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Bradley Cooper brüllt sich durch die hohle Ambition von Burnt

Die Wut eines Küchenchefs brennt heller als sein Können in diesem hohlen Drama, in dem Schreien die Charakterzeichnung ersetzt.

Von mitch·3 Min. Lesezeit
A frustrated chef stands amid a chaotic, steam-filled kitchen at night.

Adam Jones will einen dritten Michelin-Stern. Das ist der ganze Motor von Burnt, und er springt kaum an. Bradley Cooper spielt Jones als einen zerstörten, arroganten Koch, der versucht, seinen Ruf in London nach einem Zusammenbruch in Paris wieder aufzubauen. Der Film will ein spannendes Drama über Ehrgeiz und Erholung sein. Meistens will er nur zusehen, wie Cooper Leute anschreit.

Trailer, via Roadshow Films.

Adam Jones‘ Fall von der Gnade

Jones zerstörte seine Karriere mit Drogen und Diva-Verhalten. Er öffnete eine Million Austern in New Orleans, um clean zu werden, und zog dann nach London, um neu anzufangen. Sein Ziel: ein Spitzenrestaurant zu drei Michelin-Sternen zu führen. Das Setup ist einfach und vielversprechend. Die Umsetzung ist es nicht.

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Die Menschen um ihn herum

Jones findet den Maître d’hôtel seines alten Mentors, Tony Balerdi, der jetzt ein Hotel führt. Er entdeckt seinen alten Souschef Helene, die ihn wegen seiner Arroganz abweist. Er trifft Michel, einen ehemaligen Kollegen, dessen Restaurant Jones aus Neid sabotierte. Er stellt sich seinem ehemaligen Drogendealer, der Geld will. Und er überzeugt Simone, eine berühmte Kritikerin, im Hotel zu essen.

Simones Kritik ändert alles

Simones wohlwollende Kritik drängt Tony, die Küche zu renovieren und Jones als Chefkoch einzustellen. Jones stimmt wöchentlichen Drogentests mit Dr. Rosshilde zu, obwohl er Therapie ablehnt. Helene stößt schließlich zum Team, nachdem sie von ihrem alten Job gefeuert wurde. Das Setup ist clever. Der Payoff ist dünn.

Die Eröffnungsnacht geht schief

Die große Eröffnung ist eine Katastrophe. Jones schließt früh und demütigt Helene öffentlich, indem er ihr das Scheitern zuschreibt. Die Szene soll seine Grausamkeit zeigen. Sie zeigt meistens einen Regisseur, der keinen anständigen Dinner-Service inszenieren kann.

Was funktioniert, was nicht

Cooper trägt den Film mit roher Energie. Aber das Drehbuch verschwendet diese Energie in Szenen, die sie nicht verdienen. Die Nebendarsteller — Omar Sy, Daniel Brühl, Uma Thurman, Emma Thompson — sind stark. Ihnen wird wenig zu tun gegeben, außer auf Jones‘ Wutanfälle zu reagieren.

Jamie Dornans gelöschte Szenen

Jamie Dornan spielte Leon Sweeney in dem Film. Seine Szenen wurden vollständig aus der Endfassung geschnitten.

Die Zahlen

  • Regie: John Wells
  • Drehbuch: Steven Knight, Michael Kalesniko
  • Laufzeit: 100 Minuten
  • Kinostart: 30. Oktober 2015
  • Verleih: The Weinstein Company
  • Einspielergebnis: 36,6 Millionen Dollar

Unser Urteil

Burnt ist ein hohler, repetitiver Film, der Schreien für Dramatik hält. Er hat eine großartige Prämisse und eine solide Besetzung. Keines von beiden übersteht das fertige Produkt. Der Film gräbt nie unter Jones‘ oberflächliche Wut, um zu zeigen, warum er sich so verhält. Er lässt ihn einfach schlecht benehmen und nennt es Ehrgeiz.

Der Film ist eine verpasste Chance. Cooper ist besser als das. Das Material auch. Aber Burnt begnügt sich mit einem lauten, unangenehmen Porträt eines Mannes, der nicht aufhören kann, die Menschen um sich herum zu verletzen.

4,2 von 10.

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