„Playful Kiss“ ist eine Komödie über unerwiderte Liebe, ungeschicktes Timing und ein Mädchen, das nicht aufhört, den Jungen zu verfolgen, den sie nicht erobern kann. Die Serie folgt Oh Ha-ni, einer tollpatschigen Highschool-Schülerin, die sich in Baek Seung-jo verliebt, einen brillanten und distanzierten Mitschüler, der ihre Gefühle rundheraus zurückweist. Als das Elternhaus von Ha-ni einstürzt, zieht sie bei einem langjährigen Freund ihres Vaters ein – der zufällig Seung-jos Vater ist. Diese Wendung gibt ihr eine unerwartete Chance, sein Herz zu gewinnen.
Die Prämisse ist einfach, und die Umsetzung liefert größtenteils ab. Kim Hyun-joong spielt Seung-jo kalt und distanziert, während Jung So-min Ha-ni unbeholfen und verzweifelt spielt. Der Kontrast funktioniert, auch wenn die Witze danebengehen.
Ein Mädchen, das ihren Jungen nicht erobern kann
Das Szenario ist reine Wunscherfüllung. Ein Mädchen, das einen Jungen liebt, der ihre Gefühle nicht erwidert. Dann zwingt das Schicksal sie zusammen, und die Serie verbringt sechzehn Episoden damit, Spannung zwischen ihnen aufzubauen. Es ist eine Formel, die seit Generationen von romantischen Komödien funktioniert, und „Playful Kiss“ bedient sie ohne Scham.
Ha-nis Tollpatschigkeit ist der Motor der Serie. Sie lässt Dinge fallen, missdeutet Situationen und bringt ihr eigenes Leben generally durcheinander. Seung-jos Distanziertheit ist das Gegengewicht – er ist klug, beliebt und völlig ahnungslos, wie sehr sie sich um ihn sorgt. Ihre Dynamik ist der Grund, warum die Serie funktioniert, auch wenn das Drehbuch strauchelt.
Das Hauptpaar
Kim Hyun-joong und Jung So-min tragen die Last der gesamten Serie. Kim spielt Seung-jo mit einer kühlen Distanziertheit, die verdient wirkt, während Jung Ha-ni mit einer Wärme und Verletzlichkeit spielt, die die Romanze verkauft. Die Nebenbesetzung füllt die Welt um sie herum aus, ohne die Hauptdarsteller zu überschatten.
Yoon Seung-ah spielt Dokgo Min-ah, Lee Si-young spielt Yoon He-ra, Jeong Hye-young spielt Hwang Geum-hee, Oh Kyung-soo spielt Baek Su-chang, Kang Nam-gil spielt Oh Ki-dong, Choi Won-hong spielt Baek Eun-jo, Choi Sung-kook spielt Wang Kyung-soo und Jang Ah-young spielt Hong Jang-mi.
Ihre Präsenz verleiht dem Highschool-Setting Textur, auch wenn ihre Handlungsbögen dünn sind.
Die Handlung
Die Handlung ist vorhersehbar, und die Serie versucht nicht, das zu verbergen. Ha-ni zieht bei der Familie Seung-jo ein, und Seung-jos Vater wird ihr neuer Vormund. Diese Regelung bringt die beiden ständig zusammen, was Ha-ni Gelegenheiten gibt, ihre Gefühle auszudrücken. Die Serie verbringt dann ihre Laufzeit damit, ihr Scheitern und ihre erneuten Versuche zu beobachten.
Gegen Ende gibt es einen Moment, in dem die Serie einen echten emotionalen Höhepunkt anstrebt. Ganz erreicht sie ihn nicht, aber sie kommt nah genug heran, um einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen.
Der Humor
Die Komik in „Playful Kiss“ ist sanft und repetitiv. Sie setzt auf körperlichen Humor, Missverständnisse und die schiere Kraft von Ha-nis Persönlichkeit. Manche Witze zünden gut. Andere fühlen sich an, als wären sie schon einmal erzählt worden. Der Ton der Serie ist beständig, was bedeutet, dass sie selten überrascht, aber auch selten enttäuscht.
Die Vorlage
„Playful Kiss“ basiert auf dem japanischen Manga Itazura Na Kiss, geschrieben von Tada Kaoru. Dies ist die dritte Fernsehadaption der Vorlage, nach dem taiwanesischen It Started with a Kiss von 2005 und dessen Fortsetzung They Kiss Again von 2007. Die Serie lief auf MBC vom 1. September bis 21. Oktober 2010 mittwochs und donnerstags um 21:55 Uhr.
Die Rezeption
Die Rezeption der Serie in Südkorea war bescheiden. Die Einschaltquoten lagen im Bereich von fünf bis sieben Prozent, was für die Fernsehlandschaft des Landes als niedrig gilt. Die Serie wurde für etwa 3.400.000 US-Dollar an 12 Länder in Asien verkauft und entwickelte eine starke Kultanhängerschaft.
Die Streaming-Zahlen sind beeindruckend. Die Serie wurde 70 Millionen Mal auf Viki gestreamt und erzielte durch Online-Streaming 400.000 US-Dollar an Werbeeinnahmen.
Die Kultanhängerschaft
Nach dem Serienfinale wurde eine kurze Special-Edition auf YouTube ausgestrahlt, um die Fans zufriedenzustellen. Der Schritt war klug und erweiterte die Reichweite der Serie über das traditionelle Sendepublikum hinaus.
Endgültiges Urteil
„Playful Kiss“ ist kein Meisterwerk, aber ein solides Beispiel des Genres. Die Chemie zwischen Kim Hyun-joong und Jung So-min ist echt, und der Umgang der Serie mit unerwiderter Liebe wirkt ehrlich. Die Komödie ist leicht, das Drama gering, und das Ende ist zufriedenstellend.
| Folge | Datum |
|---|---|
| 1 | 1. September 2010 |
| 16 | 21. Oktober 2010 |
Für Zuschauer, die eine saubere, unkomplizierte Romanze suchen, liefert „Playful Kiss“ genau das, was es verspricht.
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