Netflix veröffentlichte The Haunting of Bly Manor am 9. Oktober 2020. Es ist der zweite Teil von Mike Flanagans The Haunting-Anthologie. Die neunteilige Miniserie fungiert größtenteils als Adaption von Henry James‘ Novelle The Turn of the Screw von 1898 und mischt Elemente aus anderen Werken von James sowie für die Serie geschriebenes Material hinein. Victoria Pedretti tritt aus Hill House als Dani Clayton auf, eine junge Amerikanerin, die als Au-pair für zwei Kinder in Bly Manor angeheuert wird.
Trailer, via Still Watching Netflix.
Ein Kindermädchen, zwei Kinder und ein Landhaus
Henry Wingrave, gespielt von Henry Thomas, heuert Dani an, um sich nach dem Tod des Au-pairs der Familie um seine verwaiste Nichte Flora und seinen Neffen Miles zu kümmern. Die Kinder leben auf dem Anwesen mit dem Koch Owen Sharma, dem Hausmeister Jamie und der Haushälterin Mrs. Grose. Dani weiß nicht, dass das Herrenhaus von Geistern heimgesucht wird. Sie beginnt, Erscheinungen zu sehen, und die Staffel macht sich daran, jahrhundertealte dunkle Geheimnisse von Liebe und Verlust ans Licht zu bringen.
Die Besetzung kehrt zurück, die Geschichte nicht
Pedretti, Oliver Jackson-Cohen und Henry Thomas kehrten aus Hill House als andere Figuren zurück, ebenso wie Kate Siegel, Carla Gugino und Catherine Parker in wiederkehrenden Rollen. Jackson-Cohen spielt Peter Quint, einen charmanten Kerl. Carla Gugino fungiert als The Storyteller. Die Erzählungen der beiden Serien sind nicht miteinander verbunden.
| Element | Hill House | Bly Manor |
|---|---|---|
| Quelltext | Nicht angegeben | Henry James‘ The Turn of the Screw |
| Wiederkehrende Besetzung | Pedretti, Jackson-Cohen, Thomas | Dieselben Schauspieler, andere Figuren |
| Narrative Verbindung | Eigenständig | Eigenständig |
Was die Kritikerwertung aussagt
Die veröffentlichte Kritikerwertung liegt bei 6,3/10, mit einem Metacritic-Wert von 63/100. Die Quelle beschreibt die Kritiken als positiv und hebt die Leistungen von Pedretti und T’Nia Miller lobend hervor.
Obwohl Pedretti, Jackson-Cohen und Thomas aus Hill House als andere Figuren zurückkehrten, ebenso wie Kate Siegel, Carla Gugino und Catherine Parker in wiederkehrenden Rollen, sind die Erzählungen der beiden Serien nicht miteinander verbunden.
Die Serie wurde bei den 73. Primetime Emmy Awards für Outstanding Sound Editing for a Limited or Anthology Series nominiert. Die Darstellung der 1st Critics‘ Choice Super Awards in der Quelle bricht ab, bevor das Ergebnis genannt wird.
Wo die Staffel tatsächlich steht
Das ist die Spannung in The Haunting of Bly Manor. Es ist eine Adaption, die immer wieder über ihre Vorlage hinausgreift. The Turn of the Screw ist eine dichte, vieldeutige Geistergeschichte über eine Gouvernante und zwei Kinder. Bly Manor dehnt diesen Rahmen über neun Episoden aus und füllt den zusätzlichen Raum mit Material aus James‘ anderen Werken und mit eigenen Erfindungen. Das Ergebnis ist eine Staffel, die oft schön und oft überladen ist.
Die Besetzung ist das stärkste Argument dafür. Pedretti und Miller haben ihre Beachtung verdient. Millers Mrs. Grose ist die Art von Darstellung, die eine Spukhaus-Show zusammenhält, und die Show weiß das.
Aber eine 6,3 ist eine faire Bewertung. Die nichtlineare Erzählweise ist eine bewusste Entscheidung, und sie kostet die Staffel Momentum. Eine Geschichte, die auf Schrecken aufbaut, braucht eine straffende Hand, und neun Folgen sind eine lange Zeit, um ein Publikum in einem Herrenhaus zu halten, in dem die Geheimnisse der Punkt sind.
Warum es hinter Hill House zurückbleibt
Der Vergleich mit Hill House ist unvermeidlich und, in der Sicht dieser Zeitung, zumeist wenig schmeichelhaft – nicht weil die Besetzung schwächer wäre, sondern weil das Material entlehnt ist. Bly Manor ist eine gut aussehende, gut gespielte Adaption einer Novelle, die keine neun Stunden gebraucht hätte. Es lohnt sich, sie wegen Miller und Pedretti anzusehen. Diese Zeitung erwartet nicht, dass es der Beitrag sein wird, an den man sich erinnert.
6,3 von 10
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