Hunt: Showdown 1896 versetzt dich 1896 mit einem Gewehr, einem Ziel und einer Karte voller Menschen, die dasselbe wollen wie du, in den Louisiana-Bayou. Crytek Frankfurt entwickelte einen Ego-Shooter, der zugleich Simulation, Horror-Spiel und Überlebenstest ist, und verlangt von dir, ihn allein, zu zweit oder in einem Dreierteam zu spielen. Helden gibt es hier nicht. Das ist das Versprechen, und das ist auch das Problem.
Trailer, via IGDBcom.
Der Bayou und die Beute
Das Szenario ist einfach genug, um es in einem Atemzug zu erklären. Du bist ein Hunter. Albtraumhafte Monster haben den Bayou befallen, und deine Aufgabe ist es, eines aufzuspüren, zu töten und zu verbannen. Hinweise führen dich zum Ziel. Andere Hunter jagen dieselbe Belohnung, und sie werden sie zuerst erreichen, wenn du langsam bist.
Sobald du die Beute in der Hand hast, ändern sich die Regeln. Jeder andere Hunter auf der Karte weiß nun, wo du bist und was du bei dir trägst. Das Spiel nennt dies das Showdown, und es ist der Moment, um den das gesamte Design herum gebaut ist. Du kannst kämpfen, du kannst rennen, oder du kannst sterben, während du den Preis hältst.
Töte und verbanne dein Ziel, sammle die Beute ein und mach dich dann für das Showdown bereit; sobald die Beute in deinen Händen ist, wird jeder andere Hunter auf der Karte hinter deinem Preis her sein.
Waffen aus der Zeit und eine Blutlinie, die ernährt werden will
Hunt: Showdown 1896 bewaffnet dich mit brutalen, von der damaligen Zeit inspirierten Waffen statt mit moderner Ausrüstung. Das Tempo folgt aus dieser Entscheidung. Nachladen dauert. Ein danebengegangener Schuss ist keine kleine Unannehmlichkeit.
Der Fortschritt läuft über die Blutlinie. Du steigst auf, schaltest Ausrüstung frei und sammelst beim Spielen Erfahrung und Gold. Diese Struktur verleiht der Mehrspieler-Schleife einen langen Atem, bedeutet aber auch, dass neue Spieler ihre ersten Stunden gegen Hunter antreten, die ihre Blutlinie bereits ernährt haben.
Das Spiel unterstützt Einzelspieler-, Mehrspieler- und Koop-Modi auf Xbox Series X|S, PlayStation 4, PlayStation 5, Xbox One und PC. Die Ego-Perspektive hält dich nah am Schlamm und am Mündungsfeuer. Genre-Bezeichnungen häufen sich — Shooter, Simulation, Action, Horror, Survival — und das Spiel verdient die meisten davon.
Eine 7,5, die passt
Der Kritiker-Durchschnitt von IGDB liegt bei 7,5/10 über fünf Publikationen, und diese Zahl landet dort, wo sie landen sollte. Hunt: Showdown 1896 ist kein Spiel mit einer verborgenen Obergrenze. Es ist ein Spiel mit einer echten, und diese Obergrenze ist genau das, was es funktionieren lässt.
Die PvPvE-Struktur ist der kluge Teil. Monster geben jedem Match ein gemeinsames Ziel, und andere Hunter geben diesem Ziel einen Preis. Der Bayou ist eine dunkle, erbarmungslose Welt, und das Spiel mildert sie nicht ab. Im Team zu zweit oder dritt zahlt sich die Spannung aus, denn die Beute macht deine Partner zu den einzigen Menschen, denen du vertrauen kannst, und zu den Menschen, die dich am wahrscheinlichsten umbringen.
Die Reibung ist ebenfalls real. Die Waffen der Epoche und die langsamen Nachladezeiten bestrafen jeden, der den Rhythmus eines modernen Shooters erwartet. Das Bloodline-Grinding stellt eine Wand vor neue Spieler. Und die Horror-, Survival- und Simulator-Tags ziehen alle in leicht unterschiedliche Richtungen, was bedeutet, dass sich Hunt: Showdown 1896 selten vollständig auf eines davon festlegt.
Was die Wertung bedeutet
7,5/10 ist keine Abweisung. Es ist eine Messung. Hunt: Showdown 1896 macht eine Sache besser als fast alles andere in seinem Genre — es macht die Belohnung zur Gefahr — und es macht mehrere kleinere Dinge gut genug, um dich im Bayou zu halten. Die Beute ist das ganze Spiel, und das Spiel weiß es.
Wichtige Fakten – Erscheinungsjahr: 2019 – Entwickler und Publisher: Crytek (Crytek Frankfurt) – Plattformen: Xbox Series X|S, PlayStation 4, PlayStation 5, Xbox One, PC – Modi: Einzelspieler, Mehrspieler, Kooperativ – Kritikerwertung: 7,5/10 (IGDB-Durchschnitt, 5 Publikationen)
Wertung: 7,5 von 10
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