Kinect Sports Rivals ist das letzte Spiel in der Kinect-Sports-Reihe, und es spielt sich wie eine Maschine, der die Ideen ausgehen. Rare entwickelte es. Microsoft Studios veröffentlichte es. Es erschien im April 2014 für die Xbox One, angekündigt im Jahr zuvor auf Microsofts Pressekonferenz zur E3 2013. Die Kinect-Kamera sollte die Zukunft der Konsole sein. Dieses Spiel zeigt, warum sie es nicht war.
Trailer, via TheMediaCows.
Bowling, Jetski-Rennen und fünf weitere Disziplinen
Das Spiel wird mit sechs Sportarten ausgeliefert: Bowling, Jetski-Rennen, Klettern, Fußball, Zielschließen und Tennis. Das ist das ganze Angebot. Jede einzelne nutzt die bewegungserfassende Kinect-Kamera, um deine Bewegungen und Gesichtsausdrücke zu verfolgen, und das Versprechen war Genauigkeit — die Kamera liest deinen Körper, damit das Spiel dich in sich hineinversetzen kann.
Das hält nicht stand. Ein Sportpaket steht und fällt damit, ob sich die Eingabe richtig anfühlt, und Bewegungsverfolgung ist die unzuverlässigste Art, ein Spiel zu steuern. Bowling und Tennis verlangen ein Timing, das die Kamera nicht sauber liefern kann. Jetski-Rennen und Klettern sind die beiden Disziplinen, die nur auf dieser Hardware existieren könnten, was sie zu den interessantesten und den frustrierendsten macht.
Einzelspieler, Mehrspieler, Kooperativ
Rare deckt die Modi ab. Kinect Sports Rivals unterstützt Einzelspieler-, Mehrspieler- und Kooperativspiel, durchgehend aus der Third-Person-Perspektive. Die Struktur ist für ein Wohnzimmer voller Menschen gebaut, die sich abwechseln.
Das ist eine echte Stärke, und es ist zugleich die Obergrenze. Der Wettbewerb mit Freunden und Rivalen ist der Punkt, und er ist der Teil, der funktioniert. Spiel allein, und die Dünnheit zeigt sich schnell.
Wo die sechs Sportarten landen
Sortiert danach, was tatsächlich funktioniert:
- Bowling — die verlässlichste Disziplin und die, die den besten Tagen der Reihe am nächsten kommt.
- Tennis — solide Ballwechsel, wackelige Erfassung beim Schlag.
- Jetski-Rennen — die beste Bühne für die Kamera und die härteste, wenn sie abrutscht.
- Klettern — eine echte Idee, gebremst durch dieselben Eingabeprobleme.
- Zielschiessen — präzise genug und vergessenswert.
- Fussball — der schwächste der sechs und derjenige, der die meiste Präzision gebraucht hätte.
Die Zahlen hinter dem Start
- Veröffentlichung: April 2014
- Plattform: Xbox One
- Entwickler: Rare
- Publisher: Microsoft Studios
- Sportarten: 6
- Modi: Einzelspieler, Mehrspieler, Kooperativ
- Angekündigt: E3 2013
- Bewertung: 6,5/10
Das Kinect-Problem
Kinect Sports Rivals ist das dritte und letzte Spiel seiner Reihe. Dieses Ende war kein Zufall. Das Spiel verlangt von den Spielern, dass sie bei jedem Schwung, jedem Wurf und jedem Sprung einer Kamera vertrauen, und die Kamera ist der am wenigsten vertrauenswürdige Teil des Aufbaus.
Die sechs Sportarten sind eine vernünftige Auswahl. Die Modi sind vollständig. Was fehlt, ist das Eine, ohne das ein Sportspiel nicht auskommt: eine Steuerung, die verschwindet. Hier tut sie das nie. Man ist sich stets der Hardware bewusst, gleicht sie ständig aus und verliert immer wieder einen Ballwechsel durch eine Fehlinterpretation.
Rare hat eine gelungene Demonstration des Kinect gebaut. Es hat kein gelungenes Sportspiel gebaut. Das sind unterschiedliche Aufgaben, und die Bewertung spiegelt die Kluft wider.
6,5 von 10
Das Notizbuch abonnieren.
Die besten Geschichten des Tages und jedes neue Urteil, in klarem Deutsch, um sieben im Postfach. Eine Mail am Tag, nicht mehr.





