Moon Studios baute Ori and the Blind Forest um einen kleinen weißen Geist und einen sterbenden Wald, und es funktionierte. Das Metroidvania-Platformer-Spiel erschien im März 2015 für Windows und Xbox One und erreichte im September 2019 die Nintendo Switch. Es erhielt von der Kritik großes Lob für seine Kunst, seine Musik und seine Geschichte und wurde als ein Titel genannt, der Kunst in Videospielen repräsentierte.
Trailer, via XBOX.
Nibel, Naru und der Sturz vom Geistbaum
Der Wald von Nibel stirbt. Ein Sturm setzt den Zusammenbruch in Gang, und Ori, ein Schutzgeist, fällt als Neugeborener vom Geistbaum. Eine Kreatur namens Naru nimmt Ori an und zieht ihn wie ihr eigenes Kind auf.
Dann verdorrt eine Katastrophe den Wald. Naru stirbt an Hunger. Frisch verwaist erkundet Ori allein die Umgebung, bricht in der Nähe des Geistbaums zusammen und wird von ihm wiederbelebt. Das ist die Ausgangslage, und sie ist düster auf eine Weise, die nur wenige Platformer versuchen.
Ori and the Blind Forest erzählt eine zutiefst emotionale Geschichte über Liebe und Opfer und die Hoffnung, die in uns allen existiert.
Sein, Gumo und Kuro
Ori trifft Sein, eine kleine Kugel, die als das Licht und die Augen des Geistbaums beschrieben wird. Sein führt Ori dazu, das Licht von drei Elementen zurückzugewinnen, die Nibel im Gleichgewicht halten: Wasser, Winde und Wärme.
Zwei weitere Wesen sind von Bedeutung. Gumo ist der letzte Überlebende des spinnenartigen Gumon-Clans, der durch die Katastrophe ausgelöscht wurde, und seine Heimat stützt das Element Wind. Er stiehlt den Schlüssel zum Element Wasser und gibt ihn dann zurück, nachdem Ori ihn aus einem Steinschlag rettet.
Kuro ist eine riesige, schattenhafte Eule, die Ori feindlich gesinnt ist. Ihr Nest birgt ein Ei. Das Spiel erklärt ihren Zorn: Als Ori verloren ging, ließ der Geistbaum einen Lichtblitz los, um zu suchen, und das Licht verbrannte und tötete Kuros frisch geschlüpften Nachwuchs, während sie fort von ihrem Nest war, um Nahrung zu suchen.
Seelenverbindungen und der Preis des Rettens
Die Mechaniken haben echtes Gewicht. Die Spieler springen, klettern und lösen Rätsel als Ori, während Sein Geisterflammen abfeuert, um Feinde zu bekämpfen oder Hindernisse zu zerstören. Neue Fähigkeiten öffnen zuvor verschlossene Bereiche, die übliche Metroidvania-Schleife.
Das Speichersystem ist die kühnste Entscheidung. Spieler erstellen überall „Seelenverbindungen“, aber nur mit Energiezellen, und der Vorrat ist bewusst knapp. Speichern ist eine Entscheidung, kein Reflex.
Verbesserungen laufen über drei Fähigkeitsbäume, die nacheinander erlernt werden. Fähigkeitspunkte erhält man durch das Töten von Gegnern, das Zerstören von Pflanzen und das Finden von Geistlichtbehältern oder Fähigkeitszellen.
| Element | Rolle in Nibel | Wer es bewacht oder unterstützt |
|---|---|---|
| Wasser | Eines von drei ausgleichenden Elementen | Gumo hält zunächst den Schlüssel |
| Winde | Eines von drei ausgleichenden Elementen | Gumos Heimat unterstützt es |
| Wärme | Eines von drei Ausgleichselementen | Ori und Sein müssen es wiederherstellen |
Handgemalte Kunst und ein volles Orchester
Moon Studios ist ein Kollektiv ohne festen Standort. Microsoft erwarb die Vertriebsrechte ein Jahr nach Beginn der Entwicklung. Die Geschichte orientierte sich an Der König der Löwen und Der Gigant aus Stahl; das Gameplay orientierte sich an Rayman und Metroid.
Die Handwerkskunst zeigt sich. Handgemalte Artworks, akribisch animierte Charakterdarstellung und eine voll orchestrierte Musik. Moon-Mitbegründer Gennadiy Korol sagte, das Spiel sei innerhalb weniger Wochen nach dem Launch profitabel gewesen. Eine Erweiterung, die Definitive Edition, erschien im März 2016, und eine Fortsetzung, Ori and the Will of the Wisps, wurde angekündigt.
Was hält und was rutscht
Das Soul-Link-System ist der Teil, über den es sich zu streiten lohnt. Begrenzte Speicherpunkte bauen Spannung auf, bestrafen aber auch Spieler, die sorglos erkunden, und die Strafe ist Wiederholung statt Schwierigkeit. Es ist eine Designentscheidung, die die Zeit des Spielers weniger respektiert als der Rest des Spiels.
Der Kampf ist dünner als die Fortbewegung. Seins Spirit Flames erledigen ihren Job, doch die Gegner verlangen selten die Präzision, die das Platforming belohnt. Das Spiel ist am besten, wenn Ori sich bewegt, und am schwächsten, wenn Ori kämpft.
Gumo’s Treasure und die Auflösung
Nichts davon macht das Ganze zunichte. Ori and the Blind Forest verdient seinen Ruf durch Atmosphäre und Steuerung, und es verdient den emotionalen Höhepunkt in seinem Zentrum, weil die Geschichte schlicht erzählt wird. Gumo belebt Naru mit seinem Stammesschatz wieder, der Licht vom Spirit Tree speichert, und bringt sie zu Ori. Das ist eine Auflösung, die auf Vorbereitung aufbaut, nicht auf Sentimentalität.
Die Veröffentlichung von 2015 liest sich noch immer als Absichtserklärung. Moon Studios machte einen Platformer, der Trauer als Ausgangspunkt statt als Kulisse behandelt, und die Definitive Edition und die angekündigte Fortsetzung bestätigen, dass das Studio es ernst meinte.
Es hält eine 8,8/10 von IGDBs Kritikeraggregat, über 14 Outlets hinweg.
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