Midterms 2026Wer nach unseren Maßstäben Ihre Stimme verdientZum Leitfaden →
GESCHRIEBEN IN KLAREM DEUTSCH.
CLAY TRIBUNE.
Anzeige

Insidious: Chapter 3 wiederholt die Formel, ohne etwas Neues hinzuzufügen

Ein Prequel, das alte Schrecken wiederholt, statt neue zu erfinden, kompetent und doch hohl.

Von mitch·4 Min. Lesezeit
A young woman stands in a dim corridor, her face lit by a faint red glow.

Insidious: Chapter 3 will ein Neuanfang für die Reihe sein. Ist es nicht. Leigh Whannells Regiedebüt ist ein Prequel, das sich stark auf die Mechanik der früheren Filme stützt und gleichzeitig versucht, eine neue Geschichte um ein Teenager-Mädchen namens Quinn Brenner aufzubauen. Das Ergebnis ist ein kompetenter, aber hohler Beitrag, der Formeln wiederholt, statt neue zu erfinden.

Trailer, via Sony Pictures Entertainment.

Quinn Brenner und die Ausgangslage

Stefanie Scott spielt Quinn, eine Teenagerin, deren Mutter Lily ein Jahr vor Beginn der Geschichte starb. Der Film etabliert eine einfache Prämisse: Quinn glaubt, dass der Geist ihrer Mutter versucht, mit ihr zu kommunizieren, und sie sucht Elise Rainier auf, eine pensionierte Dämonologin, gespielt von Lin Shaye. Elise ist widerwillig. Sie spürt eine bösartige Kraft, die mit Quinns Situation verbunden ist, und warnt sie davor, erneut zu versuchen, Kontakt zu ihrer Mutter aufzunehmen.

Anzeige

Die Ausgangslage ist vielversprechend. Ein trauernder Teenager, der sich an eine widerwillige Expertin wendet, ist ein vertrauter Horror-Trope, aber hier funktioniert er, weil Scott Quinns Verzweiflung verkauft. Ihre Angst ist echt, und der Film nimmt sich genug Zeit, um die Einsätze zu etablieren, damit das Publikum mitfühlt.

Grace, die Braut in Schwarz und das Jenseits

Die Nebenbesetzung leistet solide Arbeit. Dermot Mulroney spielt Sean Brenner, Quinns Vater, und liefert eine beständige Leistung als Mann, der versucht, seine Tochter zu beschützen. Seine Trauer über den Verlust seiner Frau ist echt, und seine Szenen mit Shaye tragen einige der besten dramatischen Gewichte des Films.

Hayley Kiyoko erscheint als Maggie, und Tom Fitzpatrick taucht als die Braut in Schwarz auf. Beide sind kurz, aber effektiv. Die Braut in Schwarz ist eine wiederkehrende Figur in der Reihe, und ihre Anwesenheit hier ist ein Rückgriff auf die früheren Filme. Der Film erklärt nicht viel über sie, aber dieser Mangel an Erklärung ist ein Fehler, keine Tugend.

„So stirbst du.“

Dieser Tagline fasst die Herangehensweise des Films an Spannung zusammen. Es ist eine Warnung, aber auch ein Versprechen, das der Film nicht vollständig einlöst. Die Bedrohung ist da, aber die Umsetzung ist ungleichmäßig.

Specs und Tucker und die Fallakten

Angus Sampson und Leigh Whannell kehren als Specs und Tucker zurück, die tollpatschigen Dämonologen, die im Mittelpunkt des ersten Insidious standen. Ihre Szenen sind als komische Auflockerung gedacht, doch hier zünden sie nicht. Der Film behandelt sie als Witzfiguren, und der Humor verfängt nicht. Sie lenken von der zentralen Geschichte ab, und ihre Einbindung wirkt wie ein Versuch, diesen Film an das Franchise anzubinden, ohne etwas Bedeutendes beizutragen.

Steve Coulter spielt Carl, Elises früheren Kollegen. Er ist es, der Elise davon überzeugt, Quinn zu helfen, indem er sie an ihren erfolgreichen Fall mit Josh Lambert im Jahr 1986 erinnert. Dieser Fall wird nur kurz erwähnt und trägt nicht viel zur Geschichte bei, außer der Erinnerung daran, dass Elise schon einmal dem Bösen begegnet ist.

Die Schwächen der Handlung

Der mittlere Abschnitt des Films zieht sich. Quinn sieht Visionen des Mannes, der nicht atmen kann, eines dunklen Geistes mit Sauerstoffmaske, und sie erkennt, dass er hinter ihrem Unfall steckte. Das ist eine ordentliche Wendung, doch der Film kreist zu lange darum, ohne auf eine Auflösung hinzuarbeiten.

Das Tempo leidet darunter. Szenen, die spannend sein sollen, wirken überstürzt, und Szenen, die ruhig sein sollen, wirken in die Länge gezogen. Der Film ist 97 Minuten lang, fühlt sich aber länger an.

Der letzte Abschnitt

Der Höhepunkt kommt, als Quinn in ihrem Haus gefangen ist, umgeben von den Mächten, die sie seit der ersten Szene verfolgen. Der Film bekennt sich endlich zu seinen Horror-Elementen, und für einen Moment verdient er seine Schrecken. Doch die Auflösung ist dünn. Das Problem wird nie vollständig gelöst, und der Film endet auf eine Weise, die unfertig statt abschließend wirkt.

Die größte Schwäche des Films ist sein Versagen, ein Gefühl von Einsatz zu etablieren. Quinns Gefahr wird früh etabliert, doch der Film setzt nicht darauf, ihre Situation dringlich wirken zu lassen. Das Publikum weiß, dass etwas Schlimmes kommt, aber der Film bringt das Publikum nie wirklich dazu, es zu glauben.

Ein kompetentes Prequel ohne Überraschung

Insidious: Chapter 3 ist technisch versiert. Die Regie ist sicher, und die schauspielerischen Leistungen sind allgemein stark. Doch das Drehbuch ist abgeleitet, und die Geschichte ist dünn. Es ist ein Prequel, das seine Existenz nicht rechtfertigt, außer als Brücke zu künftigen Teilen zu dienen.

Die Abhängigkeit des Films von Rückgriffen auf frühere Teile bedeutet, dass er wahrscheinlich eher Fans der Reihe als Neulinge ansprechen wird. Für diese Zuschauer mag die Vertrautheit tröstlich sein. Für alle anderen ist die Wiederholung frustrierend.

Wertung: 5,2 von 10

Das Notizbuch

Das Notizbuch abonnieren.

Die besten Geschichten des Tages und jedes neue Urteil, in klarem Deutsch, um sieben im Postfach. Eine Mail am Tag, nicht mehr.

Wir schicken eine Bestätigungsmail. Jede Ausgabe hat einen Abmeldelink, ein Klick genügt.

Film reviews
Anzeige

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Als Amazon-Partner verdient Clay Tribune an qualifizierten Verkäufen.