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Gefängnisreportage: Zwei Mädchen Verschwunden, Ein Vater, Der Nicht Aufhört

Ein düsterer Fall von zwei verschwundenen Jungfrauen, einem Vater voll Zorn und einer Falle, die tief in einer kalten, unerbittlichen Geheimniskette vergraben liegt.

Von mitch·6 Min. Lesezeit
A man stands before a trap he has built in the woods, searching for his vanished daughter.

Zwei Mädchen verschwinden. Ein Vater wendet sich der Gewalt zu, um sie zu finden. Das ist die Triebkraft von Denis Villeneuves „Prisoners,“ einem knappen, düsteren Krimi über Väter, die nicht aufhören. Hugh Jackman spielt Keller Dover, einen Mann, dessen sechsjährige Tochter entführt wird, während Jake Gyllenhaal den Detective Loki darstellt, den Beamten, der dem Fall nachgeht. Der Film verbringt beinahe drei Stunden damit, beide Männer durch Trauer, Misstrauen und schreckliche Entscheidungen zu verfolgen.

Dies ist ein kalter, unerbittlicher Film. Es gibt keinen Trost in seiner Grausamkeit. Die Darstellungen tragen ihn, und die Regie hält ihn in Bewegung, doch die Handlung strebt einem Finale zu, das sich weniger wie eine Auflösung anfühlt und mehr wie Erschöpfung. Es ist eine würdige, anstrengende Vorstellung, aber keine einfache.

Trailer, via Warner Bros.

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Die Verschwindung

Die Geschichte beginnt mit zwei Familien bei einem Abendessen. Die Dovers sind die Gastgeber. Die Burrows kommen spät, bringen ihre fünfjährige Tochter, um mit Keller’s Tochter Hannah zu spielen. Die Nacht endet schlecht. Am nächsten Morgen sind beide Mädchen verschwunden.

Keller findet eine Nachricht, die ihm gelassen wurde. Sie sagt ihm, wo er suchen soll. Er tut es, und was er dort findet treibt ihn auf eine Falle zu, aus der er nicht entkommen kann. Der Film erklärt die Nachricht nicht. Er reicht sie ihm einfach, und das Publikum beobachtet, wie Keller darauf reagiert.

Loki tritt am Ort des Geschehens ein. Er sieht die Falle, ebenso wie das Blut. Der Beamte weiß, dass Keller irgendetwas Falsches tut, kann es aber nicht beweisen. Der Film widmet sich einer großen Menge an Zeit diesem Spannungsbogen: der Vater, der glaubt, die Wahrheit zu kennen, und der Cop, der ihn bezweifelt.

Jackman und Gyllenhaal

Jackman ist hier der Hauptdarsteller. Sein Keller ist ein Mann, der über die Vernunft hinausgetrieben wird. Er ist ein Vater, der nicht untätig danebenstehen kann, während seine Tochter entführt wird. Jackman spielt die Panik, den Zorn und die Angst mit einer physischen Intensität, die nie nachlässt. Das ist eine Darstellung, die auf ständigem Auf und Ab basiert, und sie hält den Film zusammen.

Gyllenhaal ist genauso stark als Loki. Sein Charakter ist ein Mann, der die Regeln versteht, selbst wenn er sie bricht. Loki ist ein guter Cop, aber er ist auch ein Mann, der alles tun wird, um einen Fall zu lösen. Gyllenhaal gibt ihm eine müde, verängstigte Qualität. Er ist kein Held. Er ist ein Mann, der einen Job macht, und der Job wird immer schwieriger.

Die Nebendarsteller sind solide. Viola Davis spielt Holly, die Mutter der anderen verschwundenen Tochter, mit einer stillen Verzweiflung. Terrence Howard spielt den Vater der Burrows‘ Tochter, und er bringt eine ruhige Gelassenheit in eine Geschichte voller Chaos. Der Film lehnt sich auf diese Schauspieler, um die Wahnsinnigkeit um sie herum zu verankern.

Das Fallen

Das Fallen ist das Zentrum des Films. Keller baut es geheim, aus Materialien seines Jobs. Er glaubt, dass es den Mann fangen wird, der seine Tochter genommen hat. Es tut es nicht. Stattdessen fängt es jemand anderen ganz anders.

Der Film erklärt nicht, warum Keller diesen Weg einschlägt. Er zeigt ihn nur dabei, es zu bauen, und dann darauf zu warten. Das Fallen ist ein Symbol seiner Verzweiflung. Er ist bereit, jedem zu schaden, um seine Tochter zurückzubekommen. Der Film fordert das Publikum auf, mit diesem Gefühl zu leben, und er bietet keine einfache Antwort.

