Grandia erscheint für PlayStation 4 und PlayStation 5 als Port des Originalspiels, mit hinzugefügtem Up-Rendering, Rewind, Schnellspeichern und benutzerdefinierten Videofiltern. Das Original erschien 1997 in Japan für den Sega Saturn. Diese Version trägt eine Kritikerwertung von 7,5 von 10, basierend auf einem IGDB-Aggregat von 3 Publikationen.
Justin verlässt Parm
Die Ausgangslage ist reine Abenteuerserie. Justin ist ein junger Junge in der Stadt Parm, der einen magischen Stein erbt und sich aufmacht, das Geheimnis einer längst verlorenen Zivilisation zu lüften. Sein Vater verschwand vor Jahren auf einem Abenteuer, und Justin besteht darauf, dass es noch unerforschte Teile der Welt gibt, selbst wenn die meisten Menschen glauben, das „Ende der Welt“ – eine Steinmauer auf einem neu entdeckten Kontinent – habe das Zeitalter der Abenteuer endgültig beendet.
Unterwegs sammelt er eine Gruppe um sich. Sue, seine Freundin aus der Stadt, fungiert als Ersatzschwester. Feena ist eine erfahrene Abenteurerin und Justins Idol. Gadwin ist ein Ritter, der ihn im Schwertkampf unterweist. Rapp ist ein ungehobelter Jugendlicher aus Cafu. Milda ist eine wilde Riesin mit einer Schwäche für ihren Ehemann. Guido ist ein Handlungsreisender und Häuptling der Mogay, eines kaninchenartigen Clans. Liete kontaktiert Justin in den Sult-Ruinen; sie lebt in einer uralten Raumstation und dient als lebendige Datenbank einer antiken Zivilisation.
Baal und die Garlyle-Streitkräfte
Ihnen gegenüber steht General Baal, der berechnende Anführer der militaristischen Garlyle-Streitkräfte, der Ruinen aus philanthropischen Gründen auszugraben scheint, aber eigene Pläne verfolgt. Sein Sohn und Stellvertreter ist Oberst Mullen, ein Taktiker, der bei seinen Untergebenen beliebt ist. Mullens Adjutantin ist Leen, eine junge Soldatin, die aus unbekannten Gründen einen besonderen Platz im Militär erlangt hat.
Die Welt ist eine Fantasy-Kulisse aus aufkommender Technologie und Erkundung. Diese Spannung – alte Ruinen, neue Maschinen – verleiht Grandia seine Anziehungskraft. Es ist eine Welt, die beschlossen hat, dass die Karte fertig ist, während die Geschichte beharrlich das Gegenteil beteuert.
Zugreihenfolge auf der IP-Leiste
Der Kampf ist der Grund zu spielen. Er läuft aus einer Third-Person-Überkopfansicht, und die IP-Leiste in der unteren rechten Ecke verfolgt jedes Gruppenmitglied und jeden Gegner. Wenn ein Symbol in den „Befehl“-Abschnitt gleitet, handelt diese Figur. Timing und Zugreihenfolge entscheiden die Kämpfe, nicht allein nackte Werte.
Monster wandern über das Feld, bis sie ein Gruppenmitglied berühren. Schleicht man sich von hinten an, erhält man einen Erstschlag; wird man von hinten berührt, greift der Gegner zuerst an. Die Kamera lässt sich vollständig drehen, und das Drehen ist oft nötig, um versteckte Gegenstände oder Durchgänge zu sehen.
Der Fortschritt ist langsam und bedächtig. Charaktere steigen auf, indem sie Gegner besiegen, und sie lernen Fähigkeiten, indem sie Waffen und Zauber wiederholt einsetzen. Setzt man einen Zauber oft genug ein, steigt sein Fertigkeitslevel. Waffen teilen sich in Schwerter, Streitkolben, Äxte, Peitschen und Messer, und das Spiel will, dass man zwischen ihnen wechselt. Elementstufen bringen dauerhafte Statuspunkte ein — eine Wasser-Fertigkeitsstufe adds +1 HP und +2 MP.
Zurückspulen und Schnellspeichern
Die neue Version ist ein Port des Originals, kein Neuaufbau. Hochskalierung, Zurückspulen, Schnellspeichern und benutzerdefinierte Videofilter sind Annehmlichkeiten, und sie sind willkommene.
Grandias Kampfmechaniken wurden in spätere Spiele der Reihe übernommen. Das Zugreihenfolge-System hat eine Klarheit, die vielen RPGs seiner Ära fehlte, und die Begegnungen mit sichtbaren Monstern halten das Feld davon ab, zur Plackerei zu werden. Es ist Einzelspieler, fantasy-thematisiert und um Erkundung und Gruppenentwicklung statt um Spektakel herum aufgebaut.
Justin ist ein Romantiker, der einem verschwundenen Vater nachjagt, was solides Material ist. Der Garlyle-Strang führt Baals verborgene Agenda und Leens unerklärte Stellung ein.
Wo Grandia landet
Grandia hält stand, weil seine Kämpfe etwas von einem verlangen. Die Verwaltung der Zugreihenfolge, das Anschleichen hinter Monster und das Schleifen von Waffenfertigkeiten zu dauerhaften Gewinnen ist eine Schleife, die noch funktioniert, und das Zurückspulen und Schnellspeichern des Ports machen diese Schleife leichter erträglich. Die Handlung stützt sich auf Abenteuergeschichten-Mobiliar, aber die Systeme darunter tragen sie.
Was hier zählt, ist der Gesamtwert. Eine 7,5 von 3 Kritikern ist eine schmale Stichprobe, kein endgültiges Urteil, und sie sollte als Signal gelesen werden, dass der Port kompetent ist, statt als Rangliste des Spiels gegen irgendetwas anderes. Das Zurückspulen und Schnellspeichern sind die eigentlichen Neuerungen; der Rest ist das Design von 1997, das intakt ankommt.
WICHTIGE FAKTEN – Bewertung: 7,5 von 10 (IGDB-Kritikeraggregat, 3 Medien) – Erstveröffentlichung: Japan, 1997 (Sega Saturn) – Plattformen: PlayStation 4, PlayStation 5 – Entwickler/Publisher: Game Arts – Genre: Rollenspiel (RPG) – Modi: Einzelspieler
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