Netflix veröffentlichte Pandemic: How to Prevent an Outbreak am 22. Januar 2020. Die sechsteilige Doku-Serie erschien kurz vor der COVID-19-Pandemie, und dieser Zeitpunkt erregte besondere Medienaufmerksamkeit. Die Sendung selbst ist eine geduldige, besonnene Betrachtung der Menschen, die daran arbeiten, die Grippe zu stoppen — und sie ist eher eine bessere Einführung als ein Drama.
Es ist eine einzige Staffel mit sechs Folgen. Sie begleitet Gesundheits- und Wissenschaftsexperten wie Syra Madad, Ron Klain und Raghu Sharma. Die Inhaltsangabe verspricht Helden an vorderster Front, und die Serie liefert sie ohne viel Aufhebens.
Trailer, via Sheri Fink.
Syra Madad und die Frontlinie
Madad kommt einer Hauptfigur am nächsten. Die Quelle nennt sie unter mehreren namhaften Gesundheits- und Wissenschaftsexperten, neben Klain und Sharma, und die Sendung kehrt zu ihr zurück, während die Folgen sich auffächern. Diese Struktur ist klug. Ein universeller Impfstoff ist eine Abstraktion, bis man jemanden dafür argumentieren sieht.
Die Serie behandelt in ihren sechs Folgen viel Terrain. Da ist die Möglichkeit einer Grippepandemie. Da ist die Forschung an einem universellen Impfstoff. Da sind neu auftretende Viren, Impfgegner und der Ebola-Ausbruch in Afrika.
Das ist ein weiter Auftrag für sechs Stunden Fernsehen.
Was die sechs Folgen behandeln
| Thema | Behandlung |
|---|---|
| Grippepandemie | Als wahrscheinliche globale Bedrohung dargestellt |
| Universeller Impfstoff | Als langfristige Lösung präsentiert |
| Neu auftretende Viren | Als wiederkehrendes Risiko behandelt |
| Impfgegner | Als Hindernis für die Eindämmung einbezogen |
| Ebola-Ausbruch in Afrika | Als aktuelle Fallstudie behandelt |
Fünf Themen, sechs Folgen. Ein Zuschauer weiß am Ende sehr viel und fürchtet die richtigen Dinge, hat aber kein klares Gefühl dafür, welche Gefahr zuerst kommt.
Ron Klain und Raghu Sharma tragen sie
Klain und Sharma stehen Madad als die glaubwürdigsten Stimmen der Serie zur Seite. Die Sendung lässt sie ihre Arbeit erklären, statt Alarm zu schlagen, und diese Zurückhaltung ist etwas wert. Hier gibt es keine Rechnung zu begleichen, keinen Bösewicht, dem man die Schuld zuweisen könnte.
Der Abschnitt über die Impfgegner ist der, den die Sendung am leichtesten behandelt. Er wird einbezogen, er wird benannt, und dann geht es weiter. Die Serie wirft das Hindernis auf, ohne viel darüber zu sagen, wie jemand es zu überwinden gedenkt.
Warum das Veröffentlichungsdatum wichtig ist
Die Medienaufmerksamkeit um Pandemic: How to Prevent an Outbreak kam fast ausschließlich von seinem Veröffentlichungsdatum. Es erschien am 22. Januar 2020 und landete damit kurz vor der COVID-19-Pandemie, und dieser Zufall ließ es prophetisch erscheinen.
Es ist nicht prophetisch. Es ist eine solide Einführung in die Grippe, die zufällig mit der allgemeinen Form der Ereignisse richtiglag. Wenn man es heute sieht, ist die Kluft zwischen dem, wovor es warnt, und dem, was tatsächlich geschah, das Interessanteste auf dem Bildschirm, und die Serie kommt nie dazu, darauf einzugehen.
Unsere Bewertung
Pandemic: How to Prevent an Outbreak ist solides, nützliches Fernsehen, das kurz davor haltmacht, unverzichtbar zu sein. Es erklärt einem allgemeinen Publikum ein reales Problem, und das ohne Panik oder Herablassung. Madad, Klain und Sharma machen die Wissenschaft verständlich.
Doch sechs Episoden verteilt auf fünf Themen bedeuten, dass die Sendung nur an der Oberfläche kratzt. Sie fragt nie, welche Bedrohung am wichtigsten ist, und sie verfolgt nie eine einzige Frage bis zum Ende.
Sehenswert wegen der Expertinnen und Experten. Nicht sehenswert wegen der Antworten.
6,9 von 10 — TMDB-Publikumswertung, 633 Stimmen.
Das Notizbuch abonnieren.
Die besten Geschichten des Tages und jedes neue Urteil, in klarem Deutsch, um sieben im Postfach. Eine Mail am Tag, nicht mehr.