Loki beobachtet Keller beim Bau des Falls. Der Film zeigt nicht Loki, der ihn warnt, und er zeigt nicht Keller, der nicht hört. Das Fallen ist ein Wendepunkt. Nachdem es losgeht, wird der Film dunkler, verzweifelter. Die Suche nach den Mädchen wird eine Jagd, und die Jäger werden die Gejagten.

Die Suche

Der Film investiert viel Zeit in die Suche. Keller und Loki jagen Spuren, folgen Verdächtigen, und sie befragen Zeugen. Die Suche ist systematisch, erschöpfend, und oft sinnlos. Der Film will das Publikum dazu bringen, das Gewicht der Ermittlung zu fühlen, und es gelingt.

Es gibt Momente von Leichtigkeit, aber sie sind selten. Ein Witz landet flach. Ein Lächeln verschwindet schnell. Der Film interessiert sich nicht für Komfort. Er interessiert sich für Angst.

Die Suche führt auch eine dritte Familie ins Spiel. Sie sind Fremde für beide, Keller und Loki, und ihre Beteiligung kompliziert den Fall. Der Film verwendet sie, um Fragen über Vertrauen und Treue zu stellen. Sind sie Freunde? Sind sie Feinde? Der Film antwortet nicht klar, und diese Unklarheit arbeitet zu seinem Vorteil.

Das Ende

Die Abspannsequenz ist der Stelle, wo das Film stolpert. Der Ausgang ist plötzlich, und er lässt mehrere Fäden ungelöst. Das Schicksal des Entführers wird enthüllt, aber die emotionale Belohnung ist schwach. Das Film hat so viel Zeit damit verbracht, Spannung aufzubauen, dass die Entspannung antiklimatisch wirkt.

Es gibt einen Knick, aber das Film legt Hinweise über die Identität des Entführers vor. Ob das Publikum es vor den Figuren herausfindet, ist aus der Quelle nicht zu bestimmen. Das Mysterium sollte der Stärke des Films sein, doch es wird zu einer Last.

Der Abschlussbild ist ein starkes Bild, aber es löst die Geschichte nicht. Der Film endet mit einer Frage, nicht mit einer Antwort. Das ist eine mutige Wahl, aber es ist auch eine frustrierende.

Der Craft

Das Film ist technisch fähig. Villeneuve dirigiert mit einem sicheren Hand, und die Kameraarbeit ist dunkel und düster. Die Schnittarbeit ist scharf, und der Rhythmus ist unerbittlich. Die Musik, von Alexandre Desplat, ist gespannt und effektiv. Die Bauten sind detailliert und lebendig. Das Film sieht und hört professionell.

Aber technische Fähigkeit reicht nicht aus. Ein Film muss etwas sagen, und „Prisoners“ sagt etwas unbequem. Es ist eine Geschichte über Väter, die nicht aufhören. Es ist eine Geschichte über den Preis der Besessenheit. Es ist eine Geschichte über die dünn gespannte Linie zwischen Gerechtigkeit und Vergeltung.

Das Film ist nicht subtil mit seiner Botschaft. Es haut das Publikum darauf ein. Aber die Botschaft ist es wert. Das Film fragt ernsthafte Fragen über was ein Elternteil seinem Kind schuldet, und was ein Elternteil zu tun berechtigt, um es zu beschützen.

Das Urteil

„Prisoners“ ist ein schwer zu empfehlender Film. Er ist gut gemacht, mit starken Darstellungen und einem packenden zentralen Mysterium. Aber es ist auch eine quälende Erfahrung. Der Film ist durchgehend düster, und er bietet wenig Erleichterung.

Es ist ein Film über Väter, aber er ist kein sentimentaler. Er feiert nicht die Vaterrolle. Er erforscht die dunkelsten Ecken des väterlichen Liebes. Das Film ist ehrlich über den Preis dieser Liebe, und diese Ehrlichkeit ist selten im Mainstream-Kino.

Die Fehler des Films sind erheblich. Der Abspann ist schwach, die Rätsel sind vorhersehbar, und der Ton ist unerbittlich düster. Aber die Stärken sind echt. Die Darstellungen sind hervorragend, die Regie ist selbstbewusst, und die Themen sind von Substanz.

„Prisoners“ ist ein Film, der Aufmerksamkeit verdient. Er belohnt nicht das flüchtige Zuschauen. Er erfordert Geduld, er erfordert Nachdenken. Er bleibt dem Zuschauer lange nach Ende des Films im Gedächtnis.

Es ist eine wertvolle, verlangende Vorstellung. Sie ist nicht einfach.

Bewertung: 7 von 10

Faktenkasten

  • Titel: Prisoners
  • Regisseur: Denis Villeneuve
  • Erscheinungsjahr: 2013
  • Länge: 153 Minuten
  • Hauptbesetzung: Hugh Jackman, Jake Gyllenhaal, Viola Davis, Terrence Howard
  • Bewertung: 7 von 10
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