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Fighting Spirit Review: 126 Episoden über einen gewöhnlichen Jungen, der das Boxen lernt

Fighting Spirit lief über drei Staffeln mit 126 Episoden. Eine Rezension des Box-Animes über einen gewöhnlichen Jungen, der alles aus dem Nichts aufbaut.

Von mitch·3 Min. Lesezeit
A man sits in a hospital bed, lost in thought beside a photograph of a woman he cannot remember.

Ippo Makunouchi ist kein Held aus Absicht. Er ist ein Oberschüler in Japan, der seine Freizeit damit verbringt, seiner Mutter beim familieneigenen Fischereibetrieb zu helfen, weshalb er nach Fisch riecht und dadurch zum Ziel von Schlägern wird. Dann rettet ihn ein Boxer namens Takamura vor einer dieser Schlägereien nach der Schule, und Ippo beschließt, ihm in den Ring zu folgen.

Das ist die Ausgangslage von Fighting Spirit, der Nippon-TV-Anime-Serie, die drei Staffeln und 126 Folgen umfasste, vom 3. Oktober 2000 bis zum 29. März 2014. Das ist ein langer Weg, und er verdient fast jede Minute.

Makunouchi Ippo beginnt ganz unten

Der klügste Schachzug der Serie ist, Ippo nicht besonders zu machen. Er hat kein verborgenes Talent, kein tragisches Schicksal, keinen Groll auf der Schulter. Er hat ein Geruchsproblem und eine Mutter, die ihn braucht. Das Mobbing ist kein Handlungselement, das in der zweiten Folge aufgelöst wird; es ist das Fundament einer Figur, die alles aus dem Nichts aufbauen muss.

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Kohei Kiyasu spricht Ippo mit einer Art hartnäckiger Schlichtheit, die passt. Das ist keine Darbietung, die nach großen Emotionen greift. Sie bleibt nah an der Verwirrung der Figur und ihrer langsamen, zermürbenden Entschlossenheit.

Rikiya Koyamas Takamura ist das Gegenteil – laut, sicher und großzügig mit seinem Selbstvertrauen, das Ippo vorwärtszieht. Die beiden tragen die frühen Folgen.

Die Nebenbesetzung ist tief. Wataru Takagi spielt Masaru Aoki, Keiji Fujiwara spielt Tatsuya Kimura, und die Serie gibt beiden genug Raum, um mehr als nur komische Auflockerung zu sein. Jurota Kosugis Ralph Anderson, Hidenobu Kiuchis David Eagle, Hisao Egawas Iwao Shimabukuro und Shin-ichiro Mikis Ryuhei Sawamura füllen ein Ensemble, das verhindert, dass das Boxen sich wie eine Ein-Mann-Geschichte anfühlt.

Boxen, das den Sport respektiert

Fighting Spirit wird als Animation, Komödie, Drama sowie Action und Abenteuer eingestuft, und es nutzt alle vier. Die Komödie zündet, ohne die Einsätze zu untergraben. Das Drama kommt vom Training, nicht vom Melodrama.

Was es von den meisten Sport-Animes unterscheidet, ist Geduld. Ippos Weg zur Perfektionierung seiner boxerischen Fähigkeiten ist die gesamte Serie. Es gibt keine Abkürzung, und die Serie tut nicht so, als gäbe es eine.

Die Kämpfe basieren auf Technik und Kondition, und die Serie behandelt beides als sendezeitwürdig. Das ist schwerer zu verkaufen als eine Highlight-Rolle, und es funktioniert.

Wo die Serie gegen ihren eigenen Namen steht

Der Titel ist ein Problem, das es wert ist, benannt zu werden. „Fighting Spirit“ ist auch der Name eines Manga, eines PlayStation-2-Boxspiels namens Victorious Boxers 2: Fighting Spirit, einer Episode von Power Rangers: Dino Thunder, eines Profi-Wrestling- und Mixed-Martial-Arts-Magazins und eines Bonustracks auf Madonnas Album Confessions on a Dancefloor von 2005.

Werk Medium Jahr
Fighting Spirit (diese Serie) Fernsehanime 2000
Victorious Boxers 2: Fighting Spirit PlayStation-2-Spiel
„Fighting Spirit“ (Power Rangers: Dino Thunder) Fernsehepisode
Fighting Spirit Magazine Printmagazin
„Fighting Spirit“ (Madonna) Bonustrack 2005

Diese Überschneidung ist Zufall. Die Serie ist diejenige, die über drei Staffeln 126 Folgen lang lief, und sie ist diejenige, die die Zeit wert ist.

Was sie zurückhält

Drei Staffeln über vierzehn Jahre sind eine lange Lücke, und die Hingabe der Serie an langsames Anhäufen ist auch ihr größter Preis. Zuschauer, die Tempo wollen, finden Strecken, die sie auf die Probe stellen. Die Serie verlangt Geduld und zahlt sie zurück, aber sie verlangt viel.

Dennoch halten die Grundlagen. Die Besetzung ist durchweg stark, das Drehbuch respektiert seine Figuren, und das Boxen wird als Handwerk behandelt, nicht als Spektakel.

Fighting Spirit nimmt einen gewöhnlichen Jungen mit Fischgeruch und einem Familienbetrieb und macht aus ihm jemanden, den man 126 Folgen lang sehen will. Das ist der ganze Trick, und er geht auf.

Wertung: 8,7/10

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