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Mein kleines Monster: Ein ruhiges Schulpraktikum, das seine Grenzen kennt. )

Ein ruhiges Schulpuzzle über ein Mädchen ohne Interessen und das Monster, das ihre Welt verändert, ein kleiner Moment nach dem anderen. )

Von mitch·6 Min. Lesezeit
Two lonely students sit together, sharing a quiet moment of mutual understanding.

Shizuku Mizutani ist ein Mädchen, das absolut keine Interessen außer dem Lernen und ihren Zukunftsplänen hat. Das ist die Grundprämisse von My Little Monster, und eine Prämisse, die öfter aufgeht, als dass sie ins Leere läuft. Dieser Anime aus dem Jahr 2012, adaptiert aus dem Manga von Robico, läuft über eine Staffel mit 13 Episoden. Er wurde erstmals am 2. Oktober 2012 auf TV Tokyo, TV Osaka, TVh, TV Aichi und TVQ ausgestrahlt und endete am 25. Dezember desselben Jahres. Die Serie wurde während ihrer ursprünglichen Ausstrahlung von Crunchyroll lizenziert und ist nach wie vor ein zentraler Bestandteil des Genres der unbeholfenen, still bewegenden Schulsportdramen.

Trailer, über NIS America.

Shizuku und Haru

Die Serie folgt Shizuku, einem Mädchen, das als „Trockeneis“ bezeichnet wird und als emotionslos und kalt gilt. Sie arbeitet hart, um in der Klasse ganz oben zu stehen, allein, aber konzentriert. Als sie mit der Lieferung von Unterrichtsmaterialien zu Yoshida Haru beauftragt wird, beginnt ihre Welt rasch zu expandieren. Haru, der selten die Schule besucht, begrüßt sie als Freundin bei ihrer ersten Begegnung. Die zentrale Beziehung der Serie ist zwischen zwei Menschen, die ihr Leben allein verbracht haben, und die frühen Episoden nehmen sich viel Zeit, um zu erklären, warum jeder von ihnen einsam war.

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Yamaguchi Kenji ist Shizukus langjähriger Freund und die erste Person, zu der sie sich wendet, als sich ihr Leben verändert. Chizuru Oshima und Natsume Asako sind zwei weitere Mädchen im Umfeld von Shizuku, und jede von ihnen erhält einen eigenen Handlungsbogen, der mit ihrer Auseinandersetzung mit ihren wachsenden Gefühlen verbunden ist. Yoshida Yuuzan, Sohei Sasahara, Misawa Mitsuyoshi, Mapo und Nagoya füllen die Welt um Haru herum aus, und die Serie schenkt jedem von ihnen einen kleinen, aber aussagekräftigen Moment oder zwei.

Shizukus Stimme wird von Haruka Tomatsu gesprochen, und Takuma Terashima spricht Yamaguchi Kenji. Tatsuhisa Suzuki spricht Yoshida Haru, Kana Hanazawa spricht Chizuru Oshima, Atsumi Tanezaki spricht Natsume Asako, Yuichi Nakamura spricht Yoshida Yuuzan, Ryota Osaka spricht Sohei Sasahara, Tomoyuki Higuchi spricht Misawa Mitsuyoshi, Atsushi Abe spricht Mapo und Yuki Ono spricht Nagoya. Nozomi Sasaki spricht Mr. Saeko. Der Sprechcast ist durchweg stark, und die Behandlung von Harus Handlungsbogen wäre ohne die überzeugenden Leistungen nicht möglich.

Das Trockeneis-Problem

Der Titel der Serie stammt vom japanischen Namen des Mangas, となりの怪物くん, was übersetzt „Das Monster neben mir“ bedeutet. Haru ist das Monster des Titels und wird im anfänglichen Aufbau der Geschichte gewalttätig und unkontrollierbar dargestellt. Aber die Anime-Adaption trifft die bewusste Entscheidung, seine Freundlichkeit und Sanftmut von Anfang an zu zeigen, und es ist weniger eine langsame Enthüllung als eine stetige Veränderung der Art und Weise, wie andere auf ihn reagieren. Shizukus Spitzname rührt von ihrer Wahrnehmung als emotionslos und kalt her, aber die Serie macht deutlich, dass sie nicht tatsächlich kalt ist. Sie ist einfach nur auf ihr Studium konzentriert, und die Serie verbringt ihre ersten Episoden damit, den Fall aufzubauen, dass sie eine tiefe Gefühlswelt besitzt, die sie noch nicht gelernt hat, auszuleben.

Die Ausgangssituation ist einfach: Shizuku hat die Aufgabe, Klassenarbeiten zu Harus Haus zu bringen, und die beiden beginnen sofort eine neue Beziehung. Haru begrüßt sie als Freundin, und diese Begrüßung ist das erste Zeichen dafür, dass er sie als etwas anderes als eine Schülerin betrachtet. Die Beziehung wächst langsam, wobei Haru seine Liebe zu Shizuku bereits beim ersten Treffen gesteht, während Shizuku deutlich länger braucht, um ihre eigenen Gefühle für ihn zu erkennen und zu akzeptieren. Diese Diskrepanz zwischen ihren beiden Seiten ist der Motor der gesamten Geschichte.

