Staatsschulden zahlen derzeit mehr als manche Dividendenaktien, und Investoren prüfen, ob es sinnvoll ist, sich für passives Einkommen in Richtung Anleihen zu wenden. Der Vergleich zwischen den Renditen von Staatsanleihen mit langer Laufzeit und den Ausschüttungen von Dividenden-Titeln ist zu einer zentralen Frage für Investoren geworden, die regelmäßiges Einkommen ohne großes Risiko suchen.
Die Renditen von Staatsanleihen sind in den letzten 12 Monaten deutlich gestiegen, und die Frage für Einkommensinvestoren ist einfach: Sollten Sie Staatsanleihen oder Dividendenaktien kaufen? Die Mathematik ändert sich schnell.
Inflation hat nicht nachgelassen
Der Verbraucherpreisindex (VPI) stieg im August gegenüber dem Vorjahr um 3,4 %, aufgrund geopolitischer Spannungen im Nahen Osten. Die Inflation hatte bereits das Ziel der Federal Reserve von 2 % überschritten, bevor dieser Konflikt ausbrach.
Der Markt erwartet nun, dass die Inflation länger bestehen bleibt als ursprünglich erwartet. Dies hat die Renditen von Staatsanleihen mit einer Laufzeit von 10, 20 und 30 Jahren im vergangenen Jahr deutlich erhöht. Die Annahme ist, dass die Zinsen über einen längeren Zeitraum hoch bleiben werden, verglichen mit den meisten des Jahrzehnts der 2010er Jahre.
Der Renditevergleich
Am 16. September lag die Rendite der 10-jährigen Staatsanleihe unter 5 %. Anleiheinvestoren konnten über 5,3 % Rendite auf sowohl 20- als auch 30-jährige Wertpapiere erzielen.
Die 10-jährige Staatsanleihe ist die hier untersuchte Anlage und bietet einen Anlagehorizont, der dem, was langfristige Aktieninvestoren typischerweise erwarten, entspricht. Ihre Rendite wird durch die volle Glaubwürdigkeit und den Vollzug der US-Regierung gestützt, was sie zu einem zuverlässigen Instrument für die Einkommensgenerierung macht.
Da diese Finanzinstrumente von staatlichen und lokalen Steuern befreit sind, profitieren ihre endgültigen Renditen.
Die Risiken von Anleihen
Die Gefahr ist einfach: Wenn Sie diese Staatsanleihen vor ihrem Fälligkeitsdatum verkaufen, verlieren Sie.
Wenn die Zinsen steigen oder fallen, verschiebt sich der Wert bestehender Anleihen in die entgegengesetzte Richtung. Höhere Zinsen senken die Anleihepreise, während niedrigere Zinsen sie erhöhen. Dieser Effekt wird für Anleihen mit einer längeren Laufzeit verstärkt, da diese anfälliger für Zinsänderungen sind.
Die andere Gefahr geht von steigenden Preisen aus. Sollten die Kosten in der gesamten Wirtschaft weiter steigen, laufen Anleger von Staatsanleihen Gefahr, dass ihre Erträge nicht mit dem Inflationsdruck Schritt halten. Dieses Ungleichgewicht könnte zu einem realen Verlust anstelle eines Gewinns führen.
Dividendenaktien bieten Wachstumspotenzial
Meiner Meinung nach schlagen Aktien von Blue-Chip-Gesellschaften mit Dividenden die Alternativen, auch wenn die Risiken erheblich sind.
Anleger, die Beteiligungen an Unternehmen halten, sehen sich zwei Hauptrisiken ausgesetzt. Eines besteht darin, dass das Management die Dividendenzahlungen kürzt oder aufschiebt. Das andere besteht darin, dass diese Unternehmen ihre Wettbewerbsfähigkeit verlieren könnten. Beide Risiken können die Aktienkurse drücken und zu Kapitalverlusten führen.
Anleger haben bereits das Wachstumspotenzial in Anspruch genommen, und U.S.-Staatsanleihen bieten nicht denselben Vorteil.
Coca-Colas Dividendenrendite von 2,4 % und Procters & Gambles Dividendenrendite von 2,95 % sind deutlich niedriger als die fast 5 %, die 10-jährige Staatsanleihen zahlen. Diese Lücke ist der Kern dieser Argumentation.
Track Records und Wertsteigerung
Was hier wirklich zählt, ist, wie sich die Ausschüttungen des Unternehmens an die Aktionäre in den letzten Jahren entwickelt haben. In den letzten zehn Jahren hat die Dividende der Getränkeaktie um 51 % zugenommen. Das Konsumgüterunternehmen hat seine Dividende um 63 % erhöht.
Schuldengläubiger in den Vereinigten Staaten werden diese Gewinne nicht sehen. Angesichts ihrer Historie erscheint die Gefahr, dass Dividenden unterbrochen werden, gering.
Die Hersteller von Coca-Cola haben ihre Dividende seit 64 Jahren in Folge erhöht. Das Unternehmen hinter Procter & Gamble hat eine Dividende für unglaubliche 136 Jahre lang ohne Unterbrechung gezahlt, darunter einen 70-jährigen Zeitraum, in dem die Zahlung erhöht wurde.
Der Anstieg der Aktienkurse hat die Renditen erhöht. In den letzten zehn Jahren sind die Aktien von Coca-Cola um 108 % gestiegen, während die Aktien von Procter & Gamble um 67 % gewonnen haben. Diese starke Performance stellt einen bemerkenswerten Unterschied dar, der die Argumentation für den Verzicht auf U.S.-Staatsanleihen zugunsten dieser Dividenden-Stalwarts verstärkt.
Was als Nächstes zu beobachten ist
Es gibt weiterhin keine abschließende Antwort auf diese Frage. Höhere Zinsen belasten die Kurse von Anleihen, und das Material bietet keine Erklärung für ihre Auswirkungen auf Aktien.
„Wenn sich die Preisänderungen in der gesamten Wirtschaft erhöhen, sehen Anleger, die heute Staatsanleihen kaufen, das Risiko, dass sie möglicherweise keine Rendite erzielen, die die Inflation ausgleicht.“
Beide Anlageklassen tragen dieses Risiko, aber sie bringen unterschiedliche Konditionen mit sich. Anleihen bieten einen festen Einkommensstrom, auf den man sich verlassen kann, während Aktien davon abhängen, dass das Management weiterhin Dividenden zahlt.
Keine der beiden Optionen ist fehlerfrei. Jede birgt eigene Gefahren. Die Entscheidung hängt davon ab, was Sie von Ihren Mitteln erwarten.
| Anlage | Aktuelle Rendite | Risiko | Historie |
|---|---|---|---|
| 10-jährige Staatsanleihe | ~5% | Zinsänderungen, Inflation | Stabile Einnahmen, steuerfrei |
| Coca-Cola | 2.4% | Dividendenkürzungen, Wettbewerbsverlust ( | 64 Jahre Dividendenauszahlung ( |
| Procter & Gamble ( | 2.95% | Dividendenkürzungen, Wettbewerbsverlust ( | 136 Jahre Dividendengeschichte ( |
Dividendenaktien wachsen schneller als Staatsanleihen, erhalten aber weniger. Staatsanleihen zahlen derweil mehr, bieten aber keine Rendite. Der Gegensatz zwischen beiden ist offensichtlich. (
Keines der beiden ist perfekt. Beide bergen Risiken. (
Quelle: „Langfristige Renditen von Staatsanleihen übertreffen nun diese Dividenden-Platzhirsche. Ist Staatsverschuldung die Top-Option für passives Einkommen?“, Yahoo Finance. (
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