde Titelambitionen, indem er lobt, wo das Team im vergangenen Jahr stand, als es überhaupt nichts gewonnen hat. Der siebenfache Weltmeister forderte Kritiker auf, „die positiven Aspekte“ von Ferraris Saison zu betrachten, selbst als seine eigenen Hoffnungen auf eine Titelverteidigung geschwunden sind.

Hamiltons und Ferraris Chancen auf den Gewinn der diesjährigen Weltmeisterschaft sind in den letzten Rennen geschrumpft. Der Brite ist seit dem Grand Prix von Großbritannien Anfang Juli nicht mehr auf das Podium gelangt. Ein Ausfall im ersten Rennen der Saison beim letzten Rennen in Madrid ließ Hamilton erstmals in dieser Saison über 100 Punkte hinter Kimi Antonelli zurückfallen, der die Meisterschaft anführt.

Antonellis Gesamtführung in der Tabelle beträgt 81 Punkte gegenüber Mercedes-Teamkollege George Russell.

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Hamiltons positive Sichtweise

Hamilton wurde im Hinblick auf das diesendliche Grand Prix von Aserbaidschan, den 15. von insgesamt 23 geplanten Rennen, nach seinen eigenen Titelchancen gefragt. Er antwortete mit einer nüchternen Einschätzung der Differenz.

„Nun, ich meine, er liegt 101 Punkte vor mir“, sagte Hamilton. „Alleine in zwei Rennen hat er etwas wie 40 Punkte auf mich aufgeholt, und wir haben so hart daran gearbeitet, hier und da nur ein paar Punkte zu gewinnen.“

Es gäbe noch einen langen Weg vor ihm, argumentierte er, und sein Fokus liege darauf, den zweiten Platz in der Fahrerwertung zu halten. Er wolle auch dazu beitragen, dass Ferrari die Konstrukteurswertung sichert, was den Sieg über Mercedes erfordern würde.

„Es ist noch ein langer Weg vor uns und ich denke, mein Fokus liegt darauf, wenn wir den zweiten Platz halten können – wenn nicht irgendwie Mercedes einholen können – für die Konstrukteure, dann wäre das bemerkenswert“, sagte er.

Er forderte die Fans außerdem auf, das Gesamtbild zu berücksichtigen. „Ich denke, es geht auch darum, daran zu denken, wo wir letztes Jahr standen und wie weit wir uns dieses Jahr entwickelt haben, und obwohl es manchmal düster erscheinen mag, muss man die positiven Aspekte sehen.“

Ferrari erlebte 2025 eine Saison ohne Siege und rutschte auf den vierten Platz der Konstrukteurswertung zurück. Hamilton selbst erlebte eine schwierige erste Saison in Rot ohne Podestplätze zum ersten Mal in seiner Karriere.

Aber er siegte erstmals beim Spanischen Grand Prix im Juni, und Charles Leclerc triumphierte zwei Rennen später in Silverstone.

Die Zahlen hinter der Lücke

Das Ausmaß von Antonellis Führung ist das deutlichste Zeichen für Ferraris Niedergang. Hier eine Übersicht über die Zahlen:

  • Antonelli führt die Fahrerwertung mit 81 Punkten vor Russell.
  • Antonelli führt Hamilton mit 101 Punkten.
  • Russell liegt in der Wertung mit 20 Punkten hinter Hamilton.
  • Antonelli hat in dieser Saison bisher acht Rennen gewonnen.
  • Ferrari hat dieses Jahr noch keinen Grand Prix gewonnen.

Hamilton sagte: „Wir haben gekämpft, wir hatten Siege und Podien, das Team hat eine unglaubliche Arbeit geleistet, was die Einführung von Verbesserungen betrifft, man muss also wirklich die guten Dinge anerkennen, die wir dieses Jahr geleistet haben.“

„Ich weiß, dass sich viele Leute auf die negativen Aspekte konzentrieren. Für mich gilt aber wieder: Wenn ich mit George kämpfen und ihn irgendwie überholen kann, was angesichts der Tatsache, dass Mercedes führend ist, sehr schwierig wäre… wenn wir am Ende des Jahres es schaffen, in den Top Drei zu bleiben, vielleicht sogar Zweiter zu werden, dann würde ich das als eine große Leistung für uns als Team ansehen.“

Reaktionen von George Russell

George Russell, Hamiltons ehemaliger Teamkollege bei Mercedes, hatte ebenfalls mit eigenen Schwierigkeiten zu kämpfen, sich an die neuen Fahrzeuge für 2026 anzupassen. Er sprach offen über seine Probleme, seinen natürlichen Fahrstil an die völlig neue Technik anzupassen.

Der Spanische Grand Prix vor zwei Wochen sah zu, wie Russell einen saisonalen Höchststand an Punkten hinter Antonelli einbüsste, der die letzten beiden Grands Prix gewonnen hat, um seine bisherige Bilanz auf insgesamt acht in einer außergewöhnlichen zweiten Saison der Formel 1 zu erhöhen.

Russell bleibt der Titelanwärter vor der Saison, hat sich aber effektiv aus dem Titelrennen ausgeschlossen. Sein Ansatz für jedes Rennwochenende werde sich nicht ändern, betonte er.

