Yoshi’s Cookie ist ein 1992 erschienenes Tile-Matching-Puzzlespiel, das von Tose entwickelt und von Nintendo für das NES und den Game Boy veröffentlicht wurde. Nintendo R&D1 wird ebenfalls für das Spiel genannt. Eine SNES-Version folgte im nächsten Jahr, entwickelt und veröffentlicht von Bullet-Proof Software.
Cookies, Cursors und das Rubik’s-Cube-Problem
Das Prinzip ist einfach. Man erhält ein rechteckiges Raster, das mit Keksen mehrerer Arten gefüllt ist. Die Aufgabe besteht darin, jeden Keks vom Spielfeld zu entfernen. Man bewegt einen Cursor über das Raster und dreht einzelne Reihen und Spalten, wie das Drehen einer Seite an einem Rubik’s Cube, bis sich eine vollständige Linie aus gleichartigen Keksen bildet. Wenn das geschieht, verschwindet diese Linie.
Diese einzige Mechanik trägt das gesamte Spiel. Das Raster bleibt nicht stehen, während man nachdenkt. Neue Kekse werden von oben und von der rechten Seite hereingeschoben, und wenn das Feld überläuft, verliert man. Der Druck entsteht aus der Geometrie, nicht durch einen Timer, der einem ins Gesicht herunterzählt.
Dann gibt es den sechsten Keks, geformt wie Yoshis Kopf. Er taucht gelegentlich auf und fungiert als Wildcard, die in jede Linie passt, um sie zu vervollständigen.
Der Spieler kombiniert die Kekse so, dass ganze Reihen oder Spalten nur aus Keksen desselben Typs bestehen.
Zwei Versionen, ein klarer Sieger
Die Game-Boy-Version erschien als Teil eines Doppelstarts mit der NES-Version. Beide enthielten die ursprünglichen drei Spielformen. Die Trennung kam beim Mehrspielermodus. Die Quelle merkt an, dass Spieler auf dem Game Boy bei der Anzahl der Spieler, die im VS-Modus gegeneinander antreten konnten, im Vorteil waren.
| Version | Entwickler / Publisher | Anmerkungen |
|---|---|---|
| NES | Tose / Nintendo | Ursprünglich drei Modi |
| Game Boy | Tose / Nintendo | Doppelter Start mit NES; VS-Modus-Vorteil |
| SNES | Bullet-Proof Software | Erschien im darauffolgenden Jahr |
Die SNES-Version erschien ein Jahr später unter Bullet-Proof Software, die sowohl Entwicklung als auch Publishing übernahm.
Warum das einfache Design Bestand hat
Puzzle-Spiele stehen und fallen damit, ob die Kernschleife nach dem Abklingen des Neuheitseffekts interessant bleibt. Die Quelle schreibt dem Spiel ein einfaches, aber süchtig machendes Gameplay zu, und das ist das ganze Argument dafür.
Das Yoshi-Kopf-Plätzchen verdient hier Anerkennung. Wildcards in Puzzle-Spielen wirken oft wie ein Notausgang. Diese hier liest sich stattdessen wie ein Werkzeug, ein Teil, das in jede Reihe anderer Plätzchen passt und sie vollendet. Die Quelle beschreibt, dass das Raster an Größe zunimmt, wenn Plätzchen von oben und rechts eintreten, mit einem Game Over, wenn es überläuft. Das ist der Druck, unter dem das Design läuft.
Die Präsentation macht ihre Arbeit, ohne anzugeben. Die Kekse sind auf einen Blick klar zu erkennen, was wichtig ist, wenn man unter Druck ein Raster überfliegt. Ein Puzzlespiel, das einen zum Blinzeln bringt, ist ein Puzzlespiel, das bereits versagt hat.
Das Urteil zu Yoshi’s Cookie
Dies ist ein straffes, gut gebautes Puzzlespiel, das seine Grenzen kennt. Die Kritiken waren allgemein positiv, mit Lob für das Gameplay und die Präsentation. Das ist ein schmales Kompliment, und es passt zu einem so sparsamen Spiel.
Wo es zu kurz greift, ist bei der Ambition. Drei Modi und eine einzige Kernmechanik sind das ganze Paket. Yoshi’s Cookie zeigt dir seine Idee und bittet dich dann, besser darin zu werden.
Wir entscheiden uns für die Seite des Genug. Die rotierende Linienmechanik ist die Art von Design, die keine Ergänzungen im Umfang einer Fortsetzung braucht, um sich zu rechtfertigen, und die Wildcard gibt dem Raster noch einen weiteren Gedanken mit. Die Game-Boy-Multiplayer-Anmerkung ist das seltsame Detail, das es wert ist, behalten zu werden: eine Handheld-Version, die ihr Heim-Pendant bei der Spielerzahl übertraf, ist die Art von Sache, die in einem Port-Gespräch verloren geht.
Die Wertung ist 8/10 von GameFAQs — eine einzelne Kritik, ohne echte aggregierte Wertung auf Metacritic, IMDb oder OpenCritic. Behandle sie als die Zahl eines Kritikers, nicht als Konsens.
Wertung: 8/10 (GameFAQs).
Das Notizbuch abonnieren.
Die besten Geschichten des Tages und jedes neue Urteil, in klarem Deutsch, um sieben im Postfach. Eine Mail am Tag, nicht mehr.









