Last Stop sind drei Geschichten in einer, und das ist sowohl der Pitch als auch das Problem. Das übernatürliche Abenteuerspiel von Variable State, veröffentlicht von Annapurna Interactive, versetzt dich ins heutige London als drei separate Charaktere, deren Leben während einer Krise aufeinandertreffen. Es erschien 2021 für Xbox Series X|S, PlayStation 4, PlayStation 5, Xbox One, Nintendo Switch und PC. Die veröffentlichte Kritikerwertung liegt bei 7,2 von 10 über sechs Publikationen hinweg.
Trailer, via Annapurna Interactive.
Drei Fremde im heutigen London
Das Setup ist ein Anthologie-Drama. Du spielst als drei Personen, und das Spiel wechselt zwischen ihren separaten Geschichten hin und her, bevor die Fäden zusammenlaufen. Last Stop ist ein Einzelspieler-Spiel aus der Third-Person-Perspektive. Du steuerst jeweils einen der drei Hauptcharaktere.
Die eigene Beschreibung des Entwicklers rahmt es als ein Spiel über geheime Leben und die Bande, die verbinden, und darüber, wie Magie im Alltäglichen gefunden werden kann. Diese letzte Formulierung leistet eine Menge Arbeit. Sie sagt dir, dass das übernatürliche Element im gewöhnlichen Londoner Leben sitzen soll, nicht an dessen Stelle treten.
Variable State entwickelte das Spiel in Partnerschaft mit Annapurna Interactive. Der Original-Soundtrack stammt von Komponist Lyndon Holland, einem BAFTA-Preisträger.
Was Du Tatsächlich Tust
Mechanisch ist Last Stop bewusst dünn. Du entscheidest, was die Charaktere sagen sollen. Du führst außerdem eine Vielzahl von Minispiel-Interaktionen aus. Das ist die ganze Schleife: Dialog wählen, dann eine kleine Aufgabe erledigen.
Es gibt kein Kampfsystem zu erlernen und keine offene Welt zu durchqueren. Das Spiel ist ein narratives Abenteuer in den Genres Indie und Adventure, das Themen aus Action und Drama trägt. Die Third-Person-Perspektive hält dich hinter dem Charakter statt in dessen Kopf.
Das wirkt wie ein bewusster Tausch. Das Design stützt sich eher auf Writing und Performance als auf Systeme. Ob dieser Tausch sich auszahlt, hängt ganz davon ab, ob die drei Geschichten dich halten.
Die Besetzung der Drei
Die drei Charaktere begegnen einander als Fremde. Das Spiel fragt, was sie verbindet und wohin das Schicksal sie führen wird. Diese Frage ist der Motor der Handlung.
Da Last Stop eine Anthologie ist, trägt jede Figur einen eigenen Ton und eine eigene Reihe von Problemen. Der Zusammenstoß ist die Auszahlung. Die übernatürliche Krise ist das, was die drei Welten zusammenführt.
Diese Struktur ist die beste Idee des Spiels und seine riskanteste. Drei Geschichten bedeuten drei Anfänge, drei Einsätze und drei Chancen für einen Spieler, das Interesse an einem Strang zu verlieren, während er auf einen anderen wartet.
Wo Last Stop steht
| Element | Was Last Stop tut |
|---|---|
| Struktur | Drei separate Geschichten in einer Anthologie |
| Spielerkontrolle | Dialoge entscheiden und Minispiel-Interaktionen ausführen |
| Perspektive | Dritte Person |
| Schauplatz | Das heutige London |
| Soundtrack | Originalmusik von Lyndon Holland |
| Plattformen | Xbox Series X|S, PS4, PS5, Xbox One, Switch, PC |
Die Tabelle macht die Form deutlich. Last Stop versucht nicht, ein großes, systemgetriebenes Spiel zu sein. Es ist eine Dialog- und Minispielmaschine, die um drei Charakterstudien herum gebaut ist.
Die Wertung und was sie bedeutet
7,2 von 10 ist dafür ein fairer Wert. Der Durchschnitt stammt von sechs Publikationen, spiegelt also eine kleine Stichprobe wider und keinen breiten Konsens. Man sollte ihn als Signal lesen, nicht als in Stein gemeißeltes Urteil.
Die Zahl sagt, dass das Spiel gut ist, ohne essenziell zu sein. Nichts in der Beschreibung deutet auf ein kaputtes Produkt oder einen Fehlschlag hin. Sie deutet auf ein Spiel hin, das eine Sache gut macht und nicht versucht, alles zu machen.
Was trägt und was nicht
Die stärkste Entscheidung ist hier das Anthologieformat in Kombination mit einem alltäglichen London der Gegenwart. Das Spiel jagt nicht dem Spektakel nach, zu dem eine übernatürliche Prämisse üblicherweise einlädt. Last Stop geht den umgekehrten Weg, und diese Zurückhaltung ist der Grund, aufmerksam zu sein.
Lyndon Hollands Originalmusik ist das Detail, das es hervorzuheben gilt. Ein BAFTA-prämierter Komponist bei einem Indie-Abenteuer ist eine echte Investition und zeigt, wo die Prioritäten des Spiels liegen.
Die Minispiel-Interaktionen sind nach Ansicht dieser Zeitung die schwächere Wette. Dialogentscheidungen sind der Teil, den die Quelle tatsächlich beschreibt. Minispiele sind die andere Hälfte der Schleife, und wie viel sie beitragen, ist Geschmackssache, nicht etwas, das die Beschreibung klärt.
Die Drei-Fremde-Struktur birgt dasselbe Risiko. Kollisionsgeschichten funktionieren nur, wenn alle drei Stränge ihren Platz verdienen. Wenn einer schleppt, müssen die anderen ihn tragen, und der Spieler muss darauf vertrauen, dass die Auflösung kommt.
Sechs Publikationen sind zudem ein kleiner Pool für eine 7,2. Diese Zeitung würde diese Zahl als vorläufig behandeln – eine breitere Auswahl an Kritiken könnte sie bewegen, in die eine oder andere Richtung. Es ist keine Zahl, die man als gesichert betrachten sollte.
Der Umfang der Wette ist das, was bleibt. Variable State baute eine übernatürliche Geschichte um drei gewöhnliche Leben in einer Stadt und übergab die Musik einem Komponisten mit einem BAFTA im Regal. Diese Kombination ist selten, und sie ist der Grund, warum Last Stop einen Blick verdient statt eines Verzichts.
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