George Millers „Mad Max: Fury Road“ läuft 121 Minuten und steht kaum still. Der vierte Film der „Mad Max“-Reihe bringt Tom Hardy ans Steuer als Max Rockatansky und Charlize Theron an seiner Seite als Imperator Furiosa, und die ganze Geschichte ist eine lange Strassenbattle in einer Wüste, in der Benzin und Wasser knapp sind.
Trailer, über Warner Bros..
Die Zitadelle und Immortan Joe
Die Ausgangssituation ist schlicht und schnell. Hugh Keays-Byrne spielt Immortan Joe, einen Kriegsherrn, der eine Festung namens Zitadelle beherrscht und fünf „Frauen“ – Toast, Capable, Cheedo, die Dag und Angharad – unter sich hält. Zwei von ihnen, die Dag und Angharad, sind schwanger mit seinen Kindern. Als Joe erfährt, dass die Frauen in Furiosas gepanzerten War Rig geflohen sind, führt er seine gesamte Armee hinter ihnen her.
Max als Universalspender
Max ist ein Universalspender, gefangen und an ein Auto geschnallt, damit er Nux, einen kranken Kriegsjungen, gespielt von Nicholas Hoult, mit Blut versorgen kann. Dieses Detail ist das beste Beispiel für Wirtschaftlichkeit des Films: Max beginnt die Geschichte als Ressource, nicht als Held. Er befreit sich erst, nachdem Nux versucht hat, das Rig in die Luft zu jagen.
Eine Strassenbattle, die nicht nachlässt
Furiosa hat im Voraus vereinbart, Benzin gegen sichere Passage durch eine Schlucht einzutauschen, die von einer Biker-Gang kontrolliert wird. Die Biker verraten sie, sobald sie Joes Armee entdecken, sprengen die Schluchtmauern und geben die Verfolgung frei. Joe fährt mit einem Monster-Truck über die Blockade.
Die Besetzung rund um Hardy und Theron ist tief:
- Riley Keough als Capable
- Zoë Kravitz als Toast the Knowing
- Abbey Lee als The Dag
- Courtney Eaton als Cheedo the Fragile
- Rosie Huntington-Whiteley als The Splendid Angharad
- Nathan Jones als Rictus Erectus
- Josh Helman als Slit
Miller’s Long Road to the Screen
Miller hatte die Idee 1987. Der Film befand sich über Jahre in der Entwicklung. Versuche, in den 2000er Jahren zu drehen, wurden durch die Anschläge vom 11. September, den Irak-Krieg und Kontroversen um Mel Gibson verzögert, was Miller dazu veranlasste, die Rolle des Max neu zu besetzen. Er griff das Projekt 2007 nach Happy Feet wieder auf, kündigte einen Starttermin für 2011 an und besetzte Hardy im Juni 2010.
What Holds and What Doesn’t
Keays-Byrne verleiht Joe in seiner letzten Filmrolle die Gewichtigkeit, die der Film benötigt. Theron trägt die emotionale Linie. Hardy ist gut, hat aber weniger zu tun — Max ist über lange Strecken ein Passagier in seinem eigenen Film.
Die Verfolgungsjagd ist der Punkt, und Miller hält sie sauber und verständlich. Was fehlt, ist ein Grund, langsamer zu werden. Der Film ist eine Maschine, die auf Schwung ausgerichtet ist, und er verdient seine ruhigeren Momente nie ganz.
7,6 von 10.
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