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Sergio Leones Kopfgeldjäger-Western setzt noch immer auf Stille und die Taschenuhr

Sergio Leones Western von 1965 bringt Clint Eastwood und Lee Van Cleef gegen Gian Maria Volontés gequälten Banditen El Indio und eine musikalische Taschenuhr zusammen.

Von mitch·3 Min. Lesezeit
A solitary figure rides across a sun-baked desert plain under a pale sky.

Sergio Leones zweiter Western wiederholt nicht einfach „Für eine Handvoll Dollar“. Er verdoppelt das Spielbrett. Zwei Kopfgeldjäger, ein Ziel und eine Taschenuhr, die durch jeden Mord tickt.

Trailer, via Amazon MGM Studios.

Zwei Jäger, ein Kopfgeld

Manco und Colonel Douglas Mortimer jagen beide El Indio, einen Bankräuber mit einem hohen Kopfgeld. Clint Eastwood spielt Manco. Lee Van Cleef spielt Mortimer, einen ehemaligen Armeeoffizier. Gian Maria Volonté spielt Indio, und Klaus Kinski tritt als der Bucklige Wild auf.

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Die beiden Männer erfahren getrennt, dass Indios Bande ihn aus dem Gefängnis befreit hat und dabei alle bis auf einen Gefängniswärter getötet hat. Sie treffen sich in El Paso und mustern einander. Keiner gibt nach. Also tun sie sich zusammen.

Eine Taschenuhr, aufgezogen zur Schuld

Indio trägt eine musikalische Taschenuhr bei sich, die er einer Frau abgenommen hat, die sich selbst erschoss, während er sie vergewaltigte, nachdem er ihren Mann ermordet hatte. Die Tat verfolgt ihn. Er raucht eine süchtig machende Droge, um die Erinnerung zu trüben.

Dieses Detail ist das Rückgrat des Films. Leone gibt seinem Bösewicht ein Gewissen, das wie eine Wunde wirkt, und Volonté spielt es ohne Augenzwinkern.

Fast eine Million Dollar

Indio plant, die Bank von El Paso zu überfallen, deren getarnter Safe „fast eine Million Dollar“ enthält. Mortimer überredet Manco, sich der Bande anzuschließen und „ihn zwischen zwei Feuer zu bringen“. Manco befreit einen Freund Indios aus dem Gefängnis, um sich seinen Platz zu verdienen.

Indio schickt Manco und drei andere los, um eine Bank in Santa Cruz zu überfallen. Manco erschießt die drei und löst einen falschen Alarm aus, der den Sheriff von El Paso weglockt. Die Bande sprengt die Rückwand und stiehlt den Safe, kann ihn aber nicht öffnen. Groggy verdächtigt Manco. Indio akzeptiert seine Geschichte, dank einer Halswunde, die Mortimer ihm zufügte, um sie glaubhaft zu machen.

Die Bande reitet nach Agua Caliente. Mortimer wartet bereits.

Warum der Mann in Schwarz gewinnt

Der Werbeslogan nennt den Mann in Schwarz „ein wandelndes Arsenal – er entsichert, schlägt zu und tötet!“ Das ist der Anreißer, und der Film löst ihn ein.

Was am meisten zählt:

  1. Die Taschenuhr – Indios Schuld in physischer Form, die beste Erfindung, die Leone je geschrieben hat.
  2. Mortimers Motiv – Van Cleef gibt dem Film ein zweites Zentrum, gegen das Eastwood spielen kann.
  3. Der Überfall von El Paso – ein langer Betrug, der sich an einer vorgetäuschten Wunde entscheidet.

9,2 von 10

Für ein paar Dollar mehr war eine internationale Koproduktion zwischen Italien, der Bundesrepublik Deutschland und Spanien. 1967 erreichte er die Vereinigten Staaten, vermarktet als zweiter Teil der Dollar-Trilogie. Die veröffentlichte Kritikerwertung liegt bei 9,2 von 10, mit einer Rotten-Tomatoes-Bewertung von 92 %.

Wichtige Fakten – Veröffentlichung: 1965 (USA: 1967) – Regie: Sergio Leone – Laufzeit: 132 Minuten – Genre: Western – Rotten Tomatoes: 92 %

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