Ant-Man and the Wasp: Quantumania eröffnet mit einem Versprechen: Scott Lang, frisch aus dem Gefängnis, erhält eine zweite Chance mit seiner Tochter Cassie. Er will Dinge richtigstellen. Der Film verbringt die nächsten zwei Stunden und zwanzig Minuten damit, zu beweisen, dass dieses Versprechen leer war. Es ist nicht ein Film über einen Vater, der versucht, wieder eine Verbindung zu seinem Kind aufzubauen. Es ist ein Film über eine Familie, die versucht, in einem Multiversum zu überleben.
Die Ausgangssituation ist simpel. Scott, Hope van Dyne und Janet van Dyne wollen Hank Pym aus dem Quantenreich retten. Sie tun dies, indem sie selbst in das Quantenreich eindringen. Dort beginnt der Ärger. Das Quantenreich sollte die große Idee hinter Quantumania sein. Stattdessen wird es zu einem Handlungsmittel für endlose Verfolgungsjagden und einen Bösewicht, der hauptsächlich dazu dient, den Bildschirm anzuschreien.
Trailer, via Marvel Entertainment.
Familienharmonie
Die Langs sind das Herz des Films. Paul Rudd spielt Scott mit dem gleichen trockenen Charme, den er seit Jahren verwendet. Evangeline Lilly ist als Hope zurück. Die Chemie zwischen ihnen trägt Szenen, die das Drehbuch ansonsten fallen lässt. Diese Momente funktionieren, weil die Schauspieler sich kennen. Das Drehbuch nicht.
Das Problem ist, dass die Familiendynamik unter dem Spektakel begraben wird. Die Langs sollten der Motor der Geschichte sein. Stattdessen werden sie zugunsten eines Bösewichts an die Seite gedrängt, der weniger interessant ist als der letzte Ant-Man-Bösewicht. Kang der Eroberer taucht in den Trailern auf, aber seine Szenen wirken wie ein Fußnote zu den eigentlichen Problemen des Films.
Kang der Eroberer
Kang ist eine multiverselle Bedrohung, was bedeutet, dass er aus verschiedenen Zeitlinien kommt. Der Film versucht, alles zu erklären. Er scheitert. Die Erklärung ist gehetzt, und der Charakter selbst ist ein Rätsel. Er ist ein Eroberer, gewiss, aber wir erfahren nie, warum er erobert oder was er neben Chaos will. Dieser Mangel an Motivation macht ihn zu einer lästigen Person anstatt zu einer Bedrohung.
Der Film führt außerdem einen neuen Charakter ein, Nadia Van Dyne. Sie ist Janets Tochter und fügt der Familiendrama eine neue Ebene hinzu. Aber ihre Szenen sind dünn. Sie wird erst spät eingeführt, und ihre Rolle ist unterentwickelt. Sie ist ein neues Gesicht, aber nicht eine neue Stimme.
Verfolgungsjagden
Das Quantenreich soll das Markenzeichen des Films sein. Es ist ein Ort, an dem die Zeit anders vergeht und die Realität sich verbiegt. Der Film versucht, das einzufangen. Das gelingt ihm meist nicht. Die Szenen sehen aus wie CGI-Platzhalter. Sie sind dunkel, verschwommen und voller seltsamer Effekte, die nie zu etwas Sinnvollem zusammenwachsen.
Die Actionsequenzen leiden unter dem gleichen Problem. Autos krachen, Gebäude stürzen ein, und die Langs rennen durch Straßen, die aussehen, als wären sie von einem Videospiel gerendert worden. Die Stunts sind funktional, aber sie vermissen Gewicht. Rudd war noch nie ein körperlicher Darsteller, und der Film fordert von ihm Stunts, die unglaubwürdig wirken. Das Ergebnis ist eine Reihe von Szenen, die sich wie Füllmaterial anfühlen.
