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Der Berg kümmert sich nicht darum, wie oft du springst.

Ein tiefer Einblick in Ice Climber, den NES-Klassiker von 1985 mit Popo, Nana und dem Kondor, plus VS. Ice Climber und einen Klon von 2009.

Von mitch·6 Min. Lesezeit
Two climbers armed with hammers rise through a frozen mountain of breaking ice toward the peak above.

Ice Climber erschien 1985 für den Famicom und das Arcade-VS.-System und verlangt von zwei kleinen Menschen in Parkas, 32 eisbedeckte Berge mit nichts als einem Holzhammer zu erklimmen. Popo trägt Blau. Nana trägt Rosa. Ein riesiger Kondor hat das Gemüse gestohlen, und der einzige Weg, es zurückzuholen, führt steil nach oben.

Popo, Nana und der Kondor

Der Aufbau ist einfach und er hält. Man spielt Popo, oder Nana, wenn ein zweiter Spieler den anderen Controller übernimmt. Die beiden sind die Ice Climbers. Ihr einziges Werkzeug ist der Hammer, mit dem sie Öffnungen in das Eis über sich schlagen und alles niederknüppeln, was sich in den Weg stellt. Das Ziel auf jedem Berg ist der Gipfel, wo der Kondor über ihnen fliegt und das gestohlene Gemüse wartet.

Das ist alles. Keine Geschichte, keine Zwischensequenzen, keine Erklärung, warum ein Vogel Auberginen will. Ice Climber kümmert das nicht, und den Spieler nach den ersten paar Sprüngen ebenso wenig.

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Acht Schichten Eis

Jeder Berg besteht aus acht Schichten farbigen Eises, die übereinander gestapelt sind, und jede Schicht hat ihre eigenen Regeln. Normale, stumpfe Eisblöcke brechen leicht. Sie sind eine Barriere und eine Plattform und nicht viel mehr. Quadratische Blöcke mit höherem Detail lassen sich überhaupt nicht zerbrechen, also geht man um sie herum. Schraffiertes Eis lässt Popo oder Nana wie auf einem Förderband nach links oder rechts gleiten. Und viele Berge enthalten unzerbrechliche, bewegliche Plattformen in Form von Wolken.

Die Mischung zählt mehr als jeder einzelne Bestandteil. Ein Berg, der nur aus zerbrechlichem Eis besteht, ist ein gerader Aufstieg. Ein Berg mit unzerbrechlichen Quadraten und rutschenden schraffierten Blöcken zwingt einen, den Bildschirm zu lesen, bevor man den Hammer schwingt.

Topis, Nitpickers und der Weiße Bär

Drei Feinde leben auf dem Weg nach oben.

  • Der Topi, der in zwei Varianten vorkommt: die blaue Robbe aus der japanischen Famicom-Version und die kleinen yetiartigen Kreaturen, die in westlichen Versionen und in VS. Ice Climber zu sehen sind.
  • Der Nitpicker, ein kleiner, in den Bergen lebender Vogel, der aus eisigen Höhlen an den Rändern der Level herabstößt.
  • Der Weiße Bär.

Der Topi ist derjenige, den es zu verstehen lohnt. Er späht eine Öffnung im Boden aus, läuft zurück in seine Höhle und taucht wieder auf, wobei er einen Eiszapfen schiebt, der zwei Blöcke ausfüllt. Er wiederholt dies, bis keine Öffnungen mehr auf seiner Ebene verbleiben. Ein Topi ist auf eine Ebene beschränkt. Der Nitpicker ist es nicht und kann mehrere Ebenen überqueren, um dich zu erreichen.

Dieser Unterschied verändert die Art und Weise, wie man klettert. Ein Topi ist ein Problem, dem man durch Aufwärtsbewegung entkommen kann. Ein Nitpicker ist ein Problem, das folgt.

Vierzig Sekunden auf dem Gipfel

Die Bonusphase befindet sich auf der Spitze jedes Berges. Es gibt keine Feinde. Es gibt ein Zeitlimit von 40 Sekunden, kniffligere Sprünge und mehrere bewegliche Plattformen. Der Gipfel ist auch der einzige Ort, um gestohlenes Gemüse zurückzuholen, vor allem Auberginen.

Ein Detail sticht hervor. Das Einsammeln eines einzelnen Stücks Mais in der fünften Bonusphase ist die einzige Möglichkeit, ein zusätzliches Leben zu erhalten. Kein Gemüse, keine Aubergine — Mais, in der fünften, und nirgendwo sonst. Es ist eine seltsame Regel, die so tief vergraben ist, und sie bedeutet, dass die meisten Spieler das Spiel beenden werden, ohne sie jemals zu sehen.

