FIFA Soccer 13 erschien 2012 mit einem Versprechen: dass sich eine Fußballsimulation weniger wie eine Simulation und mehr wie der Sport selbst anfühlen könnte. EA Canada entwickelte es für PlayStation 3, PC und Xbox 360, und Electronic Arts lieferte es mit fünf Gameplay-Innovationen aus, die auf künstliche Intelligenz, Dribbling, Ballkontrolle und physisches Spiel abzielten. Der Platz, so die Zusammenfassung, wird zu einem echten Kampf um den Ballbesitz. Das ist eine große Behauptung. FIFA Soccer 13 wird ihr größtenteils gerecht.
Trailer, via EA SPORTS FC.
Der Kampf um den Ballbesitz
Die wichtigste Änderung betrifft das Verhalten des Balls, wenn zwei Spieler ihn haben wollen. FIFA Soccer 13 macht diesen Zweikampf zum Zentrum des Spiels statt zu einem Hintergrunddetail. Die Zusammenfassung beschreibt einen echten Kampf um den Ballbesitz über den gesamten Platz, und diese Einordnung ist die richtige — das Spiel wird an den Stellen langsamer, an denen auch der echte Fußball langsamer wird, und schneller, wenn sich Räume öffnen.
Der Angriff bekommt die andere Hälfte der Behandlung. Freiheit und Kreativität im Angriff sind die erklärten Ziele, und die fünf bahnbrechenden Innovationen decken Dribbling und Ballkontrolle direkt ab. Das Ergebnis ist ein Spiel, das einen Spieler belohnt, der einen Pass vorausdenkt, statt einen, der sprintet und hofft.
Kinect, Sprachbefehle und der Schiedsrichter
Die Kinect-Version fügt eine Ebene hinzu, die wie ein Gimmick klingt und nicht ganz eines ist. Sprachbefehle lassen dich die Aufstellung und Taktik deines Vereins verwalten, ohne das Spiel zu pausieren. In Be A Pro kannst du Anweisungen auf dem Platz rufen.
Das schärfste Detail ist das seltsamste: Das Spiel zwingt dich, die Art und Weise zu mäßigen, wie du mit den Offiziellen sprichst. Das ist eine kleine Designentscheidung mit echter Wirkung. Die meisten Sportspiele lassen dich kostenlos den Bildschirm anschreien. FIFA Soccer 13 verlangt dafür eine Strafe.
EA SPORTS Football Club
Online verbindet FIFA Soccer 13 die Fans mit dem Herzschlag des Sports und miteinander durch den EA SPORTS Football Club. Die angebotenen Modi sind Einzelspieler, Mehrspieler und Kooperation, sodass die Struktur sowohl den Solo-Karrierespieler als auch die Gruppe abdeckt, die zusammen auf einer Couch oder über das Netzwerk spielen möchte.
Hier ist, wie die beiden Versionen bei den Funktionen abschneiden, die die Quelle tatsächlich nennt:
| Funktion | Standardversion | Kinect-Version |
|---|---|---|
| Änderungen an Aufstellung und Taktik | Menü, Spiel pausiert | Sprachbefehle, keine Pause |
| Be-A-Pro-Anweisungen | Controller-Eingabe | Auf dem Spielfeld gerufen |
| Gespräch mit Offiziellen | Keine angegebene Einschränkung | Muss abgeschwächt werden |
Die Tabelle ist kurz, weil die Quelle genau angibt, was Kinect ändert, und zu allem anderen schweigt. Dieses Schweigen ist erwähnenswert, statt es zu füllen.
Was wirklich zählt
Nach dem Maß, wie sehr sie ein Spiel verändern, ordnen sich die Neuerungen so ein:
- Der Kampf um den Ballbesitz über das ganze Spielfeld – der Kern des Spiels.
- Dribbling und Ballkontrolle, die entscheiden, ob dieser Kampf Spaß macht.
- Das körperliche Spiel, das entscheidet, ob er fair ist.
- Die Freiheit im Angriff, die entscheidet, ob er ausdrucksstark ist.
- Die Kinect-Sprachsteuerung, die entscheidet, ob man weiter den Schiedsrichter beschimpft.
Die Reihenfolge ist wichtig. Über die Kinect-Funktionen wird geredet, und sie sind hier das Unwichtigste.
FIFA Soccer 13 ist eine Simulation und ein Sport, thematisch Sachbuch, gespielt aus der Third-Person- oder einer isometrischen Vogelperspektive. Der Kritiker-Durchschnitt über 13 Medien liegt bei 8,5/10, und diese Zahl hält stand. Die wahre Leistung des Spiels sind nicht die Sprachbefehle oder der Online-Klub. Es ist, dass sich Ballbesitz endlich umkämpft anfühlt und dass ein Spiel durch eine einzige Ballberührung kippen kann statt durch eine geskriptete Animation.
8,5 von 10.
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