Musik und Ton
Die Musik versucht, die emotionalen Momente zu verkaufen. Das gelingt ihr meist nicht. Der Soundtrack schwillt während der Verfolgungsjagden an, aber er trifft nicht ins Schwarze. Der Film ist am besten, wenn er langsamer wird und den Schauspielern Luft zum Atmen lässt. Diese ruhigen Momente sind selten, aber sie bleiben im Gedächtnis.
Der finale Akt des Films ist ein einziges Chaos. Er versucht, alles miteinander zu verbinden, aber die Fäden sind lose. Der Plan des Bösewichts wird in einer Montage erklärt, die sich wie ein Betrug anfühlt. Die Auflösung ist gehetzt. Der Film endet mit einem Cliffhanger, der den nächsten Teil der Reihe vorbereitet. Es ist eine Einladung, aber eine Einladung, die nach zwei Stunden der Enttäuschung hohl wirkt.
Das Urteil
Quantumania ist ein Scheitern der Ambition. Es ist ein Film, der groß sein wollte, aber er konnte nicht entscheiden, was das bedeuten sollte. Er versuchte, ein Familien-Drama, ein Superhelden-Epos und ein Multiversums-Abenteuer zu sein. Keines davon gelang ihm. Der Film ist kein Desaster. Er ist eine Enttäuschung.
Der Film hat einige Lichtblicke. Rudd ist immer zuverlässig, und die Familienszenen sind gelegentlich berührend. Aber diese Momente werden von den Schwächen des Films überlagert. Das Drehbuch ist dünn, die Regie ist uneven, und die Action ist unvergesslich. Der Film ist nicht schrecklich, aber er ist nicht sehenswert.
Wenn Sie ein Fan der Reihe sind, werden Sie ein paar Momente finden, die Ihnen gefallen. Wenn Sie auf der Suche nach einem guten Film sind, werden Sie ein paar Momente finden, die Sie ertragen können. Der Film ist eine Erinnerung daran, dass selbst eine geliebte Reihe stolpern kann.
Die Laufzeit des Films beträgt zwei Stunden und zwanzig Minuten. Das ist eine lange Zeit, um einen Film anzusehen, der nicht weiß, was er sein will. Das Budget des Films wird nicht offengelegt, gehört aber zu einer Reihe, die in der Regel hohe Kosten verursacht. Der Film kam im März 2023 in die Kinos. Er ist jetzt auf digitalen Plattformen erhältlich.
Die Bewertung des Films durch die Kritik liegt bei 4,8 von 10. Das ist eine faire Einschätzung. Der Film ist weder ein Reinfall noch ein Erfolg. Er bewegt sich in einem Mittelbereich, den das Publikum schnell vergessen wird.
Hier sind die Dinge, die der Film richtig macht:
- Rudd’s Performance bleibt ein Highlight.
- Die Familiendynamik hat eine echte Wärme.
- Das Konzept des Quantum Realm ist faszinierend.
Hier sind die Dinge, die der Film falsch macht:
- Kang ist ein Code.
- Die Action ist hohl.
- Das Drehbuch ist dünn.
- Der Bösewicht ist eine lästige Person.
Der Film ist eine verpasste Gelegenheit. Er hatte eine gute Prämisse. Er hatte einen talentierten Cast. Er hatte einen Regisseur mit einer Vergangenheit in dem Genre. Keiner dieser Dinge spielte eine Rolle. Der Film ist eine Erinnerung daran, dass eine gute Idee nicht ausreicht. Umsetzung ist wichtig, und Quantumania setzt sie schlecht um.
Key Facts Box – Titel: Ant-Man and the Wasp: Quantumania – Laufzeit: 2 Stunden und 20 Minuten – Veröffentlichung: März 2023 – Kritische Bewertung: 4,8/10
Der Film ist eine Erinnerung daran, dass eine gute Idee allein nicht ausreicht. Die Umsetzung zählt, und Quantumania setzt sie schlecht um. Der Film ist eine verpasste Gelegenheit. Er hatte ein gutes Konzept. Er hatte einen talentierten Cast. Er hatte einen Regisseur mit Erfahrung in dem Genre. Keiner dieser Aspekte spielte eine Rolle.
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