Telltale Games hat sich mit entscheidungsbasierten Abenteuerspielen einen Namen gemacht, und 2014 richtete das Studio diese Maschinerie auf Westeros. Game of Thrones: A Telltale Games Series erschien für PlayStation 3, PlayStation 4, Android, PC (Microsoft Windows), iOS, Mac, Xbox 360 und Xbox One, veröffentlicht von HBO und Telltale. Es ist ein Point-and-Click-Adventure in der Third-Person-Perspektive für einen Spieler, aufgebaut auf der HBO-Serie und George R.R. Martins A Song of Ice and Fire.
Trailer, via IGDBcom.
Haus Forrester und Ironrath
Man spielt Mitglieder des Hauses Forrester, einer Adelsfamilie aus dem Norden von Westeros. Sie sind Lehnsleute des Hauses Glover und stehen seit Langem loyal zum Haus Stark von Winterfell. Ihre Festung ist Ironrath.
Der Krieg der Fünf Könige bildet die Kulisse, und die Forresters geraten auf die Verliererseite. Das ist der gesamte Motor der Geschichte. Rivalisierende Häuser und mächtige Feinde rücken näher, und die Familie muss alles in ihrer Macht Stehende tun, um nicht unterzugehen.
Fünf Charaktere, ein Haus
Game of Thrones: A Telltale Games Series übergibt dem Spieler fünf verschiedene Mitglieder und Verbündete der Forresters. Das Spiel führt sie von den Hallen von Ironrath an die Höfe von King’s Landing und in die fernen Länder von Essos.
Diese Streuung ist das Beste, was das Spiel macht. Ironrath ist eine kalte nördliche Halle unter Bedrohung. King’s Landing ist ein Hof, an dem ein falsches Wort einen Kopf kostet. Essos ist weit von zu Hause und weit von Hilfe entfernt. Jeder Schauplatz bringt einen Forrester in eine andere Art von Gefahr, und das Spiel lässt einen nie zur Ruhe kommen.
Jede Entscheidung wirkt nach außen, formt Bündnisse, Verrat und das letztendliche Schicksal des bedrängten Hauses.
Das Gewicht jeder Entscheidung
Das ist die Telltale-Formel in voller Ausdehnung: reden, wählen, damit leben. Das Spiel ist Fantasy, Historie und Drama zugleich, und es trägt alle drei. Die Point-and-Click- und Abenteuersysteme sind einfach. Der Druck ist es nicht.
Die Besetzung der Forresters ist in den Krieg der Fünf Könige verstrickt, und das Spiel lässt diese Position entscheidend statt dekorativ wirken. Jede Figur muss alles in ihrer Macht Stehende tun, um zu verhindern, dass ihr Haus untergeht. Das ist ein starker Rahmen, und das Spiel hält ihn.
| Episode | Haus | Schauplatz |
|---|---|---|
| Ironrath-Handlungsstrang | Forrester | Der Norden |
| Königsmund-Handlungsstrang | Verbündete der Forresters | Die Hauptstadt |
| Essos-Handlungsstrang | Verbündete der Forresters | Jenseits des schmalen Meeres |
Was es zurückhält
Das Spiel ist an die Welt der Serie und des Buches gebunden, und es weiß es. Game of Thrones: A Telltale Games Series entkommt selten dem Schatten des Materials, das es adaptiert. Die Forresters sind neu, aber der Krieg um sie herum ist es nicht, und das Spiel verbringt viel Zeit damit, auf Ereignisse zu reagieren, die ein Spieler bereits kennt.
Die Aufteilung auf fünf Charaktere ist ambitioniert. Sie zerstreut auch die Aufmerksamkeit. Einige Forresters bekommen mehr Raum als andere, und die Handlungsstränge in Königsmund und Essos können sich neben dem Kampf um Ironrath wie Besorgungen anfühlen.
Nichts davon bringt es zu Fall. Das Haus ist der Kern, und das Spiel verliert das nie aus den Augen.
Wichtige Fakten – Veröffentlichung: 2014 – Entwickler: Telltale Games – Publisher: HBO, Telltale Games – Plattformen: PlayStation 3, PlayStation 4, Android, PC (Microsoft Windows), iOS, Mac, Xbox 360, Xbox One – Genres: Point-and-Click, Adventure – Themen: Fantasy, Historisch, Drama – Modus: Einzelspieler – Kritikerwertung: 7,5/10 (52 Medien)
Game of Thrones: A Telltale Games Series ist eine gute Adaption, die bei der Atmosphäre stärker ist als bei der Erfindungsgabe. Das Haus Forrester gibt dem Krieg einen persönlichen Einsatz, und das Entscheidungssystem verleiht diesem Einsatz Nachdruck. Es ist nicht Telltales kühnstes Werk, und es stützt sich stark auf geliehenem Boden. Aber das Schicksal von Ironrath ist die Reise wert.
7,5 von 10
Das Notizbuch abonnieren.
Die besten Geschichten des Tages und jedes neue Urteil, in klarem Deutsch, um sieben im Postfach. Eine Mail am Tag, nicht mehr.





