Taxi Driver feiert dieses Jahr sein 50-jähriges Jubiläum, und das Film spielt noch immer wie ein Fiebertraum, der sich weigert aufzuwachen. Martin Scorseses 1976er Kriminaldrama mit Robert De Niro als Travis Bickle, einem Vietnam-Veteranen, der nachts als Taxifahrer in New York City arbeitet. Er ist allein, wütend und überzeugt, dass die Welt um ihn herum verfault. Das Bild streitet sich nicht mit dieser Überzeugung; es lebt darin.
Das Bild beginnt mit Bickle, der sich selbst im Spiegel anstarrt, flüstert über Hass und Abscheu. Er ist kein Held. Er ist ein Mann, der glaubt, nichts mehr zu verlieren zu haben. Diese Überzeugung treibt den gesamten Film, und sie lässt nie nach.
Trailer, via Sony Pics at Home.
Die Welt des Taxifahrers
Bickle verbringt seine Nächte damit, durch die Straßen Manhattans zu fahren, die Stadt zu beobachten, die sich um ihn dreht. Seine Arbeit ist eine eigene Art von Gefängnis, und das Bild zeigt es in langen Strecken von Schweigen, die nur vom Summen des Motors und dem Geschwätz von Passagieren unterbrochen werden, die er nicht erträgt. De Niro spielt die Rolle mit einer angespannten, zusammengekniffenen Energie, die nie in Rede ausbricht. Er wartet darauf, dass etwas reißt, und der Zuschauer wartet mit ihm.
Die Stadt selbst ist ein Charakter. Scorseses schießt sie mit einem dokumentarischen Blick, greift Müllstreifen, Neon-Schilder und den ständigen Strom von Menschen. Dies ist keine glamouröse New York. Es ist schmutzig, laut und gleichgültig gegenüber jedem, der darin gefangen ist.
Iris und die Kampagne
Bickle findet eine kleine Verbindung in Iris, gespielt von Jodie Foster als 12-jährige Prostituierte. Sie ist ein Kind, eingesperrt in einer erwachsenen Welt, und er sieht sie als etwas Reines, etwas, das gerettet werden muss. Ihre Szenen miteinander sind das Bilds nächstes Ähnlichstes an Zärtlichkeit, aber selbst hier kocht die Gewalt unter der Oberfläche. Die Beziehung ist beschützend und unbeholfen, und sie wird nie romantisch in irgendeinem konventionellen Sinne.
Bickle wird auch mit einer Präsidentschaftskampagne involviert, geleitet von Senator Paladino, gespielt von Peter Boyle. Er bietet an, die Stadt zu reinigen, ein Versprechen, das vernünftig klingt, bis das Bild klar macht, was Reinigung für ihn bedeutet. Dieser politische Winkel gibt dem Geschehen einen größeren Umfang, zeigend, wie Bickles persönlicher Zorn sich mit einem breiteren Sinn von nationaler Verfall verbindet.
Die Gewalt bricht aus
Der Film baut auf einen Höhepunkt hin, der schockierend und seltsam leer ist. Bickles Plan kommt mit einer Präzision zusammen, die sich fast mechanisch anfühlt, und die folgenden Gewalttätigkeiten sind brutal, aber seltsam abgehoben. Der Film feiert die Gewalt nicht. Er präsentiert sie als eine Entladung, einen Moment der Klarheit nach Monaten von kochender Spannung.
„Du sprichst über Revolution… Du willst es, oder?“
Die Zeile wird mit einem seltsamen Mix aus Ehrlichkeit und Bedrohung geliefert, und sie greift das zentrale Spannungsfeld des Films auf: Bickle ist ein Mann, der Änderungen will, aber keine Ahnung hat, wie er es tun soll, außer durch Gewalt.
Ton und Musik
Das Tondesign ist ein Charakter für sich. Scorsese füllt den Film mit dem Lärm der Stadt, das Rauschen des Radios, die entfernten Sirenen und das ständige Murmeln des Gesprächs. Die Musik, eine Mischung aus Popliedern und Umgebungsrauschen, trägt zur Verwirrung bei. Es ist kein Film, der auf einer Partitur beruht. Er beruht auf der Textur der Umgebung selbst.
Darstellung und Kunstfertigkeit
De Niros Darstellung ist der Mittelpunkt von allem. Er spielt Bickle als einen Mann, der ständig angespannt ist, bereit, sich gegen jeden zu wehren, der ihn kreuzt. Es gibt keinen Charme an ihm, keine einfache Liebbarkeit. Er ist eine Bedrohung, und der Film vergisst es nie.
Scorsese dirigiert mit sicherer Hand, balanciert die intimen Großaufnahmen mit weit gelegenen Szenen der Stadt. Die Schnittkunst ist scharf, wechselt zwischen Bickles innerem Monolog und der äußeren Welt mit einem Rhythmus, der die Spannung aufrechterhält. Der Film ist nicht perfekt, aber er ist kontrolliert.
Der bleibende Effekt
Taxi Driver ist ein Film über Einsamkeit und Zorn, und er bietet am Ende keine Erleichterung. Bickles Handlungen lösen das Drama, aber sie lösen den Charakter nicht. Das finale Bild ist eines stillen Erschöpfens, nicht Triumph.
Der Film hat seitdem zahlreiche Regisseure beeinflusst, von Filmdirektoren, die seine visuelle Stil kopieren, bis hin zu denen, die seine Themen von Isolation und Gewalt leihen. Sein Erbe ist groß, und es bleibt einer der am meisten diskutierten Filme seiner Zeit.
Ein letztes Wort
Taxi Driver ist kein einfaches Stück. Es ist hässlich, unangenehm und manchmal schwer zu ertragen. Aber es ist auch präzise, konzentriert und tief ehrlich über die Wut, die durch das amerikanische Leben fließt.
Es verdient eine 9,4 von 10.
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