Baron Dashforth ist zurück auf der Bühne, und diesmal verfolgt das Publikum jede Bewegung. Foul Play, das Beat-em-up von Mediatonic aus dem Jahr 2013, tauscht die übliche Straßenschlägerei gegen ein Theater voller Sitzplätze und verdient diese Wette größtenteils.
Die Bühne und ihre Tricks
Der Aufbau ist einfach. Baron Dashforth, Dämonenjäger und Star der Show, betritt die Bühne, um einer Bedrohung entgegenzutreten, die in die Vorstellung eingebrochen ist. Der Kniff: Jeder Treffer, jede Wende und jeder verkettete Angriff ist für das Publikum gedacht. Das Spiel belohnt Stil statt zugefügten Schaden. Diese eine Idee prägt alles, was folgt.
Der Kampf läuft auf einer seitlich scrollenden Bühne ab, und Gegner zerbrechen in Teile, die über den Bildschirm fliegen. Bosse sind auf Spektakel ausgelegt, nicht auf rohe Gewalt. Ein gut sitzender Kampf kann Teile hoch genug fliegen lassen, um das Publikum über der Bühne zufriedenzustellen.
Baron Dashforth und Scampwick
Dashforth ist der Jäger, und Scampwick ist sein Sidekick. Das Paar teilt sich die Bühne als Hauptfiguren des Spiels, und der Humor des Spiels beruht auf ihrem Wortwechsel während der Kämpfe. Der Ton bleibt durchweg leicht, selbst wenn die Einsätze ernst werden.
Die Bosse sind hier die wahren Stars. Jeder verlangt eine andere Herangehensweise, und das Spiel wiederholt sich nicht oft. Manche Kämpfe begünstigen schnelles Timing, andere belohnen Geduld. Keiner von ihnen fühlt sich wie Füllmaterial an.
Wo das Spiel zu kurz greift
Die Ambitionen des Spiels gehen nicht immer auf. Der Fokus auf Spektakel kostet den Spieler manchmal die Chance, einen neuen Move oder einen neuen Gegnertyp zu erlernen. Neue Spieler können sich in einem Kampf wiederfinden, ohne klare Anleitung, was sie tun sollen.
Auch das Tempo zieht sich in Teilen. Level, die darauf setzen, durch Kulissen zu laufen, um den nächsten Kampf zu erreichen, können im Vergleich zu den Kampfabschnitten langweilig wirken. Das Spiel verlangt mehr Geduld, als es sollte.
Plattformen und Zahlen
Foul Play erschien im September 2013 für PC und Xbox 360, gefolgt von Mac und Linux im Oktober 2013. Portierungen für PlayStation 4 und PlayStation Vita kamen später, wobei die PS4-Version zuerst im Rahmen der Wohltätigkeitskampagne PlayStation Heroes im September 2015 erschien, bevor beide Versionen im Februar 2016 gemeinsam veröffentlicht wurden.
Das Spiel hat einen Metacritic-Score von 6,4 von 10.
Das Urteil
Foul Play ist ein kleines Spiel mit einem großen Herzen. Es weiß genau, was es sein will, und es bekennt sich voll und ganz zu dieser Vision. Die Menge, das Spektakel und der Fokus auf Performance statt reinem Schaden wirken zusammen und erschaffen ein Spiel, das sich von anderen Beat-em-ups abhebt.
Es ist nicht perfekt. Das Tempo zieht sich an manchen Stellen, und der Ehrgeiz des Spiels überschattet manchmal die tatsächliche Kontrolle des Spielers. Aber die Kernidee – dass jeder Treffer für die Zuschauer zählt – wird mit Zuversicht umgesetzt.
Wertung: 6,4 von 10
Wichtige Fakten
- Entwickler: Mediatonic, The Irregular Corporation
- Publisher: Devolver Digital
- Plattformen: PC, Linux, Mac, PlayStation 4, PlayStation Vita, Xbox 360
- Veröffentlichungsdaten: PC/Xbox 360 – 18. September 2013, Mac/Linux – 28. Oktober 2013, PS4/PS Vita – 23. Februar 2016
- Metacritic-Score: 6,4/10
Was funktioniert
- Seitwärts scrollende Theaterkulisse
- Zerschmetternde Takedowns und verknüpfte Angriffe
- Auf Spektakel ausgerichtete Boss-Designs
- Humor zwischen Baron Dashforth und Scampwick
Was noch Arbeit braucht
- Langweilige Laufpassagen zwischen den Kämpfen
- Manche Bosse verlangen zu viel Trial-and-Error
- Wenig Hilfestellung bei neuen Moves
Die Stärken des Spiels sind real. Die Schwächen sind es auch, aber sie lassen das gesamte Projekt nie untergehen. Foul Play ist für jeden spielenswert, der ein Beat-em-up möchte, das die Menge als Teil des Kampfes behandelt.
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