Katniss Everdeen tritt aus dem Wald in *The Hunger Games: Mockingjay – Teil 2* und in den endgültigen Kampf der Reihe. Dies ist ein Film über Enden, über den Preis des Sieges und über ein Mädchen, das drei Filme lang gesagt bekommen hat, was es zu tun hat. Jetzt kann sie wählen, und der Bildschirm füllt sich mit Feuer.
Der Film setzt dort fort, wo Teil 1 aufgehört hat, mit Katniss (Jennifer Lawrence), die nach einem öffentlich getragenen Exekutionsakt ihrer Verbündeten aus dem Capitol entkommen ist. Sie kehrt nach Distrikt 13 zurück, nun das Zentrum des Aufstands, und findet sich in eine Propagakampagne unter Führung von Präsident Alma Coin (Julianne Moore) verstrickt. Das Plan ist einfach: Katniss spielt die Mockingjay, das Symbol der Widerstandskämpfer, während die Aufständischen das Capitol stürmen. Was folgt ist ein Krieg, ein Prozess und eine Auflösung, die versucht, die Fäden des Buches zu verknoten, ohne die Stakes zu verlieren.
Trailer, via *The Hunger Games*.
Katniss nimmt die Kontrolle an sich
Lawrence trägt den Film. Sie spielt Katniss als Frau, die ihre Unschuld verloren hat und einen kalten Stoff an ihre Stelle gewonnen hat. Ihre Darstellung ist beherrscht, präzise und manchmal flach — ein berechnetes Gesicht über eine Figur, die alles andere als es ist. Das Drehbuch gibt ihr Momente von Wut, Trauer und stiller Entschlossenheit, und Lawrence verkauft sie alle ohne je nach Melodramatik zu greifen.
Die Nebendarsteller sind stark um sie herum. Moore spielt Coin mit einer kalten, berechnenden Schärfe, und ihre Szenen mit Katniss knistern vor Spannung. Liam Hemsworth’s Gale ist mehr eine Präsenz als eine Figur, und sein Bogen fühlt sich dünn an im Vergleich zu Katniss‘. Josh Hutcherson’s Peeta ist ein Schatten seines früheren Selbst, eingesperrt in einer Capitol-Zelle und langsam auseinanderfallend. Sam Claflin’s Finnick Odair erhält einige herausstechende Szenen, besonders am Anfang des Films, aber auch er verschwindet, als die Geschichte sich ihrem Höhepunkt nähert.
Der Kampf um das Capitol
Die Action-Szenen sind das stärkste Merkmal des Films. Der Aufstandsangriff auf das Capitol ist ein brutaler, chaotischer Vorfall, bei dem Katniss eine Gruppe durch Straßen führt, die mit feindlichen Soldaten gespickt sind. Der Film lehnt sich in die Chaos des Krieges ein, zeigt die Grausamkeit desselben ohne zu romantischieren. Es gibt Explosionen, Gewehrfeuer und einen finalen Konfrontation, die mit Gewicht landet.
Aber das Film ist nicht nur Spektakel. Er nimmt auch Zeit für ruhigere Szenen ein, einschließlich einer angespannten Gerichtsszene, in der Katniss gegen Präsident Snow (Donald Sutherland) aussagt. Diese Momente verankern die Handlung in menschlichem Gefühl, selbst wenn die Skala größer wird.
Wo die Geschichte versagt
Nicht alles hält zusammen. Das Film dauert zu lange, und einige Szenen fühlen sich aufgepolstert an, besonders in der Mitte. Der Rhythmus verlangsamt sich während des Rebellenmarsches, und das Film verliert Schwung, bevor der finale Angriff beginnt. Einige Nebengeschichten — einschließlich eines Fadens, der Katniss‘ Schwester Prim betrifft — bekommen zu wenig Aufmerksamkeit, was die emotionale Tiefe des letzten Aktes auf Laurences Schultern allein legt.
Das Film kämpft auch mit seinem Ton. Es will ein düsteres Kriegsfilm und eine Charakterstudie sein, und die beiden Ziele kollidieren manchmal. Einige Szenen sind zu düster, andere zu sentimental, und die Wechsel zwischen den beiden können irritierend wirken. Das Film ist am besten, wenn es sich einem Modus verschließt, und am schwächsten, wenn es beide gleichzeitig ausgleichen will.
Die letzten Stunden
Der Abschluss landet mit Kraft. Katniss steht Snow gegenüber in einer finalen Konfrontation, und das Film verdient die Auflösung, die es anbietet. Es bietet keine saubere Sieg, und es tut nicht so, als wäre Frieden leicht. Diese Zurückhaltung ist das größte Stärke des Films.
- Der Rebellenangriff auf den Kapitol
- Die Aussage gegen Snow vor Gericht
- Die finale Konfrontation mit Snow
- Die Nachwirkungen in Distrikt 13
Diese vier Elemente bilden den Kern des Films, und jeder von ihnen funktioniert besser als das Material um ihn herum.
- Der Angriff auf den Kapitol — die kinetischste und spannendste Folge im Film
- Die Gerichtsverhandlungsszene — der emotional aufwühlendste Moment
- Die finale Konfrontation — die befriedigendste Auskunft
- Die Nachwirkung — die am unbestimmtesten und reifsten Schluss
Der Film endet auf einer Note der Erschöpfung, nicht des Triumphes. Es ist eine angemessene Endung einer Serie, die sich immer um den Preis des Kämpfens gedreht hat.
Ein gemischter Erbe
Hunger Games: Mockingjay – Teil 2 ist eine solide, wenn auch ungleiche, Abschluss zu einer Saga. Sie ehrt das Quellenmaterial während sie ihre eigenen Entscheidungen trifft, und sie vertraut dem Publikum darauf, mit Unklarheit auszukommen anstatt einem glücklichen Ende zu rennen. Lawrences Darstellung stützt einen Film, der in seiner besten Zeit seinen Themen vertraut und in seiner schlechten versucht, zu viel auf einmal zu tun.
Der Film ist kein Meisterwerk, aber er ist eine würdige Abschluss. Er respektiert die Figuren, die er über drei Filme aufgebaut hat, und er gibt ihnen ein letztes Kapitel, das, obwohl unvollkommen, verdient erscheint.
Wertung: 6.5 von 10
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