Counter-Strike: Global Offensive erschien 2012 mit einem Problem, das es nie vollständig löste: Es musste zugleich zwei Spiele sein.
Eines war für die PC-Spieler, die jahrelang über frühere Counter-Strike-Spiele diskutiert hatten. Das andere war für Konsolenspieler, die noch nie in ihrem Leben eine Bombe entschärft hatten. Valve und Hidden Path Entertainment entwickelten für beide, und die Nahtstellen sind noch immer sichtbar. Doch der Kern unter diesen Nahtstellen ist ein Taktik-Shooter, den Kritiker bei der Veröffentlichung für sein Gameplay und seine Treue zur Serie lobten.
Trailer, via Valve.
Zwei Teams, eine Bombe, dreißig Runden
Das Grundprinzip hat sich über die Serie hinweg nicht verändert. Terroristen und Counter-Terroristen treffen in objektivbasierten Runden aufeinander. Die gebräuchlichsten Modi verlangen von den Terroristen, eine Bombe zu legen, während die Counter-Terroristen versuchen, sie daran zu hindern, oder sie verlangen von den Counter-Terroristen, Geiseln zu befreien, die die Terroristen gefangen genommen haben. Neun offizielle Modi sind im Lieferumfang enthalten, jeder mit spezifischen Eigenheiten.
Competitive ist derjenige, der zählt. Zwei Teams zu je fünf, Best-of-30, ein auf einem Glicko-Bewertungssystem aufbauender Fertigkeitsrang und ein Matchmaking, das dich mit und gegen Spieler in der Nähe deines Rankings zusammenbringt. Casual und Deathmatch verzichten auf Friendly Fire und dienen hauptsächlich als Übung. Wingman schrumpft das Bombenentschärfungsformat auf Zwei-gegen-Zwei über sechzehn Runden. Arms Race und Demolition stammen beide von Community-Mods für frühere Spiele der Serie ab.
Die Wirtschaft ist das Spiel
Jede Runde endet mit Geld, und jede Runde beginnt damit, dass du entscheidest, wie du es ausgibst. Spieler verdienen In-Game-Währung basierend auf individueller und Teamleistung, wobei gewonnene Runden im Allgemeinen mehr einbringen als verlorene. Kills und Kartenziele bringen zusätzliche Geldboni.
Dieses einzelne System leistet mehr Arbeit als jede Waffe im Spiel. Es zwingt ein verlierendes Team, zwischen Sparen und Gambling zu wählen, und es verwandelt eine schlechte Runde in eine Entscheidung über die nächsten drei. Das Schießen ist präzise, aber die Wirtschaft macht Global Offensive zu einem Spiel der Vorhersagen statt der Reflexe.
Neun Modi, und nur einige davon zählen
So ordnen sich die Modi für jeden, der entscheidet, wo er seine Zeit verbringen will.
- Competitive — das eigentliche Spiel, Fünf-gegen-Fünf, Best-of-30, Ranglisten-Matchmaking.
- Wingman — Zwei-gegen-zwei-Bombenentschärfung über sechzehn Runden, ebenfalls mit Rangliste.
- Danger Zone — der Ende 2018 hinzugefügte Battle-Royale-Modus.
- Demolition — Bombenentschärfung, bei der nur Spieler, die in der vorherigen Runde einen Gegner getötet haben, Waffen-Upgrades erhalten.
- Arms Race — die Umsetzung des „Gun Game“-Formats aus anderen Serienteilen durch Global Offensive.
- Casual und Deathmatch — kein Friendly Fire, für das Üben gedacht.
- Retakes und Flying Scoutsman — kleinere Varianten, die die Liste vervollständigen.
Der Battle-Royale-Eintrag kam sechs Jahre nach dem Start, und er ist das eine Stück Global Offensive, das sich so anfühlt, als sei es gebaut worden, weil jemand anderes zuerst etwas gebaut hat.
Eine Free-to-Play-Wende 2018
Im Dezember 2018 stellte Valve das Spiel auf ein Free-to-Play-Modell um und richtete die Einnahmen auf kosmetische Gegenstände aus. Diese Entscheidung veränderte, wer spielte und warum. Sie rückte zudem das Skin-Handelssystem des Spiels in einer Weise ins Zentrum seiner Wirtschaft, die die Veröffentlichung von 2012 nie vorhergesehen hatte.
Die ursprüngliche Veröffentlichung umfasste OS X, PlayStation 3, Windows und Xbox 360. Linux folgte 2014. Die Entwicklung lief über zwei Jahre vor dem Start. Seit der Veröffentlichung hat das Spiel schätzungsweise 11 Millionen Spieler pro Monat angezogen und bleibt eines der meistgespielten Titel auf Valves Steam.
Wo die Konsolenversion zu kurz kommt
Global Offensive erhielt bei der Veröffentlichung positive Kritiken. Das Lob galt seinem Gameplay und seiner Treue zur Counter-Strike-Serie. Die Kritik galt einigen frühen Funktionen und der Kluft zwischen der Konsolen- und der PC-Version.
Diese Lücke ist keine Kleinigkeit. Ein taktischer Shooter, der auf dem oben beschriebenen Wirtschaftssystem aufbaut, verlangt Präzision und eine Community, die an einem Ort bleibt. Matchmaking auf dedizierten Valve-Servern und von der Community betriebenen Servern mit eigenen Karten und Modi gab der PC-Version eine Grundlage, die die Konsolenversionen nie hatten. Die Veröffentlichungen für PlayStation 3 und Xbox 360 waren solide Portierungen eines Spiels, dessen wahres Leben anderswo stattfand.
Valves eigene Geschichte mit der Reihe machte dies vorhersehbar. Counter-Strike wuchs als PC-Mod heran, und Global Offensive war das vierte Spiel der Counter-Strike-Reihe. Von ihm zu verlangen, auf einem Controller ebenso gut zu funktionieren, musste immer etwas kosten.
Was Bestand hat
Das Fundament ist hervorragend. Rundenbasiertes Objectivespiel, eine bestrafende Wirtschaft, Ranglisten-Matchmaking und neun Modi, die ihre Existenz größtenteils rechtfertigen. Global Offensive versteht, dass Spannung aus Knappheit entsteht, nicht aus Spektakel, und es bläht sich nie auf, um ein Blockbuster zu sein.
Die Schwächen sind struktureller而非 mechanischer Natur. Die Konsolenversionen sind das geringere Produkt. Die Modusliste enthält Füllmaterial. Und der Wechsel zu Free-to-Play machte, was auch immer er für die Spielerzahlen bewirkte, die Kosmetik-Wirtschaft zu einem größeren Teil der Diskussion, als das eigentliche Design des Spiels verdient.
Nichts davon erschüttert den Kern. Global Offensive ist ein Shooter, der Teams belohnt, die planen, und Teams bestraft, die es nicht tun, und das Lob, das es zum Start für sein Gameplay und seine Treue zur Reihe erhielt, hat noch immer Bestand. Die 11 Millionen monatlichen Spieler sind kein Rätsel.
8,1 von 10
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