GESCHRIEBEN IN KLAREM DEUTSCH.
Über uns
CLAY TRIBUNE.
ShopCartAccount
Anzeige

Kristin Chenoweth sticht in einem soliden, wenn auch etwas zu langatmigen Musical über die verschwundene Romanow-Prinzessin. )

Eine Geschichte von einem Mädchen, das möglicherweise königlichen Geburtsrechten angehört, und dem Wanderer, der ihr bei einer gefährlichen Flucht über verschneite Ödlande hilft. )

Von mitch·5 Min. Lesezeit
A young woman wanders through a snow-covered wilderness as a distant palace looms on the horizon.

Anastasia ist ein 1997 entstandener animierter Musicalfilm über ein Mädchen, das möglicherweise die verschollene Tochter des letzten Zaren Russlands ist. Der Film will ein großes Abenteuer, eine Liebesgeschichte und eine Hommage an eine vergangene Epoche zugleich sein. Er gelingt es größtenteils, angenehm zu sein, wenngleich er nie ganz seinen eigenen Legendenstatus erlangt.

Trailer, via MeiilinG.

Die Suche nach der letzten Tochter des Zaren

Die Geschichte folgt Anya, einer jungen Frau, die nach der russischen Revolution auf den Straßen von Paris gefunden wird. Sie gibt an, die Großherzogin Anastasia Romanow, die vermisste Tochter des letzten Zaren, zu sein, aber niemand glaubt ihr. Ein Betrüger namens Dimitri, der sich als Prinz ausgibt, hält sie für eine Möglichkeit, an Geld zu kommen, bis eine echte Aristokratin namens Gräfin Olga versucht, die echte Anastasia zu finden. Als ein Telegramm mit Forderungen nach Beweisen eintrifft, fliehen Anya, Dimitri und Olga vor Bolschewiki über die verschneite Tundra in Richtung des Palastes in Peterhof.

Anzeige

Es ist ein einfaches Setup, und es funktioniert größtenteils. Der Einsatz ist klar: Entweder ist das Mädchen von königlichem Blut und ein Vermögen steht bevor, oder sie ist eine Hochstaplerin und die Jagd geht im Nichts unter. Der Film vertraut darauf, dass diese Spannung den mittleren Abschnitt trägt, und das tut er größtenteils.

Stimmen und Lieder tragen die Last

Kristin Chenoweth spricht Anya, und ihre Leistung ist das Herz des Films. Sie verleiht der Figur eine große Ehrlichkeit, die leicht eine Karikatur geworden wäre. Ihre Interpretation von „Journey to the Past“ ist der Song, an den sich die meisten Leute erinnern, und es ist leicht zu verstehen, warum. Sie trägt ein Gefühl der Sehnsucht mit sich, das perfekt zur Prämisse der Geschichte passt.

John Travolta spricht Dimitri, und seine Leistung ist weniger einprägsam, aber brauchbar. Er spielt die Rolle des Schwindlers geradeaus, was in einer Geschichte voller Täuschung funktioniert. Patrick Cassidy spricht die Stimme des Zaren, und seine Präsenz verankert die Fantasie in etwas, das der Geschichte näher kommt.

„Wenn ich wieder ein Junge wäre, würde ich mein Leben noch einmal leben.“

Diese Zeile, die Anya gegen Ende sagt, fasst das zentrale Thema des Films zusammen: der Wunsch, ein Leben zu wiederholen, diesmal die richtigen Entscheidungen zu treffen. Es ist ein ehrlicher Moment in einem Film voller Songs und Spektakel, und er kommt an, weil Chenoweth ihn verkörpert.

Musik, die im Gedächtnis bleibt

„Don’t Fall in Love“ ist ein herausragender Track, ein Walzer, der die Romanze zwischen Anya und Dimitri einfängt, ohne jemals zu kitschig zu werden. Es ist einer der wenigen Songs, die sich so anfühlt, als könnte er außerhalb des Films existieren und dennoch funktionieren. Andere Songs, wie „A Day in Russia“, sind angenehm, aber vergessen.