„Ich werde weiterhin jeden einzelnen Rennlauf kämpfen, bis es mathematisch unmöglich ist“, sagte er. „Aber es ändert nichts daran, wie ich meinen Job angehe. Ich möchte versuchen, jeden einzelnen Rennlauf zu gewinnen und jedes Mal die Pole-Position zu erreichen. Das ist mein Ziel.“

„Das ist es, worauf ich jeden einzelnen Wochenende hinarbeite, und was danach passiert, wird geschehen. Es gibt natürlich einen enormen Rückstand, aber das ist im Moment überhaupt keine Überlegung. Die Leistung hat oberste Priorität.“

Das Wochenendprogramm

Fans in Großbritannien können die Trainingssessions für den Grand Prix von Aserbaidschan am Donnerstag live auf Sky Sports F1 verfolgen. Die Sessions beginnen um 9.30 Uhr und 13.00 Uhr.

Der vollständige Sky Sports F1-Zeitplan für Donnerstag, den 24. September, umfasst:

  • 6.55 Uhr: F2-Training
  • 9.00 Uhr: Azerbaijan GP Training Eins (Session beginnt um 9.30 Uhr)
  • 10.55 Uhr: F2-Qualifying
  • 12.00 Uhr: Pressekonferenz der Teamverantwortlichen
  • 12.30 Uhr: Azerbaijan GP Training Zwei (Session beginnt um 13.00 Uhr)

Alle Zeiten sind britischer Ortszeit.

Eine Saison, die auf Siegen basiert

Hamiltons Argumentation beruht auf einem einfachen Vergleich: Ferrari hat dieses Jahr Rennen gewonnen, anders als im vergangenen Jahr. Das ist ein berechtigter Punkt.

Ferraris Siege kamen beim Großen Preis von Spanien, wo Hamilton die Zielflagge bekreuzte, und in Silverstone, wo Leclerc gewann. Diese Siege sind real.

Das Team beendete die Saison 2023 auf dem vierten Platz in der Herstellerwertung. Es gewann keine Rennen und hatte während der gesamten Saison mit Schwierigkeiten zu kämpfen. Der Abstand zwischen damals und heute ist nicht groß, und Hamilton weiß das.

Was das Team zeigen muss

Ferraris jüngste Ergebnisse wurden durch operative und strategische Probleme beeinträchtigt, die im eigenen Verantwortungsbereich liegen. Das Auto war in den Qualifikations- und frühen Trainingssitzungen konkurrenzfähig, aber das Team hat es nicht gut genug verstanden, dies zu nutzen.

„Ich denke, es gibt positive Aspekte, die wir aus den letzten Rennen ziehen können, aber sie waren nicht die besten in Bezug auf die Ausführung und wir haben nicht die besten Ergebnisse erzielt“, sagte Hamilton.

„Aber die positiven Aspekte, die wir mitnehmen und versuchen, aus den Bereichen zu lernen, in denen wir nicht so gut waren. Ich glaube, wir können uns verbessern und ich denke, wir haben es.“

Die Frage für Ferrari ist, ob diese Verbesserungen schnell genug eintreffen. Der Kalender wird kürzer, und der Abstand zu Antonelli wächst mit jedem Rennen.

Hamiltons eigenes Ziel ist im Vergleich zu seinen eigenen Standards bescheiden. Einen zweiten Platz in der Fahrerwertung zu halten und Ferrari dabei zu helfen, den Hersteller-Titel zu sichern, wäre eine „riesige Leistung“ für ein Team, das im vergangenen Jahr nichts gewonnen hat.

Der Aserbaidschan-Test

Der Große Preis von Aserbaidschan bietet Ferrari die Chance zu zeigen, was es auf einem Stadtkurs kann. Die Strecke erfordert Grip und Handling.

Hamilton freut sich auf das Wochenende. Er glaubt, dass das Team sich verbessern kann. Ob dieser Glaube in Ergebnisse umgesetzt wird, ist eine andere Frage.

Die Sessionzeiten sind festgelegt, die Fahrer sind bereit, und der Rückstand ist fixiert. Antonelli führt mit 81 Punkten. Hamilton liegt 101 Punkte zurück. Russell liegt 20 Punkte hinter Hamilton.

Die Saison ist lang, aber der Titel ist verloren. Die verbleibende Frage ist, ob Ferrari dort enden kann, wo Hamilton sagt, es gehöre.


WICHTIGE FAKTENBOX

  • Antonelli führt die Fahrerwertung mit 81 Punkten Vorsprung auf Russell an.
  • Antonelli führt Hamilton mit 101 Punkten.
  • Russell liegt in der Wertung 20 Punkte hinter Hamilton.
  • Antonelli hat in dieser Saison bisher acht Rennen gewonnen.
  • Ferrari hat dieses Jahr noch keinen Grand Prix gewonnen.
  • Ferrari beendete die Konstrukteurswertung im letzten Jahr auf dem vierten Platz.
  • Hamiltons erster Sieg dieses Jahres kam beim Grand Prix von Spanien.
  • Leclerc gewann zwei Rennen später in Silverstone.

Quelle: „Hamilton verteidigt Ferrari angesichts von Kritik an ‚Düsternis und Pessimismus’“, Sky Sports.

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