Pacific Rim: Uprising will größer sein als sein Vorgänger. Meist gelingt es ihm stattdessen, lauter zu sein.
Die Fortsetzung von 2018 setzt Jahre nach dem Ende des Krieges gegen die Kaiju im ersten Film an. John Boyega kehrt als Jake Pentecost zurück, der nun als erfahrener Jaeger-Pilot versucht, jenseits des Schlachtfelds einen Sinn zu finden. Seine Suche führt ihn zu einer jungen Kämpferin namens Amara (Cailee Spaeny), die unter Jakes Anleitung dem Pan-Pacific Defense Corps beitritt. Die Handlung folgt Jake, der versucht, Amara vor den Plänen des Militärs für sie zu retten, während er sich zugleich mit seiner eigenen Schuld wegen seines verstorbenen Vaters Stacker Pentecost auseinandersetzt.
Trailer, via Legendary.
Jakes Vater
Jakes Beziehung zu seinem Vater Stacker ist der emotionale Kern des Films. Stacker starb im Höhepunkt des Originalfilms, und Jake trägt diesen Verlust mit sich. Der Film stützt sich stark auf Rückblenden, um Jakes Kindheit mit Stacker zu zeigen, und zeichnet das Bild eines liebevollen, aber distanzierten Vaters, der Jake in das Jaeger-Programm drängte. Diese Vorgeschichte verleiht Jakes Handlungsbogen etwas Gewicht, auch wenn der Film nicht genug Zeit in der Gegenwart verbringt, um ihn atmen zu lassen.
Amaras Handlungsbogen
Amara ist die neue Figur des Films, und sie soll für das Publikum ein frisches Gesicht sein. Sie ist eine begabte Kämpferin, die sich gegen die Monster des Films behaupten kann, doch ihr Handlungsbogen ist dünn. Der Film führt sie als potenzielle Bedrohung ein und macht sie dann schnell zur Verbündeten. Ihre Motive werden nie vollständig erklärt, und ihre Entwicklung wirkt überstürzt.
Die Kaiju
Die Kaiju selbst sind der stärkste Aktivposten des Films. Die Kreaturen sind massiv, detailliert und wirklich furchteinflößend. Sie zertrümmern Städte, zerreißen Gebäude und hinterlassen Zerstörung. Die Actionszenen sind laut, chaotisch und oft spannend. Das größte Set-Piece des Films, eine Schlacht in Hongkong, ist ein Höhepunkt.
Das Problem mit Jake
Boyega ist charismatisch und engagiert, aber das Drehbuch gibt ihm nicht viel zu tun. Er verbringt den Großteil des Films damit, auf Ereignisse zu reagieren, statt sie voranzutreiben. Sein Handlungsbogen dreht sich um seinen Vater, doch der Film erklärt nie ganz, warum Jake so fühlt, wie er fühlt. Das Ergebnis ist eine Hauptdarstellung, die energiegeladen, aber hohl ist.
Das Drehbuch
Das Drehbuch ist die Stelle, an der der Film strauchelt. Er ist überstürzt, es werden zu viele Figuren eingeführt und wieder verworfen, ohne dass sie richtig entwickelt werden. Der Einsatz ist groß, aber der Film nimmt sich nie die Zeit, ihn persönlich zu machen. Szenen wirken wie die Vorbereitung auf den nächsten großen Kampf statt wie Momente der Figurenentwicklung.
„Die Kaiju sind die Stars der Show.“
Das ist kein Kompliment für die Regie des Films. Es ist eine Feststellung.
Vergleichstabelle
| Element | Pacific Rim: Uprising |
|---|---|
| Hauptdarsteller | Boyega ist energiegeladen, aber unterentwickelt |
| Neue Figur | Amara bekommt eine dünne Handlung |
| Kaiju-Kämpfe | Groß, chaotisch und spannend |
| Gesamtstruktur | Überstürzt, mit zu vielen Figuren |
Fazit
Pacific Rim: Uprising ist ein technisch versierter Film, dem es an emotionaler Verbindung fehlt. Seine Kämpfe sind spektakulär, doch seine Figuren sind oberflächlich. Der Film funktioniert besser als Spektakel denn als Geschichte. Er erhält eine 4,5 von 10.
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