VS. Ice Climber fügt mehr hinzu

Die Arcade-Erweiterung VS. Ice Climber ist die vollständigere Version derselben Idee. Sie enthält exklusive Inhalte, die die Standard-NES-Veröffentlichung nicht hat: einen animierten Titelbildschirm, ein Stage-Select-Menü am Anfang und zwischen den Levels, 16 weitere Berge, gelegentliche Schneesturm- und Windeffekte, mehr Feinde und Gemüse sowie Bonus-Multiplikator-Gegenstände.

Sechzehn weitere Berge sind keine kleine Ergänzung. Es ist noch einmal die Hälfte der Länge des Basisanstiegs, und das Stage-Select-Menü verändert die Form eines Durchlaufs völlig — man ist nicht mehr darauf festgelegt, was das Spiel als Nächstes vorgibt.

Ein Klon erscheint 2009

Ice Climber wurde kopiert. Eine 2009 ebenfalls Ice Climber genannte Veröffentlichung wurde von JungleTac für tragbare elektronische LCD-Geräte entwickelt und veröffentlicht. Es ist ein Klon des NES-Spiels, nur Einzelspieler, Seitenansicht, Arcade. Es gibt keinen zweiten Spieler, also gibt es keine Nana.

Das Original hatte ein längeres Nachleben als die meisten Platformer von 1985. Popo und Nana wurden ab dem 2001 erschienenen GameCube-Spiel Super Smash Bros. Melee zu spielbaren Charakteren in der Super-Smash-Bros.-Reihe. Nintendo veröffentlichte die NES-Version 2002 für den Game Boy Advance über den Nintendo e-Reader neu. In einigen europäischen Ländern wurde das NES-Spiel zusammen mit der Konsole selbst verkauft.

Was der Aufstieg wert ist

Ice Climber ist ein Spiel über ein einziges Verb, und es widmet sich diesem Verb vollständig. Man springt und man schwingt. Der Hammer zerbricht das Eis über einem und schlägt auf das ein, was vor einem steht, und jede Mechanik im Spiel ist darauf ausgelegt, diese beiden Aktionen zu erschweren, statt eine dritte hinzuzufügen. Aufgebrochenes Eis bewegt einen seitwärts. Unzerstörbare Felder stoppen einen. Wolken tragen einen. Topis füllen die Löcher wieder auf, die man gemacht hat.

Diese Konzentration ist die beste Eigenschaft des Spiels und seine Obergrenze. Abgesehen von der Schichtung gibt es keine nennenswerte Abwechslung. Die Berge ändern sich, die Gegner ändern sich, und die Bonusrunde unterbricht das Geschehen, aber der Aufstieg ist vom ersten Bildschirm bis zum zweiunddreißigsten der Aufstieg.

Die Steuerung ist der Teil, der darüber entscheidet, ob man bleibt. Die Landung auf einer Plattform ist in Ice Climber nicht großzügig, und ein verfehlter Sprung auf einem scrollenden Berg kostet einen den Boden, den man bereits gewonnen hat. Das aufgebrochene Förderband-Eis macht das schlimmer, indem es einen bewegt, während man noch überlegt. Es ist ein Spiel, das Zögern stärker bestraft als Fehler.

Dagegen ist die Bonusrunde wirklich gut. Vierzig Sekunden, keine Gegner und eine Reihe von Sprüngen, die schwieriger ist als alles auf dem Weg nach oben. Sie ist der eine Ort, an dem Ice Climber von einem Präzision statt Geduld verlangt, und sie kommt jedes Mal im richtigen Moment.

Der Kondor ist das schwächste Glied. Er ist Ziel und Antagonist zugleich und tut nichts. Er fliegt auf dem Gipfel über einem, man erreicht die Spitze, und der Berg endet. Für ein Spiel, das ganz um einen Diebstahl herum gebaut ist, leistet der Dieb nie Widerstand.

VS. Ice Climber ist die Version, die man spielen sollte, wenn man kann. Die 16 zusätzlichen Berge, die Levelauswahl sowie die Schneesturm- und Windeffekte sind keine Dekoration — sie sind der Unterschied zwischen einem Spiel, das man einmal durchspielt, und einem Spiel, zu dem man zurückkehrt. Die NES-Veröffentlichung ist die, die die meisten kennen, und sie ist die dünnere der beiden.

Der JungleTac-Klon von 2009 ist eine Kuriosität und nichts weiter. Eine Einzelspieler-Handheld-LCD-Version eines Spiels, dessen zweiter Spieler die halbe Miete war, ist ein seltsames Ding zum Bauen. Es entfernt Nana und behält das Klettern.

Ice Climber verdient seinen Platz in der Geschichte mehr als einen Platz in einer modernen Rotation. Popo und Nana überlebten, weil Super Smash Bros. Melee sie 2001 wieder vor die Leute brachte, nicht weil der Aufstieg von 1985 gut gealtert ist. Der Hammer funktioniert noch. Die Berge stapeln sich noch. Aber 32 davon, in diesem Tempo, mit dieser Landung, sind ein langer Nachmittag.

Wertung: 6,6 von 10

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