Wo die Serie funktioniert

Die Anime-Adaption ist am besten, wenn sie das Tempo verlangsamt und Shizukus und Harus kleine Interaktionen atmen lässt. Es gibt Momente, in denen die Serie einfach zwei Menschen zeigt, die zusammen sitzen und über nichts im Besonderen sprechen, und diese Momente wiegen mehr als jede große Szene. Der Humor der Serie entspringt derselben Quelle: kleinen Missverständnissen, peinlichen Momenten und der seltsamen Logik davon, wie Menschen tatsächlich miteinander sprechen. Nichts davon ist besonders aufwendig, aber es ist durchweg gut gemacht.

Die Darstellung von Harus Entwicklung ist besonders gelungen. Haru wird zunächst als gewalttätiges und unkontrollierbares Monster dargestellt, aber die Anime-Serie entscheidet sich bewusst dafür, seine Freundlichkeit und Sanftmut von Anfang an zu zeigen. Die Serie ist nicht an eine allmähliche Enthüllung interessiert; sie möchte zeigen, wie sein Ruf und sein wahres Selbst zwei unterschiedliche Dinge sind, und wie die Menschen um ihn herum langsam die wahre Haru unter der Oberfläche zu erkennen beginnen. Der Fokus der Serie darauf, wie Harus Verhalten durch seine Isolation geprägt wird, ist einer ihrer fesselndsten Aspekte.

Wo die Serie schwächelt

Die schwächsten Momente der Serie entstehen, wenn sie versucht, zu schnell voranzukommen. Die Beziehung zwischen Shizuku und Haru entwickelt sich unterschiedlich schnell, und die Serie versucht manchmal, diese Diskrepanz zu glätten, anstatt sie hinzunehmen. Die Serie neigt dazu, sich überstürzt auf ihre großen emotionalen Höhepunkte zuzubewegen, und in diesen Momenten verliert das Pacing die sorgfältige Kontrolle, die es an anderer Stelle zeigt. Einige der Nebenfigurenstränge wirken dünn, besonders wenn die Serie zu ihnen zurückkehrt, nachdem die Hauptgeschichte vorangegangen ist.

Die Darstellung von Shizukus Gefühlen ist weniger konsistent als die Darstellung von Harus Gefühlen. Die Serie verbringt viel Zeit damit, zu beweisen, dass Shizuku nicht so kalt ist, wie sie scheinen mag, aber es dauert länger als nötig, bis diese Behauptung überzeugend ist. Die zentrale Frage der Serie – ob Shizuku ihre Konzentration auf ihr Studium aufrechterhalten kann – wird nie vollständig beantwortet, und die Serie endet, bevor diese Frage auf eine Weise oder andere geklärt ist.

Der Cast und der Sound

Der Sprechcast ist durchweg stark, und die Verwendung von charakter-spezifischen Sprechweisen hilft dabei, jede Person zu unterscheiden. Der Soundtrack der Serie ist sanft statt auffällig und hält sich im Hintergrund, wo er hingehört. Die Animation der Serie ist sauber und gut lesbar, und sie verlangt nicht mehr, als nötig ist, um die Geschichte zu erzählen.

Eine langsam brennende Geschichte

Die Struktur der Serie ist unkompliziert. Sie begleitet Shizuku und Haru, während sie lernen, sich umeinander und ihre Freunde und Familie zu kümmern. Das Tempo der Serie ist bedacht, und sie vertraut dem Publikum darauf, kleine Momente hinzunehmen, anstatt zur nächsten großen Sache zu eilen. Dieses Vertrauen zahlt sich öfter aus, als es misslingt.

  • Die Darstellung von Harus Entwicklung ist der stärkste Aspekt der Serie, der zeigt, wie sein Ruf und sein wahres Selbst zwei unterschiedliche Dinge sind.
  • Der Fokus der Serie darauf, wie Harus Verhalten durch seine Isolation geprägt wird, ist fesselnd.
  • Die kleinen, stillen Momente wiegen mehr als jede große Szene jemals könnte.
  • Die Serie hetzt manchmal auf ihre großen emotionalen Höhepunkte zu und verliert dabei die sorgfältige Kontrolle, die sie andernorts zeigt.
  • Shizukus Gefühle brauchen länger, als sie sollten, um richtig anzukommen.
  • Die Serie endet, bevor die Frage geklärt ist, ob Shizuku ihre Konzentration auf ihr Studium aufrechterhalten kann.

Das Urteil

My Little Monster ist eine kleine, fokussierte Serie, die genau weiß, was sie sein will. Es ist keine Serie über großes Drama oder Spektakel, und es gibt auch nicht vor, es zu sein. Es ist eine Serie über zwei einsame Menschen, die lernen, einander zu lieben, und das macht sie gut. Die Schwächen der Serie sind real, aber sie sind klein im Vergleich zu dem, was sie richtig macht. Es ist eine Serie, die sich für jeden lohnt, der langsam brennende, von Charakteren getriebene Geschichten mag.

Die Bewertung der Serie liegt bei 8,2/10, und diese Zahl fühlt sich richtig an. Es ist keine perfekte Serie, aber eine sehr gute.

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