Die Musik, komponiert von Stephen Flaherty und Lynn Ahrens, stützt sich stark auf Klavier und Streicher. Sie unterstützt die Geschichte, ohne sie zu überwältigen, was die beste Art von Musik für einen Zeichentrickfilm ist. Die Musik wird nie zu einer Ablenkung, und sie wird nie zum Hauptpunkt.

Animation und Setting

Die Animation ist hell und klar, mit einem Stil, der sich auf traditionelle handgezeichnete Techniken stützt, anstatt auf das Computer-Rendering, das zu dieser Zeit immer häufiger wurde. Die Settings sind üppig, vom opulenten Palast in Peterhof bis zur schneebedeckten Tundra. Der Film verwendet Farbe, um zwischen der Vergangenheit und der Gegenwart zu unterscheiden, wobei die Flashback-Szenen in wärmeren Tönen dargestellt werden, während die Jagd in der Gegenwart kühl und hart bleibt.

Die Animatoren gehen auch gut mit dem Film’s charakteristischem visuellen Gag um: Dimitri’s Angewohnheit, wann immer er in die Enge getrieben wird, eine Waffe aus seiner Tasche zu ziehen. Es ist ein kleiner Witz, aber er taucht oft genug auf, um zu einem Running Gag zu werden, der im letzten Akt Früchte trägt.

Wo es zu kurz kommt

Die Schwäche des Films liegt im Tempo. Der mittlere Abschnitt zieht sich hin, wobei die Reise des Trios durch die Tundra wie Füllmaterial anstatt wie ein notwendiger Schritt zum Höhepunkt wirkt. Der Film ist zu lang, und er rechtfertigt nicht immer die Zeit, die es braucht, um dorthin zu gelangen.

Die Handlung stützt sich auch zu stark auf Zufälle. Charaktere scheinen zufällig zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein, und die Auflösung hängt von einer Wendung ab, die wie eine Notlösung anstatt wie etwas verdientes wirkt. Der Film bittet Sie, Ihre Ungläubigkeit auszusetzen, und manchmal verlangt er mehr, als die Geschichte liefert.

Ein angenehmer Musicalfilm, nicht eine Legende

Anastasia ist ein kompetenter Zeichentrickfilm mit einer starken Hauptdarstellung und einer Handvoll großartiger Songs. Es ist kein Meisterwerk, aber es ist ein solider Vertreter des Genres. Es respektiert sein Ausgangsmaterial, ohne durch dieses belastet zu werden, und weiß genau, welche Art von Geschichte es erzählen möchte.

Der Film gewinnt im letzten Akt an Schwung, und die Auflösung ist zufriedenstellend genug, um die langsame Mitte zu verzeihen. Das Ende, das die Wahrheit über Anyas Identität enthüllt, ist eine echte Überraschung, die gut ankommt.

WICHTIGE FAKTENBOX – Titel: Anastasia – Jahr: 1997 – Art: Animiertes Musical – Länge: Nicht in der Quelle angegeben – Wertung: 6.1/10

Der Film-Soundtrack spiegelt dieses gemischte Bild wider: er ist ein angenehmes Vergnügen, eine schöne Zeit, aber nicht eine Legende. Er ist eine solide Ergänzung des animierten Kanons und belohnt mehrmaliges Ansehen allein wegen seiner Songs. Für alle, die mit „Journey to the Past“ mitgesungen sind, hält der Film als eine schöne Erinnerung stand, auch wenn er nicht als ein großartiger Film standhält.

6.1 von 10.

Das Notizbuch

Das Notizbuch abonnieren.

Die besten Geschichten des Tages und jedes neue Urteil, in klarem Deutsch, um sieben im Postfach. Eine Mail am Tag, nicht mehr.

Wir schicken eine Bestätigungsmail. Jede Ausgabe hat einen Abmeldelink, ein Klick genügt.

Film reviews
Anzeige

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Als Amazon-Partner verdient Clay Tribune an qualifizierten Verkäufen.