Shuhei Yoshida und Adam Boyes, die ehemaligen PlayStation-Manager, deren Video „how you share your games“ zu einem der prägenden Momente des PS4-Starts wurde, sind auf der Tokyo Game Show 2026 wieder zusammengekommen – und diesmal ohne ein physisches Spiel zum Weitergeben.
Der ursprüngliche Clip, der vor dem Start von PS4 und Xbox One veröffentlicht wurde, zeigte Yoshida, damals Präsident der First-Party-Studios von PlayStation, wie er Boyes, dem Leiter der Third-Party-Beziehungen, eine physische Kopie von Killzone: Shadow Fall übergab und ihn dann einfach damit weggehen ließ. Die Botschaft war einfach: PlayStation lässt dich deine Spiele ohne Umstände mit Freunden teilen. Das Video sammelte in den vergangenen 13 Jahren 21 Millionen Aufrufe und wurde zu einem Bezugspunkt für das frühe Marketing der Konsole.
Nun hat Yoshida ein neues Foto der beiden geteilt, auf dem sie die Pose nachstellen – doch diesmal hält keiner der Männer eine Disc.
Das Video von 2013, das den Start prägte
Im Jahr 2013 sorgten Microsofts restriktive Pläne zum Teilen von Spielen für die Xbox One für enorme Kontroversen. Sony reagierte mit einem kurzen Lehrvideo, in dem Yoshida und Boyes zeigten, wie das Teilen von Spielen auf der PS4 funktionierte.
Schritt eins: Yoshida übergibt Boyes eine physische Kopie von Killzone: Shadow Fall. Schritt zwei: den gab es nicht. Das Video war ein Scherz über Microsofts Beschränkungen, und er zündete. Es sammelte 21 Millionen Aufrufe und wurde zu einem der prägenden Momente des PS4-Starts.
Wiedersehen auf der Tokyo Game Show 2026
Yoshida veröffentlichte das neue Foto in den sozialen Medien und schrieb: „Met with a best friend 😀 @amboyes @PlayStation_jp #TGS2026.“ Das Bild zeigt die beiden Männer in derselben Pose wie 2013, doch diesmal ist keine Disc zu sehen.
Fans deuteten die Nachstellung sofort als Seitenhieb auf Sonys eigenen Rückzug von physischen Medien. Ein Reaktionspost tweetete: „This is how you share games with your friends in 2028.“
Sonys Abkehr von Discs
Im früheren Verlauf dieses Sommers kündigte Sony an, ab 2028 keine Discs für neue PlayStation-Spiele mehr herzustellen. Das Unternehmen wartete nicht darauf, dass der physische Markt zusammenbricht, bevor es seine einzige Disc-Produktionsstätte umfunktionierte, was zu monatelangem Gegenwind von Spielern führte, die die Spiele, die sie kaufen, tatsächlich besitzen wollen.
Fans organisierten sogar Proteste gegen PlayStations rein digitale Zukunft, obwohl der Konsolenhersteller beteuerte, an seinem Kurs festzuhalten. Spieleanalysten sagten gegenüber Eurogamer, die Pläne des Unternehmens seien ein „Hammer-Schlag“ für traditionelle Spieleläden und den physischen Einzelhandel.
Warum die Nachstellung funktioniert
Das Originalvideo war ein Witz über Microsofts Beschränkungen. Die Nachstellung funktioniert aus einem völlig anderen Grund: Sie ist ein Witz über Sonys eigenen Rückzug von Discs.
Es gibt keine Disc zum Weitergeben, also ist die gesamte Prämisse des Originalvideos dahin. Das Foto ist passenderweise spielelos.
Reaktionen der Fans
Die Fans sahen in der Nachstellung eine Spitze gegen Sonys eigenen Wandel weg von physischen Medien. Der Tweet mit dem Wortlaut „So teilt man 2028 Spiele mit seinen Freunden“ bringt die Stimmung perfekt auf den Punkt.
Die Ironie ist, dass das Originalvideo ein Witz über Microsofts Beschränkungen war. Jetzt ist es ein Witz über Sonys eigene Position.
Was das Foto tatsächlich bedeutet
Yoshida und Boyes teilen nicht direkt aus. Sie posieren nur für ein Foto auf einer Messe, und das Foto zufällig an einen Moment aus ihrer Vergangenheit erinnert.
Aber das Foto liest sich wie eine Aussage über den Wandel der Branche. Der PS4-Start war von physischen Medien geprägt; das Foto fängt den Übergang ein. Das Foto braucht keine Worte, um seinen Punkt zu machen.
Das Vermächtnis des Originalvideos
Das Originalvideo hat 13 Jahre gehalten. Es war ein cleverer Witz, und er ist hängengeblieben.
Die Nachbildung erinnert daran, wie weit sich die Branche entwickelt hat. Das Foto braucht keine Worte, um seine Aussage zu machen.
Urteil über die Nachbildung
Die Nachbildung funktioniert, weil sie ein Witz über Sonys Abkehr von Discs ist. Sie ist ein perfekter Spiegel des Originalvideos, aber mit einer Wendung: Die Sache, die geteilt wird, existiert nicht mehr.
Das Foto ist ein kleiner Moment, aber es hat Gewicht. Es ist eine Momentaufnahme einer Branche im Umbruch, und es nutzt die Sprache der Vergangenheit, um die Gegenwart zu beschreiben.
Das Originalvideo war ein Witz über Microsoft. Die Nachbildung ist ein Witz über Sony. Die Ironie ist groß, und das Foto sagt es besser, als es jede Bildunterschrift könnte.
- Das Originalvideo war ein Witz über Microsofts Beschränkungen.
- Die Nachbildung ist ein Witz über Sonys Abkehr von Discs.
- Das Foto braucht keine Worte, um seine Aussage zu machen.
Quellmaterial: „Sony execs behind iconic game-sharing meme recreate it, but fittingly, without a physical game“, Eurogamer.
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