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‚The Marfa Tapes‘: Drei Stimmen, kein Gehabe

Drei Musiker sitzen unter einem Wüstenhimmel und spielen Songs ohne Schauspielerei — ein Dokument von Ehrlichkeit, Trauer und Dankbarkeit.

Von mitch·3 Min. Lesezeit
Three musicians sit beneath a desert sky, their instruments resting beside them as the sun sets.

„The Marfa Tapes“ ist kein Studioalbum. Es sind drei Country-Musiker – Jack Ingram, Miranda Lambert und Jon Randall – die sich um ein Mikrofon in einer Wüstenstadt des westlichen Texas setzen und Songs spielen, wie sie klingen, wenn niemand vortäuscht. Das Album besteht aus 15 Titeln und 47 Minuten, und es will sich anhören wie eine Unterhaltung beim Trinken, nicht wie eine Auftrittsnummer. Diese Ehrlichkeit ist der ganze Zweck.

Was Marfa tatsächlich so klingt

Das Album wurde in Marfa, Texas aufgenommen, und es trägt den Ort in seinem Titel. Das Trio baute es aus Liedern, die sie gemeinsam geschrieben hatten, live in einem Raum auf, ohne Overdubs und ohne Glätten. Der Sound ist spärlich – Akustische Gitarre, Mundharmonika, ein paar Schlagzeuge, und drei Stimmen, die zittern und sich sträuben, wenn die Gefühle zu stark werden. Dies ist Lamberts härtester Gesang, und sie lässt ihren Rand offen ohne sich dahinter zu verstecken.

Die Kritik hat stark reagiert. Metacritic gibt dem Album 84 von 100 Punkten, und die Rezensionen betonen die Texte und das Fehlen von Füllmaterial. Ein Kritiker bemerkte, dass es einen Hauch der entwaffnenden Kleinstadtkultur-Charme gibt, den Lambert seit 2001 bewahrt hat, nun Teil von „Marfa“s schlichtem und geistvollen Gemisch.

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Den Titelliste folgen

Der Opener, „In His Arms,“ setzt den Ton sofort. Es ist ein einfaches Liebeslied, aber die dreistimmige Harmonie trägt echtes Gewicht, und die Aufnahme zeigt jede Atemzufahrt zwischen den Zeilen. „I Don’t Like It“ folgt mit scharferem Rande, eine Beschwerde, die mit einem Augenzwinkern geliefert wird, nicht mit einem Stirnrunzeln.

„The Wind’s Just Gonna Blow“ und „Am I Right or Amarillo“ sind solide, aber unbedeutend, die Art von Mitte-Album-Titeln, die die Stimmung stabil halten, ohne Aufmerksamkeit zu fordern. „Waxahachie“ drosselt die Geschwindigkeit, eine leise Reflexion, die sich durch seine langsame Aufbauterfahrung verdient macht, nicht durch Eile.

„Homegrown Tomatoes“ und „Breaking a Heart“ sind kurze, schnelle Schnitte, die schnell vorbeiziehen. Keiner bleibt lange genug, um zu enttäuschen. „Ghost“ und „Geraldene“ folgen, beide tragen die Last eines zerbrochenen Verhältnisses, und beide landen, weil der Text spezifisch ist, nicht vage.

„We’ll Always Have the Blues“ dehnt die Länge des Albums mit einem langsamen, bluessigen Rhythmus aus, der sich nach den knappen früheren Tracks verdient fühlt. „Tin Man“ ist der emotionalen Spitze des Albums — Lambert singt über Verwendung und Verlassenwerden mit einer Ausstrahlung, die nie zu Sentimentalität greift. Es ist ein herausragender Track.

„Two-Step Down to Texas“ ist eine schnelle, tanzbare Pause, die nie zu lange dauert. „Anchor“ ist ein Appell nach Stabilität, und „Tequila Does“ schließt die Hauptreihe mit einem spöttischen, komischen Blick auf eine Beziehung, die viel zu viel Alkohol überlebt hat. Beide werden von Kritikern ausgezeichnet.

„Amazing Grace (West Texas)“ endet das Album mit einem Cover, das weniger wie eine Erklärung klingt und mehr wie ein Zeichen der Dankbarkeit, die Trío eine Hymne in einem Raum voller Staub und Licht singt.

Vergleich der Tracks

Track Kritischer Stand
„Tin Man“ Herausragend
„Tequila Does“ Herausragend
„In His Arms“ Solide
„Am I Right or Amarillo“ Fest

Die Stärke des Albums rührt von seinem Widerstand gegen Füllmaterial. Es gibt keinen Ballast hier, und das Trio weiß genau, was es tut. Lamberts Stimme trägt die Last, und Ingram und Randall füllen den Raum um sie herum mit einer Wärme, die nie ins Sentimentale abdriftet.

Das ist Lamberts schärfste Gesangsaufgabe, und sie spielt sie gerade aus. Das Album erinnert daran, dass Country-Musik nicht Spectacle braucht, um zu funktionieren — es braucht nur ehrliche Stimmen und ehrliche Songs.

Punkte: 8,4/10

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The recordThe Marfa Tapes Jack Ingram & Miranda Lambert & Jon Randall15 Titel · 48 Min.
  1. In His Arms2:30
  2. I Don’t Like It3:18
  3. The Wind’s Just Gonna Blow2:32
  4. Am I Right or Amarillo3:31
  5. Waxahachie3:17
  6. Homegrown Tomatoes2:53
  7. Breaking a Heart2:19
  8. Ghost3:00
  9. Geraldene3:08
  10. We’ll Always Have the Blues3:57
  11. Tin Man4:25
  12. Two‐Step Down to Texas2:31
  13. Anchor3:21
  14. Tequila Does4:00
  15. Amazing Grace (West Texas)3:10
Album reviews
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