Saints Row: The Third verwandelt die offene Stadt-Sandbox in ein Spielplatz für Chaos. Es erschien 2011 auf PS3, Linux, PC und Xbox 360 und tauscht die ruhige Realität seines Vorgängers gegen reine Exzess. Das Spiel ist laut, absurd und oft sehr komisch. Das Ergebnis ist einer der amüsantesten Action-Spiele seiner Generation, auch wenn es sich selten ernst nimmt.
Trailer, via Saints Row.
Die Setup-Phase
Der Plot setzt nach den Ereignissen von Saints Row 2 fort. Der Hauptcharakter, nun Mitglied der Saints, findet sich für Mord angeklagt und verfolgt von Rivalen. Der Plot ist dünn, aber er bewegt sich schnell. Das Spiel ist weniger über Charakterentwicklung und mehr über Vorwände, um Dinge zu sprengen, konzentriert.
Der Kernzyklus ist simpel: fahre durch die Stadt, starte Streitigkeiten, level up und kaufe neue Spielzeuge. Es gibt eine Missionstruktur, doch der Nebengrundstoff ist der Ort, wo das Spiel wirklich strahlt. Zufällige Begegnungen, Straßensprengungen und Gang-Kriege übersäen die Karte, was dem Spieler stets Gründe gibt, zu erkunden. Das Spiel belohnt Neugier, und die Stadt ist voller Ablenkungen für die, die vom festen Weg abweichen wollen.
Die Stadt und ihre Maschinen
Die Stadt ist der wahre Star. Sie ist eine fiktive Metropole, gebaut für Spektakel, gefüllt mit Reklametafeln, Hochhäusern und Neonlichtern. Die Entwickler hatten offenbar Spaß beim Design des Umfeldes, und es zeigt sich in jeder Ecke. Die Level-Design belohnt die Erkundung, mit versteckten Sammelobjekten und Eiern des Osterschweins, verstreut über die Karte.
Die Fahrzeuge sind der Höhepunkt. Spieler können Autos, Flugzeuge, Panzer und Hubschrauber entführen, dann durch Massen von Fußgängern fahren. Das Spiel ermuntert die Zerstörung, und der Physik-Engine behält es mit Stil. Autos explodieren in befriedigender Weise, und das Spiel bestraft einen nie für schlechte Fahrkünste. Die Vielfalt der Maschinen hält die Fahr-Szenen frisch bis zum Ende des Spiels.
Kampf und Kraft
Das Kampfsystem ist flüssig und leicht zu lernen. Spieler haben Zugriff auf Waffen, Nahkampfinstrumente und eine Handvoll Superkräfte. Die Kräfte beinhalten Telekinese, Geistkontrolle und Flug, und sie werden während des Plots freigeschaltet. Diese Fähigkeiten ändern, wie Kämpfe sich abspielen, und fügen Varietät zu den Schusskämpfen hinzu.
Das Spiel verfügt auch über ein genanntes „Gangbanger“-Modus, bei dem Spieler Gegner während eines Kampfs in ihre Gang aufnehmen können. Dies wandelt jeden Kampf in eine Werbung für neue Mitglieder um, was Spieler belohnt, die ihre Kräfte aufbauen wollen und nicht einfach jeden töten. Der Gangbanger-Mechanismus gibt dem Kampf einen eigenen Charakter, wandelt Feuergefechte in Werbung für neue Mitglieder um und nicht einfach in Kämpfe.
Humor und Tonlage
Der Ton ist absichtlich übertrieben. Die Gespräche sind voll von Bezugnahmen auf Popkultur und groben Witzen, und das Spiel entschuldigt sich nicht dafür. Der Humor ist unregelmäßig, aber wenn er trifft, ist er tatsächlich clever. Das Spiel enthält auch eine „Streaker“-Funktion, bei der Spieler sich entkleiden und nackt durch die Stadt rennen können. Es ist eine seltsame Zugabe, aber sie passt zum anarchischen Geist des Spiels.
Die Sprechrolle ist stark, besonders für den Hauptcharakter und seine Verbündeten. Die Gegenspieler sind cartoonartig böse, und ihre Szenen sind einige der besten im Spiel. Das Schreiben lehnt stark auf Satire an, und die Spiele-Villains sind konzipiert, um lächerlich zu wirken und nicht schreckhaft.
Leistung und technische Probleme
Auf PC und Xbox 360 läuft das Spiel gut, obwohl es nicht ohne Probleme ist. Ladezeiten können lang sein, und manche Texturen erscheinen in Bewegung niedrig auflösend. Die PS3-Version leidet mehr, mit gelegentlichen Frame-Drops und Verlangsamungen während beschwerlichen Szenen. Die Linux-Version existiert, wird aber selten besprochen.
Das Spiel enthält auch eine „True Crime“-Mode, die eine Reihe von Herausforderungen und Zielen für Spieler bietet, die ihre Fähigkeiten testen möchten. Diese Mode fügt Nachspielwert hinzu, obwohl sie nicht zur Beendigung des Spiels erforderlich ist. Die True Crime-Mode gibt Spielern einen Grund, lange nachdem die Hauptgeschichte beendet ist, wieder in die Stadt zurückzukehren.
Die Zahlen
- Plattformen: PS3, Linux, PC, Xbox 360
- Erscheinungsjahr: 2011
- Kritikergewichtung: 8,4/10
Saints Row: The Third ist kein tiefes Spiel. Es ist ein Spiel über Spaß, und es hält dieses Versprechen. Die offene Welt ist groß, die Aufgaben sind vielfältig und das Kampf ist ansprechend. Die Fehler des Spiels sind bemerkbar, aber sie tragen nicht ab vom Gesamterlebnis.
Die Note von 8.4 von 10 spiegelt ein Spiel wider, das sich in dem, was es tut, hervorragend auszeichnet, selbst wenn das, was es tut, nicht immer ernst gemeint ist. Für Spieler, die anstößigen, satirischen Action genießen, bleibt es eine herausragende Titel in der Genres.
Punktzahl: 8.4 von 10
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