Der Hirschgott stellt eine einfache Frage: was wäre, wenn Gott ein Hirsch wäre? Dieses Konzept zieht sich durch das gesamte Spiel und ist eine bessere Idee, als die Umsetzung es verdient. Entwickelt von Crescent Moon Games und über Plattformen von Cinopt Studios, Mobot Studios, Inc, Level 77 Pty Ltd und Crescent Moon Games selbst, startete das Spiel im Early Access am 2. Dezember 2014, bevor es am 27. Februar 2015 vollständig veröffentlicht wurde. Es kam am 21. Dezember 2017 auf PS4, Linux, Android, PC, iOS, Mac, Wii U, PlayStation Vita, Xbox One und Nintendo Switch.
Trailer, über Crescent Moon Games.
Ein Wolf, ein Jäger und ein Hirsch
Die Geschichte beginnt damit, dass ein Jäger von Wölfen getötet wird, während er versucht, einen Hirsch während eines Sturms zu erlegen. Im Fegefeuer erfährt er, dass Gott eine weibliche Hirsch ist. Sie lässt ihn als Hirsch wiedergeboren und sagt ihm, er müsse sühnen, indem er als einer lebt. Das Gameplay folgt diesem Schicksal: reisen Sie durch prozedural generierte Level, finden Sie Nahrung und kämpfen Sie gegen Raubtiere, die den Hirschgott ablehnen.
Das Schicksal des Jägers prägt das gesamte Design. Er beginnt als Hirsch und seine Handlungen bestimmen, ob er es bleibt oder in eine schwächere Form zurückfällt. Das Besiegen von Raubtieren bringt gutes Karma ein; das Töten harmloser Kreaturen oder Sterben auf dem Bildschirm kostet negatives Karma. Das Gleichgewicht zwischen den beiden bestimmt, wie stark der Hirsch von Lauf zu Lauf wird.
Prozedurale Level, Strafende Regeln
Die Level ändern sich mit jedem Tod, so dass kein Lauf wie der andere aussieht. Diese Vielfalt ist das stärkste Merkmal des Spiels. Bären, Pumas und Alligatoren bevölkern die Landschaft, und die Hunger-Mechanik zwingt den Spieler zum Essen oder lässt die Gesundheit schwinden.
Es gibt zwei Schwierigkeitsgrade. Der Hardcore-Modus gibt dem Spieler eine bestimmte Anzahl von Leben; geht diese aus, endet das Spiel. Der Normalmodus lässt den Spieler als schwaches Fohlen wiedergeboren werden. Positives Karma gewährt neue Fähigkeiten; negatives Karma riskiert die Geburt als schwaches Geschöpf, das nicht vorwärts kommen kann, bis der Tod den Jäger zurück als Hirsch schickt.
Das Spiel erhielt von Kritikern gemischte bis negative Bewertungen, die zwar die Pixelgrafik und den Stil lobten, aber das Gameplay als strafend empfanden. Auch wurden erhebliche Mengen an Softwarefehlern festgestellt.
Die Pixel-Art-Welt
Der visuelle Stil ist die klarste Stärke des Spiels. Tag- und Nachtzyklen, Lichtverhältnisse und weitläufige Landschaften verleihen der Pixelgrafik einen Maßstab, den nur wenige Spiele erreichen. Es ist eine wunderschöne Welt, selbst wenn die dahinterliegenden Systeme scheitern.
Kritiker hoben die Präsentation als herausragendes Element hervor. Die Pixelgrafik hält auf allen Plattformen stand, auf denen das Spiel erschien, von PS4 über Nintendo Switch bis hin zu mobilen Geräten.
Was funktioniert und was nicht
Deer God gelingt, wenn es sich auf seine zentrale Idee konzentriert. Der Reinkarnationszyklus, der Hunger-Mechanismus und das System der moralischen Ausrichtung weisen auf ein Spiel über Konsequenzen hin. Es scheitert, wenn diese Systeme nicht mehr funktionieren. Schwierigkeitsschübe, Fehler und ein hartes Respawn-System lassen lange Spielsitzungen weniger wie Fortschritt und mehr wie Wiederholung erscheinen.
Hier ist eine Bewertung der wichtigsten Elemente des Spiels:
| Element | Stärke | Schwäche |
|---|---|---|
| Visueller Stil | Pixelgrafik, Lichtverhältnisse, Tag/Nacht-Zyklen | Keine beanstandet |
| Handlungsgrundlage | Wiedergeburt, Karma, Jäger/Hirsch-Konflikt | Mangelnde Charakterentwicklung |
| Gameplay-Schleife | Prozedurale Level, Hunger, Karma | Übermäßig strafende Schwierigkeit |
| Präsentation | Cross-Plattform-Unterstützung, breite Verfügbarkeit | Software-Bugs, gemischte Aufnahme |
Das kritische Ansehen des Spiels spiegelte diese Spaltung wider. Positive Rezensionen konzentrierten sich auf die Kunstrichtung; negative gruben sich auf die Schwierigkeit und die Bugs ein.
Ein Spiel, das sich einmal ansehen sollte
The Deer God ist kein Spiel, um stundenlang damit zu sitzen. Es ist ein Spiel, das man einmal ansehen, kurz wertschätzen und dann verlassen sollte. Die Pixel-Art ist einen Blick wert, die Story-Prämisse ist clever, und die prozeduralen Level bieten einige Wiederspielwert. Aber die strafenden Systeme und die Bugs verhindern, dass es mehr als nur eine Neugierde ist.
Wertung: 5,2 von 10
Wesentliche Fakten:
- Erste Veröffentlichung: 2. Dezember 2014 (Early Access)
- Vollständige Veröffentlichung: 27. Februar 2015
- Plattformen: PS4, Linux, Android, PC, iOS, Mac, Wii U, PS Vita, Xbox One, Nintendo Switch
- Entwickler: Crescent Moon Games
- Publisher: Cinopt Studios, Mobot Studios, Inc, Level 77 Pty Ltd, Crescent Moon Games
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