„Um die Welt in 80 Tagen“ will eine abenteuerliche Komödie über einen Mann sein, der darauf wettet, die Erde in achtzig Tagen umrunden zu können. Stattdessen beschränkt es sich auf einen Actionfilm mit einem Globus als Anhängsel. Jackie Chan spielt Lau Xing, einen Dieb, der einen Jade-Buddha aus der Bank von England stiehlt und bei Phileas Fogg Zuflucht sucht, gespielt von Steve Coogan. Fogg stellt ihn als seinen Valet ein, gibt ihm den Namen Passepartout und die beiden brechen auf eine Reise um die Welt auf, während ein britischer Offizier namens General Fang sie verfolgt.
Frank Coraci inszeniert nach einem Drehbuch von David N. Titcher, David Benullo und David Andrew Goldstein. Der Film basiert lose auf Jules Vernes Roman von 1873, verfällt aber der Logik des Buches zugunsten von Witzen. Die Verfolgungsjagd durch Paris, Istanbul und Indien ist schnell, aber der Film bekennt sich nie voll und ganz zu seiner eigenen Version der Ereignisse.
Die Verfolgungsjagd durch Europa
Die frühen Stunden funktionieren am besten. Fogg trifft in Paris Monique La Roche, gespielt von Cécile de France, und sie schließt sich der Reise an, nachdem sie mit einem Heißluftballon geflohen ist. Die Verfolgungsjagden sind energiegeladen, und die Mischung aus Action und Komödie sorgt für Bewegung. Ewen Bremner spielt Inspector Fix, der das Paar über Europa verfolgt, und Jim Broadbent spielt Lord Kelvin, den Leiter der Royal Academy of Science, dessen Position Fogg zurückgewinnen muss.
Die Mittellänge strauchelt
Sobald die Reise Indien erreicht, verliert der Film den Fokus. Der Originaltext bricht mitten in einem Satz ab, der die Black Scorpions beschreibt, die extremistischen Gruppe hinter dem Diebstahl, und die Verfolgungsjagd durch Indien. Dieses Fehlen einer Auflösung zeigt sich im Endabschnitt, in dem der Film hastig auf sein Ende zusteuert, ohne seinen zentralen Konflikt zu klären. Ian McNeice, Roger Hammond und David Ryall erscheinen in Nebenrollen, und Mark Addy spielt den Dampfschiffskapitän, während Richard Branson als Ballonmann und John Cleese als wettergegerbter Sergeant auftritt.
Das Problem mit der Zeit
Der größte Fehler des Films ist auch sein einfachster: Er betrügt das zugrunde liegende Konzept. Foggs Wette basiert auf einer sorgfältigen Berechnung von Zeit, Distanz und Transport. Dieser Film verlässt diese Berechnung jedes Mal, wenn der Witz es erfordert. Eine Verfolgungsjagd mit einem Heißluftballon, eine Verfolgungsjagd durch Istanbul und eine Verfolgungsjagd durch Indien wirken wie separate Filme, die zusammengefügt wurden, anstatt eine einzige, zusammenhängende Geschichte zu erzählen.
„Entfalten Sie Ihre Fantasie.“
Dieses Motto fasst das Problem zusammen. Der Film bittet die Zuschauer, die Regeln der Wette völlig zu vergessen und stattdessen das Spektakel zu verfolgen.
Die Besetzung trägt die Last
Jackie Chan trägt den Film körperlich und stürzt sich in Kampfszenen, die die ansonsten lose Handlung erden. Steve Coogan spielt Fogg als exzentrisch und clever, obwohl das Drehbuch ihm im Laufe der Geschichte weniger zu tun gibt. Cécile de France behauptet sich als Monique, eine Malerin, die sich der Reise anschließt und dabei hilft, das Paar in Sicherheit zu bringen.
Jim Broadbents Darstellung von Lord Kelvin verdient besondere Anerkennung. Er spielt einen Mann der Tradition, der zwischen seiner Position und einem ehrgeizigen Mann wählen muss, und der Film stützt sich auf diese Spannung, selbst wenn er die Wette selbst aufgibt.
Ein zwiespältiges Gesamtbild
„Um die Welt in 80 Tagen“ ist ein Film voller guter Ideen und schwacher Umsetzung. Die Verfolgungsjagden machen Spaß, die Besetzung ist stark und das zugrunde liegende Konzept ist ehrlich gesagt lustig. Aber der Film hält nie an seinen eigenen Regeln fest, und das führt dazu, dass das Ende gehetzt und leer wirkt.
Nach eigenen Maßstäben scheitert er. Als Verfolgungsjagd-Komödie gelingt es ihm nur manchmal.
4,9 von 10.
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