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Vin Diesels Prämisse eines unsterblichen Hexenjägers geht im übererklärten Chaos verloren

Eine Kritik zu The Last Witch Hunter, einem aufgeblähten Fantasyfilm, in dem die Exposition die Handlung überwiegt und Vin Diesels Charisma ihn nicht retten kann.

Von mitch·3 Min. Lesezeit
An armored warrior stands alone in fog-shrouded ruins, sword drawn against unseen foes.

Vin Diesel spielt einen unsterblichen Hexenjäger, der Jahrhunderte damit verbringt, abtrünnige Praktizierende des Handwerks aufzuspüren, und die Prämisse klingt, als könnte sie einen guten Film tragen. Tut sie nicht. The Last Witch Hunter ist eine aufgeblähte, redselige Fantasy, die sich nie auf ihre eigenen Regeln festlegt, und das Ergebnis ist ein Film, der sich weniger wie eine Geschichte und mehr wie eine Einkaufsliste von Set-Pieces anfühlt.

Die Handlung folgt Kaulder, einem alternden Krieger, der vor Jahrhunderten die Hexenkönigin tötete und zur Strafe mit Unsterblichkeit belegt wurde. Jetzt jagt er abtrünnige Hexen, während er sich nach der Familie sehnt, die er verloren hat. Dieses Setup könnte funktionieren, doch der Film begräbt es unter einem Durcheinander aus Exposition, Rückblenden und einem fortlaufenden Rätsel um einen verfluchten Priester namens Dolan.

Trailer, via Lionsgate Movies.

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Der Fluch, der sich nie auszahlt

Der Dolan-Strang ist das zentrale Rätsel des Films: Der 36. Dolan wird ermordet, dann wird enthüllt, dass er unter einem dunklen Magiezauber am Leben ist. Die Lösung ist einfach: Töte die Hexe, die ihn gewirkt hat. Einfach. Doch der Film kreist so lange um diese Enthüllung, dass die Auflösung ihre ganze Wucht verliert.

Vin Diesel trägt den Film, und er vermittelt Kauldlers müde Trauer gut genug, doch das Drehbuch gibt ihm nichts zu tun, außer Zeilen über seine Unsterblichkeit vorzutragen. Rose Leslie spielt Chloe, die Barbesitzerin, die Kaulder hilft, und sie bekommt einen besseren Handlungsbogen, doch auch sie ist größtenteils nur da, um der Handlung zu dienen.

Wo der Film sein eigenes Ziel verfehlt

The Last Witch Hunter versucht, Action, Komödie und Romantik auszubalancieren, und scheitert an allen drei. Die Actionszenen sind kompetent, aber vergessenswert, die Komödie zündet selten, und die Romantik zwischen Kaulder und seiner verlorenen Familie wird kaum berührt. Der Film ist so damit beschäftigt, seine eigene Welt zu erklären, dass er nie innehalten lässt, um eine Szene atmen zu lassen.

Zur Nebenbesetzung gehören Elijah Wood als 37. Dolan, Ólafur Darri Ólafsson als Belial und Michael Caine als 36. Dolan. Besonders Caine hätte ein Höhepunkt sein sollen, doch ihm wird kaum etwas geboten außer ein paar Sprüchen. Der Film stützt sich zudem stark auf sein Fantasy-Setting, doch das World-Building ist dünn und inkonsistent.

Was in einer kurzen Liste funktioniert

Wenn man die Füllszenen weglässt, hat der Film eine Handvoll starker Elemente:

  1. Vin Diesels physische Präsenz verankert die Hauptrolle.
  2. Die Prämisse eines unsterblichen Jägers ist wirklich fesselnd.
  3. Die Barszenen, insbesondere die mit Chloe, haben eine gewisse echte Spannung.
  4. Die Actionszenen sind zwar routiniert, aber mit Energie inszeniert.

Nichts davon rettet den Film für sich genommen, aber sie zeigen, was der Film hätte sein können.

Wichtige Fakten

  • Titel: The Last Witch Hunter
  • Regie: Breck Eisner
  • Drehbuch: Cory Goodman, Matt Sazama, Burk Sharpless
  • Hauptdarsteller: Vin Diesel
  • Veröffentlichung: 23. Oktober 2015
  • Studio: Summit Entertainment
  • Laufzeit: 106 Minuten
  • Bewertung: 3,4/10

Das größte Problem des Films ist, dass er seinem Publikum niemals vertraut. Er erklärt alles, vom Fluch bis zu der Organisation, für die Kaulder arbeitet, bis ins kleinste Detail, als müsste der Zuschauer jeden Namen und jeden Titel kennen, bevor die Geschichte voranschreiten kann. Das ist ein Film, der episch sein will, aber zu viel Angst vor seiner eigenen Mythologie hat, um sie atmen zu lassen.

The Last Witch Hunter ist eine verpasste Gelegenheit. Mit einem strafferen Drehbuch, einer stärkeren Regie und einem Regisseur, der wusste, wie man einen Fantasy-Thriller inszeniert, hätte dies ein solider Beitrag zum Genre sein können. Stattdessen ist es ein aufgeblähtes, übererklärtes Durcheinander, das seine Prämisse und seine Besetzung verschwendet. Es ist kein Film, den man völlig meiden sollte, aber auch kein Film, den es sich lohnt, gezielt zu suchen.

3,4 von 10.

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