„Some heroes juct click“ ist der Slogan für LEGO Star Wars: The Mandalorian, und der Tippfehler leistet ganze Arbeit. Dieser 50-minütige Film unter der Regie von Chris Buckley will eine Siegesrunde für seine Helden sein. Was er liefert, ist eine Party, die immer wieder unterbrochen wird.
Trailer, via Star Wars.
Eine Truppe von Außenseitern auf einem Planeten
Das Setup ist dünn. Der Mandalorianer und Grogu versammeln ihre Verbündeten zu einer Feier ihres Heldentums. Freunde erzählen der Menge abwechselnd Geschichten vergangener Abenteuer. Dann naht eine Piratengefahr, die den Spaß verdirbt. Das ist der ganze Motor: ein Wiedersehen, ein Trinkspruch, ein Überfall.
Gavin Hammon nimmt den Helm
Gavin Hammon spricht den Mandalorianer, und die Rolle verlangt ihm Szenen ab, in denen die Figur meist steht und zuhört. Amy Sedaris kehrt als Peli Motto zurück, Bill Burr als Migs Mayfield, David Pasquesi als Majordomo. Katee Sackhoffs Bo-Katan Kryze und Emily Swallows Die Armorer bekommen weniger zu tun, als die Besetzung vermuten lässt.
Giancarlo Esposito und das Bösewicht-Problem
Giancarlo Esposito spricht Moff Gideon, was eine Frage aufwirft, die der Film nie beantwortet. Warum bringt man den besten Antagonisten der Saga für eine Party zurück? Espositos Stimme ist unverkennbar, und der Film setzt sie als Cameo ein statt als Bedrohung.
Die Nebenriege ist tief besetzt. Ming-Na Wen als Fennec Shand, Nick Nolte als Kuiil, Rosario Dawson als Ahsoka Tano, Taika Waititi als IG-11 und IG-12, Matthew Wood als Bib Fortuna, die Jawas und ein Kowakianischer Affenechse.
Der LEGO-Gag, der nie zündet
LEGO-Filme stehen und fallen mit einer Idee: Die Spielzeuglogik sollte der Witz sein. Hier sind die Steine bloß Kulisse. Niemand baut mitten im Sturz ein Schiff um, niemand zieht sich ein Glied ab und rastet es wieder ein. Die Piratengefahr droht, die Verbündeten sammeln sich, und der Film spielt wie eine gewöhnliche Animations-Special mit Noppen drauf.
Das ist das eigentliche Scheitern von LEGO Star Wars: The Mandalorian. Eine Laufzeit von 50 Minuten reicht für einen guten Gag. Buckleys Film findet ihn nie.
Was die Partei richtig macht
Die Sprecherbesetzung ist der stärkste Aktivposten. Burrs Mayfield hat eine komische Note, und Waititis Droidenarbeit bleibt das zuverlässigste Lachen im Raum. Für jüngere Zuschauer wird das Wiedersehen zünden. Vertraute Gesichter, kurze Laufzeit, keine Hausaufgaben nötig.
Eine Siegesrunde ohne Rennen
Der Mandalorianer hat eine Feier verdient. Diese ist es nicht. Eine Party, bei der nichts schiefgeht bis zum letzten Akt, ist eine Party, an die sich niemand erinnert, und die Piratengefahr kommt zu spät, um von Bedeutung zu sein. Der Film ehrt seine Figuren namentlich und gibt ihnen dann nichts zu tun, außer zu winken.
Fans der Serie werden die Besetzungsliste zufriedenstellend finden. Eine Geschichte werden sie nicht finden. LEGO Star Wars: The Mandalorian ist ein 50-minütiger Vorhangruf, der vergaß, den Vorhang zu heben.
6,4 von 10
FAKTENKASTEN
- Titel: LEGO Star Wars: The Mandalorian (2026)
- Regie: Chris Buckley
- Laufzeit: 50 Minuten
- Genre: Animation, Science-Fiction, Abenteuer, Familie, Action
- Kritikerwertung: 6,4/10 (PhonoFilm)
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