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Neun Jahre später kommt die Sammleredition von ELEX immer noch schwerwiegender an als die meisten Sci-Fi-RPGs.

Ein seltenes Element fällt auf eine verwüstete Welt, und eine Geschichte von Mech und Magie entfaltet sich, getrübt durch ungleichmäßigen Kampf und dünne Quests.

Von mitch·4 Min. Lesezeit
A colossal mechanical warrior strides through a ruined city amid dust and ruin.

Magellan war ein Planet mit Blick in die Zukunft. Dann traf der Meteor ein. ELEX stellt eine einfache Frage: was tut man, wenn ein seltenes Element vom Himmel fällt und alles verändert. Die Antwort, in Piranha Bytes’ neuem RPG, ist alles andere als einfach.

Der deutsche Entwickler hinter der Gothic-Reihe baute ELEX als Science-Fantasy-Hybrid, der Mech-Kriegsführung mit Magie in einer postapokalyptischen Welt vereint. Die Collector’s Edition, die 2017 für PC, PlayStation 4 und Xbox One veröffentlicht wurde, beinhaltet eine Premium-Displaybox, eine Magier-Figur, eine Stoffkarte, ein Amulett für eine Begleitdrohne, eine Original-Soundtrack-CD, ein Kunstbuch, eine „Making Of“-DVD und ein Schnellstart-Handbuch. Dieses Paket verkauft eine Vision von Größe, auch wenn das Spiel darunter Schwierigkeiten hat, seine eigenen Versprechen zu halten.

Der Meteor und das Element

Die Prämisse ist stark. Elex ist eine seltene Ressource, die mit dem Meteor auf die Erde kam, die Maschinen betreiben, die Tür zur Magie öffnen oder das Leben in neue Formen verwandeln kann. Die Überlebenden des Einschlags stehen zwischen drei Lagern: denen, die das Element industrialisieren wollen, denen, die es für Magie nutzen wollen, und denen, die befürchten, dass beide Wege zerstören werden, was von der Menschheit übrig geblieben ist.

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Der zentrale Konflikt ist ein echter Haken. Er fordert die Spieler auf, eine Seite zu wählen und mit den Konsequenzen zu leben. In der Praxis stützt sich das Spiel stark auf Kampf und Erkundung, und das politische Drama erreicht nie ganz die Höhe, die der Pitch suggeriert.

Kampf und das Mech-System

Der Kampf in ELEX ist der Kern der Erfahrung. Spieler können Mechs steuern, Schwerter schwingen, Zauber wirken oder beide Ansätze kombinieren. Das Mech-System ist der Bereich, in dem das Spiel am hellsten erstrahlt. Das Steuern einer riesigen Maschine durch zerstörte Städte fühlt sich deutlich an, und das Gewicht jedes Schlages trifft mit Nachdruck.

Aber das Schwertspiel außerhalb des Mechs mangelt es an der gleichen Präzision. Gegner fühlen sich oft billig an, und die Schwierigkeitskurve des Spiels ist inkonsistent. Einige Kämpfe erfordern Geduld, andere fühlen sich kaputt an. Das Tempo leidet darunter.

Die Welt von Magellan

Magellan ist eine riesige, verwüstete Landschaft. Städte liegen in Trümmern, Wälder verbergen Geheimnisse, und das Open-World-Design fördert das Umherstreifen. Die Kunstrichtung des Spiels ist stark, mit einer Farbpalette, die zwischen Trostlosigkeit und Staunen wechselt. Die Weltkarte ist dicht mit Quests, Nebeninhalten und versteckten Bereichen.

Das Problem ist, dass diese Dichte nicht in Tiefe resultiert. Viele Orte wirken austauschbar, und die Quests, die sie füllen, bieten selten frische Ideen. Das Ehrgeiz des Spiels ist im Layout sichtbar, weniger aber in der Umsetzung.

Der Magier und die Drohne

Die Sammleredition enthält eine Mage-Figur und ein Amulett für die Begleitdrohne. Dies sind kleine Details, aber sie sprechen für die Identität des Spiels. ELEX will ein ernstes Sci-Fi-Rollenspiel mit einem mystischen Kern sein, und diese Gegenstände repräsentieren diese Spannung visuell.

Das Kunstbuch und die „Making Of“-DVD bieten einen Blick hinter die Kulissen. Für Sammler sind die Premium-Box und die Stoffkarte die Hauptattraktion. Die Soundtrack-CD rundet ein Paket ab, das das Originalmaterial respektiert, auch wenn das Endprodukt nicht an Größe heranreicht.

Was funktioniert und was nicht

Die Stärken von ELEX sind leicht aufzuzählen:

  • Der Mech-Kampf macht wirklich Spaß.
  • Die Welt ist in ihrem Umfang ehrgeizig.
  • Die Prämisse von Elex als seltene Ressource ist fesselnd.

Die Schwächen sind schwer zu ignorieren:

  • Das Schwertspiel außerhalb des Mechs ist schwach.
  • Quests mangel an Vielfalt.
  • Der Schwierigkeitsgrad ist uneinheitlich.

Das Spiel verpflichtet sich nie voll und ganz seinen Fantasy- oder Sci-Fi-Elementen. Es versucht, einen Kompromiss zu finden, und landet so in einem Mittelweg, der niemanden voll und ganz zufriedenstellt. Die Collector’s Edition bietet einen Mehrwert für Fans, behebt aber nicht die grundlegenden Probleme.

Das Urteil zu ELEX

ELEX ist ein Spiel mit einer großartigen Idee und einer mittelmäßigen Umsetzung. Die Prämisse eines seltenen Elements, das eine Welt verändern kann, ist fesselnd, und der Mech-Kampf ist ein Highlight. Doch das Schwertspiel, das Quest-Design und das Tempo lassen das gesamte Projekt schlecht aussehen.

Die Collector’s Edition ist ein solider Kauf für Fans der Gothic-Reihe oder des Genres und bietet eine Premium-Präsentation, die den Ehrgeiz des Spielkonzepts widerspiegelt. Für Neueinsteiger bietet die Standardversion denselben Inhalt ohne Bonusartikel.

ELEX ist ein Spiel, das es wert ist, für seine besten Momente gespielt zu werden, aber nicht eines, das eine vollständige Investition der Zeit belohnt. Es ist ein Flickenteppich, und das zeigt sich.

Wertung: 5,5/10.

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