Childish Gambino machte Camp klingen wie ein Zirkusclown, der nichts zu verlieren hat. Das Album ist voller Witze, falscher Akzente und Lieder über reiche Leute, die sich wie eine Scherznummer anhören statt wie eine ernsthafte Betrachtung ihres Lebens. Es will dich zum Lachen bringen, während es vorgibt, etwas zu sein, das es nicht ist.
Erste Titel
„Outside“ beginnt das Album mit einem langsamen, schweren Beat und einer Stimme, die sich anhört, als würde ein Mann eine Geschichte erzählen, die ihn zurückgelassen hat. Es setzt den Ton für das, was folgt: Humor, der ernsthafte Themen als Scherze beherrscht, statt sie als Wahrheit zu behandeln.
„Fire Fly“ und „Bonfire“ sind schneller, beide gebaut auf dem gleichen spielerischen, clubmäßigen Sound, der durch das gesamte Album läuft. Sie sind angenehm genug, aber sie fordern den Hörer nicht dazu auf, stillzusitzen und nachzudenken.
„All the Shine“ ist der längste Titel auf der ersten Hälfte des Albums, über fünf Minuten lang. Er verbringt diese Zeit damit, eine Stimmung aufzubauen, statt viel von Bedeutung zu sagen.
„Letter Home“ ist kurz und ruhig, eine Pause zwischen den größeren Titeln. Es funktioniert am besten als Pausenzeichen, nicht als Aussage.
„Heartbeat“ ist das Lied, das sich früh von den anderen abhebt. Es ist gebaut zum Tanzen, aber es greift auch nach Humor, eine Mischung, die besser funktioniert als fast alles andere hier.
„Backpackers“ und „LES“ kommen schnell vorbei, beide solide, aber leicht vergessen zu machen, sobald das Album weitergeht.
Mittlerer Abschnitt
„Hold You Down“ ist ein langsamer, stetiger Titel, der sich hin zu einem starken Refrain aufbaut. Es ist einer der wenigen Momente, wo das Album seine Wachsamkeit herablässt und ehrlich klingt.
„Kids“ handelt von Vaterschaft und Berühmtheit auf eine Weise, die sich ehrlich anhört, selbst wenn der Humor leicht bleibt.
„You See Me“ ist der klarste Höhepunkt des Albums. Es ist direkt, witzig und überraschend berührend zugleich, ein seltener Moment, wo die Witze landen, ohne ihre Schärfe zu verlieren.
„Sunrise“ und „That Power“ folgen, wobei „That Power“ sieben Minuten umfasst und sich über die Stelle hinauszieht, wo es enden sollte. Beide verdienen nicht den Raum, den sie einnehmen.
„Freaks and Geeks“ schließt die Hauptsequenz der Tracks mit scharfem, beißendem Humor, der durch die Witze des Restes des Albums schnitt.
„Not Going Back“ endet das Album auf einer Note von Trotz, obwohl es dem Versprechen seines Titels nicht gerecht wird.
Remixe und Urteil
Die letzten beiden Tracks, „Heartbeat“ und „Heartbeat (OLIVER Remix),“ sind dieselbe Nummer in anderer Kleidung. Keiner von beiden fügt viel hinzu, über das Original hinaus.
Eine Position, die sich überhaupt nicht unter Prüfung stellt.
Diese Zeile fasst das gesamte Album zusammen. Gambino spielt einen Mann außerhalb der Menge, aber die Nummer wird nie geprüft, indem jemand ihn fragt, was er wirklich meint. Die Witze sind oft komisch, aber sie bohren selten tief in die Themen, die sie berühren.
Die besten Tracks hier — „You See Me,“ „Heartbeat,“ und „Hold You Down“ — zeigen, was Gambino tun kann, wenn er aufhört, eine Rolle zu spielen, und einfach nur zu spielen beginnt. Der Rest des Albums ist eine Maske, die er anlegt und abnimmt, ohne dass der Zuschauer je den Menschen darunter sieht.
Die Grenzen des Albums
Das größte Problem des Albums ist, dass es seine zentrale Idee nie lässt prüfen. Es ist clever, komisch und manchmal rührend, aber es lässt den Hörer nie ernsthaft die zentrale Idee in Frage stellen. Das ist eine Grenze, kein Fehler, und sie hält das Album davon ab, mehr zu sein als es ist.
Hier ist, wie das Album aufgeteilt ist:
- „Outside“ setzt die Stimmung mit einem schweren, langsamen Beat
- „Fire Fly“ und „Bonfire“ gleiten angenehm vorüber, ohne viel Gewicht zu haben
- „All the Shine“ und „Letter Home“ füllen Raum, ohne viel hinzuzufügen
- „Heartbeat“ ist das herausragende Stück der ersten Hälfte
- „Backpackers“ und „LES“ sind solide, aber leicht vergessen zu machen
- „Hold You Down“ und „Kids“ stehen für ihre Ehrlichkeit hervor
- „You See Me“ ist der offensichtliche Höhepunkt des Albums
- „Sunrise“ und „That Power“ dehnen sich über das hinaus, was sie verdienen
- „Freaks and Geeks“ schließt den Hauptteil mit scharfem Humor ab
- „Not Going Back“ beendet das Album auf einem Ton von Trotz
- „Heartbeat (OLIVER remix)“ wiederholt dasselbe Lied noch einmal
Camp ist kein Misserfolg, aber es ist ein Album, das nie ganz seinen eigenen Ideen verpflichtet. Es ist clever, witzig und manchmal rührend, aber es fordert den Hörer nie auf, seine zentrale Idee ernst zu nehmen. Das ist eine Grenze, nicht ein Fehler, und es hält das Album davon ab, größer zu sein, als es ist.
6,9 von 10.
- Outside4:32
- Fire Fly3:26
- Bonfire3:15
- All the Shine5:48
- Letter Home1:46
- Heartbeat4:33
- Backpackers3:18
- LES5:21
- Hold You Down4:55
- Kids5:00
- You See Me3:17
- Sunrise3:42
- That Power7:44
- Freaks and Geeks3:39
- Not Going Back4:43
- Heartbeat (Treasure Fingers remix)5:32
- Heartbeat (OLIVER remix)4:32







