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SCHiM schickt ein winziges Schattenwesen durch 65 Level der Dunkelheit – und die Idee geht zur Neige.

Ein schattengebundenes Wesen hüpft durch die Stadtstraßen in diesem cleveren Indie-Plattformer, einer kleinen Idee, die sich über sechsfünfzig düstere Level erstreckt.

Von mitch·4 Min. Lesezeit
A small shadow-bound creature hops along a dim city street between patches of darkness.

SCHiM bittet Spieler, in einem Schatten zu leben. Das ist eine kleine Idee, und sie wird zum ganzen Spiel. Entwickelt von Ewoud van der Werf, schickt das Spiel ein winziges, froschähnliches Geschöpf durch die Straßen der Stadt, das dem Schatten eines Mannes folgt, dessen Seele es teilt. Das Konzept ist einfach: Bleibe im Schatten, oder stirb. Die Umsetzung über 65 Level ist weniger kulant.

Trailer, via GameTrailers.

Inside the Shadow

Der Kernmechanismus lässt sich leicht erklären. Du bist der Schim, ein kleines Geschöpf, das nur in der Dunkelheit existiert. Du bewegst dich durch Hüpfen, und du kannst nur innerhalb von Schatten existieren. Landest du außerhalb eines solchen, kehrst du zu einem Kontrollpunkt zurück. Landest du außerhalb eines solchen ohne einen zweiten Hüpfer, verlierst du alles.

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Das klingt hart, und das ist es auch. Der Schwierigkeitsgrad des Spiels rührt von seinen Regeln her, nicht von etwas, das sich dahinter verbirgt. Es gibt keine Lebensanzeige, keine Extraleben, keine sanfte Lernkurve. Es gibt nur den Schatten, und im Moment, in dem du aus ihm trittst, bist du weg.

Das Design ist clever. Objekte in der Welt werfen Schatten, die sich in Plattformen verwandeln. Ein Windspielhauch trägt dich aufwärts. Eine Wäscheleine zieht dich hinüber. Jedes Level dreht sich darum, den nächsten Schatten zu finden, und das Spiel belohnt Spieler, die den Raum als Ganzes betrachten und nicht als eine Reihe von Schritten.

65 Level, Eine Idee

Das Problem ist, dass sich die Idee über alle Level wiederholt. Die Quelle beschreibt das Spiel als ein Jump’n’Run, das einen Jungen durch die Lebensabschnitte begleitet – von der Jugend über das Studium bis zum Abschluss und einer Karriere –, wobei der Schim ihn zu Beginn des Spiels verlässt. Diese Struktur verleiht dem Spiel eine gewisse Stabilität, aber die einzelnen Level variieren selten genug, um dies zu rechtfertigen.

Die meisten Level fordern dich auf, derselben Spur von Schatten zu folgen, die der Mann zurücklässt, während er sich durch eine Szene bewegt. Das Spiel hebt interaktive Elemente hervor, die relevant sind, was hilft, aber die grundlegende Aufgabe bleibt von Anfang bis Ende gleich. Einige Level mischen die Dinge mit neuen Gefahren oder neuen Bewegungsmöglichkeiten auf, aber sie sind die Ausnahme und nicht die Regel.

Hier ist, was im Laufe des gesamten Spiels auffällt:

  1. Das Windspiel, das dem Schim seine erste echte Höhe verleiht.
  2. Die Wäscheleine, mit der er Abgründe überwinden kann, die er sonst nicht erreichen könnte.
  3. Das Checkpoint-System, das Spieler zwingt, sich jede Levelform ins Gedächtnis zu rufen.
  4. Der Endspurt, wo der Einsatz steigt und der Schwierigkeitsgrad ansteigt.

Risk Mode und Wiederspielwert

Der härteste Test des Spiels ist nicht ein einzelnes Level, sondern ein Modus, der erst nach Abschluss des gesamten Spiels freigeschaltet wird. Dieser Modus deaktiviert sekundäre Sprünge und Checkpoints und zwingt die Spieler dazu, jeden Pfad perfekt zu meistern. Es ist eine brutale Art zu spielen, und gleichzeitig die einzige Möglichkeit, die wahre Ambition des Spiels zu sehen.

Der Risk Mode ist die Art von Herausforderung, die Geduld belohnt. Er fordert die Spieler auf, die gesamte Stadt als ein zusammenhängendes Puzzle zu betrachten, nicht als eine Reihe von separaten Räumen. Das ist eine mutige Wahl, auch wenn das Basisspiel diese nicht ganz verdient.

Der Wiederspielwert des Spiels basiert auf diesen Modi und den Einstellungen, die die Art und Weise verändern, wie das Spiel gespielt wird. Das Deaktivieren von sekundären Sprüngen oder Checkpoints zwingt zu einer neuen Art der Bewegung durch die Level. Die visuelle Präsentation des Spiels bleibt stark, wobei die Beleuchtung und Animation den Schatten ein unverwechselbares, lebendiges Gefühl verleihen.

Was die Zahlen zeigen

  • Entwickler: Ewoud van der Werf
  • Publisher: PLAYISM, Extra Nice
  • Plattformen: Xbox Series X|S, PlayStation 4, Linux, PC, PlayStation 5, Mac, Xbox One, Nintendo Switch
  • Level: 65
  • Genre: Plattform, Puzzle, Abenteuer, Indie
  • Perspektive: Vogelansicht / Isometrie

Seit der Veröffentlichung ist der Empfang des Spiels gemischt ausgefallen. Kritiker lobten die visuelle Präsentation und das neuartige Gameplay-Konzept, wiesen aber auf die Wiederholung und den Mangel an Abwechslung in seinen Levels hin. Das Spiel hat auch über die Kritiken hinaus Anerkennung gefunden, mit Auszeichnungen auf der Tokyo Game Show und Nominierungen beim London Games Festival und dem A Maze Festival.

Diese Auszeichnungen sind berechtigt. Sie sprechen dafür, was das Spiel gut macht, selbst wenn die Levels selbst nicht perfekt sind.

Fazit

SCHiM ist ein Spiel der Gegensätze. Seine zentrale Idee ist scharf und einprägsam. Seine Umsetzung, insbesondere im mittleren Abschnitt der Levels, ist weniger überzeugend. Das Spiel fordert die Spieler auf, sich vollständig seinen Regeln zu verpflichten, und liefert eine befriedigende Herausforderung, wenn es dies selbst tut. Aber die mittlere Phase zieht sich, und die Wiederholung wird bemerkbar.

Der Risikomodusz und die Wiederspieloptionen geben dem Spiel ein zweites Leben für diejenigen, die tiefer eintauchen wollen. Für alle anderen können die 65 Levels wie eine Zwangsarbeit wirken, anstatt wie eine Reise.

Dies ist ein Spiel, das man spielen sollte, aber nicht ein Spiel, das jede investierte Stunde belohnt. Es erhält eine Bewertung von 6,9 von 10 Punkten.

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