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‚Wrath of the Titans‘: Hohes Budget, wenig Seele)

Eine Rezension von *Wrath of the Titans*, einer Fortsetzung, die es nicht schafft, dem Vorgänger gerecht zu werden, und die an einem schwachen, ziellosen Drehbuch leidet.

Von mitch·4 Min. Lesezeit
A warrior battles a monstrous beast amid the dark ruins of the Underworld.

„Wrath of the Titans“ weiß genau, was es sein will. Es will ein großes, dummes Action-Spektakel sein. Es will eine Fortsetzung sein, die die Magie seines Vorgängers einfängt. Es will ein Neustart sein, der die griechische Mythologie einer neuen Generation näherbringt. Was es nicht sein will, ist ein zusammenhängendes, fesselndes Filmkunstwerk. Das ist schade, denn die Zutaten waren da.

Der Film mit Sam Worthington in der Rolle des Perseus, eines Mannes, der einst den Kraken bekämpfte und Griechenland rettete. Nun lebt er als Fischer und versucht, seinen Sohn von den Göttern fernzuhalten, die ihn verlassen haben. Als Hades (Ralph Fiennes) aus dem Tartarus ausbricht und die Welt bedroht, wird Perseus zurück ins Geschehen gezogen. Er muss in die Unterwelt reisen, den Gott Hephaistos finden und Verbündete gewinnen, um die wachsende Flut der Dunkelheit aufzuhalten.

Trailer, via Warner Bros..

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Die Besetzung

Worthington trägt den Film mit einer müden Intensität. Er ist ein widerwilliger Held, und seine Leistung verkauft die Idee, dass Perseus lieber fischen würde, als den Olymp zu retten. Liam Neeson kehrt als Zeus zurück und verleiht dem alternden König eine raue, väterliche Präsenz. Fiennes ist verrückt als Hades, eine Darstellung, die stark auf Camp anspielt. Rosamund Pike spielt Andromeda, eine Prinzessin, deren Schicksal über der Handlung schwebt. Jason Momoa ist als Ares zu sehen, und Nathan Jones komplettiert die Besetzung als Theseus.

Das Problem sind nicht die Schauspieler. Es ist das Drehbuch.

Das Story-Problem

Die Handlung ist ein einziges Chaos. Perseus begibt sich auf eine Suche, um ein magisches Schwert zu bergen, aber der Grund für die Suche ist unklar. Das Schwert soll Hades töten, aber der Film erklärt nicht, warum. Er reicht Perseus einfach die Waffe und lässt ihn schwingen. Es gibt auch eine Nebenhandlung über die Opferung von Andromeda, die erzwungen wirkt, anstatt verdient zu sein.

Das Tempo leidet ebenfalls. Der Film läuft fast zwei Stunden, fühlt sich aber viel länger an. Actionsequenzen werden von Abschnitten mit Exposition und Füllmaterial unterbrochen. Das Ergebnis ist ein Film, der nicht entscheiden kann, ob er ein Charakterdrama oder ein gedankenloser Blockbuster sein will.

Die Optik

Die Optik ist das stärkste Kapital des Films. Die Unterwelt wird mit düsterer, bedrückender Detailgenauigkeit dargestellt. Die Kampfszenen sind laut und kinetisch. Die Kreaturen sind grotesk und furchterregend. Aber das alles ist egal, wenn die Geschichte nicht zusammenhält.

Szene Länge
Abspann ~1 Min.
Perseus’ Dorf ~10 Min.
Erste Schlacht ~8 Min.
Reise zur Tartarus ~15 Min.
Höhepunkt ~10 Minuten)

Die Schwachstellen)

Der Film begeht mehrere Fehler, die von Kritikern bereits angesprochen wurden:

  1. Expositionsschwere Dialoge, die das Tempo verlangsamen
  2. Ein Protagonist, der im Verlauf der Handlung schwächer wird
  3. Unverdiente emotionale Momente, die ins Leere verpuffen
  4. Ein Bösewicht, der eher wie eine Karikatur als eine Bedrohung wirkt
  5. Ein Höhepunkt, der den Konflikt zu einfach auflöst

Das sind keine Kleinigkeiten. Sie sind die Gründe für das Scheitern des Films.

Der Soundtrack)

Die Musik ist bombastisch und schwillt in unangemessenen Momenten an. Die Musik versucht, das Material zu erhöhen, hebt aber nur die darunterliegenden Lücken hervor.

Das Urteil)

„Wrath of the Titans“ ist ein Fehlschlag. Es verschwendet eine reiche Mythologie und einen talentierten Cast. Der Film ist in kurzen Momenten unterhaltsam, aber diese Momente sind zu wenige.

Was funktioniert

Nicht alles ist verloren. Die Actionsequenzen sind dynamisch, und Worthington liefert eine solide Leistung ab. Die Kreaturendesigns sind beeindruckend, und die visuellen Effekte sind erstklassig. Diese Elemente machen den Film sehenswert, selbst wenn die Geschichte um sie herum zusammenbricht.

Wo es scheitert

Der größte Fehler des Films ist sein Mangel an Fokus. Er versucht, zu viele Dinge gleichzeitig zu sein. Er möchte eine Charakterstudie, ein episches Abenteuer und ein Popcorn-Film sein. Keine dieser Ambitionen wird verwirklicht. Das Ergebnis ist ein Film, der unvollendet wirkt, wie ein Regisseur, der keinen fertigen Schnitt erstellen konnte.

Das Drehbuch ist die tödliche Wunde. Ohne eine starke Erzählung verlieren die Actionszenen ihre Bedeutung. Jeder Hieb des Schwertes, jeder Schrei des Monsters, wird hohl. Der Film ist voll von Spektakel, aber ihm fehlt die Seele, die seinen Vorgänger unvergesslich machte.

Schlusswort

„Wrath of the Titans“ ist enttäuschend. Er hat echte spannende Momente, aber sie sind über einen zerbrochenen Rahmen verstreut. Der Film ist eine verpasste Gelegenheit, eine Fortsetzung, die es nicht geschafft hat, die Leistung ihres Vorgängers zu erreichen. Es ist kein schlechter Film, aber er ist einer, den man schnell wieder vergisst.

Bewertung: 3,7 von 10.

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